Kultur und Medien/Antrag 
"FILTER STATT SPERREN" F�R ILLEGALE INTERNETINHALTE

Berlin: (hib/WOL) Mit "Filtern statt Sperren" soll nach Vorstellung
der FDP ein Schutz vor illegalen und gef�hrdenden Internetinhalten
erreicht werden. In einem Antrag (15/1009) erkl�rt die Fraktion,
bei der Bek�mpfung illegaler oder unzureichend gesch�tzter
jugendgef�hrdender Inhalte im Internet sei es wichtig, zwischen
den Beteiligten im weltweiten Internet zu unterscheiden und deren
"gestufte Verantwortlichkeit" anzuerkennen - wie es sowohl im
deutschen Teledienstgesetz als auch im europ�ischen Recht festgelegt
sei. Das vorrangige Ziel m�sse es sein, stets den jeweiligen Anbieter
eines inkriminierten Inhaltes selbst in Anspruch zu nehmen. Dagegen
sollen diejenigen, die lediglich Speicherplatz f�r fremde Inhalte
bereitstellen nur dann haften, wenn ihnen diese Inhalte bekannt sind.
Eine Pflicht zur Pr�fung von oder gar die Suche nach bestimmten
Inhalten treffe die Anbieter von Speicherplatz (Host-Provider) aber
dabei nicht, sagt die FDP. Laut Antrag soll die Bundesregierung sich
im Rahmen ihrer Zust�ndigkeit insbesondere im Bereich des Strafrechts
f�r eine St�rkung der internationalen Zusammenarbeit zur Bek�mpfung
illegaler Inhalte im Internet einsetzen. In der Zusammenarbeit mit den
Bundesl�ndern sei darauf hinzuwirken, die gestufte Verantwortlichkeit
der verschiedenen Personen bei Tele- und Mediendiensten zu beachten
und Zugangsvermittler nicht f�r fremde, von ihnen "lediglich
durchgeleitete Inhalte" ordnungsrechtlich verantwortlich zu machen.
Die Regierung wird aufgefordert, Selbstregulierungsinitiativen der
Wirtschaft geeignet zu f�rdern und zu unterst�tzen und solle auch
selbst geeignete Anreize f�r Selbstregulierungsinitiativen setzen oder
im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Bundesl�ndern darauf hinzuwirken.
Gefordert wird schlie�lich auch eine F�rderung der Medienkompetenz.
Die Liberalen erwarten mit Initiativen und Unterst�tzung zur
Aufkl�rung bei Kindern, Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten,
einen wesentlich wirkungsvolleren Schutz gegen Gefahren aus dem
Internet zu etablieren.

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