China weiss worauf es setzen muss: Auf öffentlichen
Fernverkehr - für Menschen und Güter. Wenn der große
Boom vorbei ist oder die Immobilienblase platzt,
braucht es Möglichkeiten, Waren und Personen trotzdem
effizient durch das Riesenreich transportieren zu
können.
ETR - die Eisenbahntechnische Rundschau berichtet in
Ausgabe 3/2011 von der Revolution, die auf dem
chinesischen Eisenbahnsektor eben stattfindet. China
ist auf dem Sprung zum Eisenbahnland Nummer 1. Es
baut Hochgeschwindigkeitszüge, die wie eine Mischung
aus ICE 3 und Shinkansen anmuten: Barrierefreier
Einstieg, breites Profil, daher nicht so eng wie
europäische Züge, 350 km/h Höchstgeschwindigkeit. Über
400 derartige Züge sind im Einsatz, wöchentlich werden
es mehr. Testgarnituren für 500 km/h sind bereits
unterwegs.
Auch die Nacht ist anders: Im Unterschied zu
europäischen Schlafwägen reist man in China (in der
1.Klasse) höchst komfortabel und schläft bei 250 km/h
- längs zur Fahrtrichtung - und auf Wunsch im Doppelbett.
Aus Europa hat man viel über Gleisbau gelernt und kann
mit geringstem Aufwand Hochgeschwindigkeitsnetze aus
dem Boden stampfen, die auch für Mischbetrieb für den
Güterschwerverkehr taugen. 8000 km Strecke mit Tunnels
sind in Bau, fast nochmal so viel in Planung.
fra
link:
http://tinyurl.com/5t73dru