Hallo Matthias,

On Sat, 06 Sep 2003 12:17:53 +0200 you wrote:

> Nun ich denke man sollte, sofern die Menschen noch nicht wirklich das 
> Medium "Internet", was auch immer das im Einzelnen hei�t,
> verinnerlicht haben immer �quivalente aus dem "normalen Leben" suchen.

ACK

> Wir sollten uns konkret darauf kozentrieren Arbeit bei den
> Entscheidungstr�gern zu machen, und nicht unn�tig viel Energie in die 
> Arbeit mit der allgemeinen �ffentlichkeit zu stecken.
> Nicht dass man mich falsch versteht, ich meine nicht, dass keine 
> �ffentlichkeitsarbeit mehr geleistet werden sollte, aber die 
> �ffentlichkeit trifft heutzutage nicht die Entscheidungen und sie ist 
> auch nur bedingt hilfreich. Wichtig ist z.B. an die Politiker 
> heranzutreten (egal ob es am Ende konkret was bringt halte ich die 
> Arbeit vom FFII und den anderen Freiwilligen f�r gelungen) oder eben
> an die Firmen und die Betroffenden selbst.

Das sehe ich nicht so. Optimal w�re ein Gleichgewicht ;) Eine
Interessensvertretung, NGO die ohne �konomische Relevanz daherkommt und
ohne den Widerhall in der �ffentlichkeit operiert - wie wird die von den
Entscheidungstr�gern wahrgenommen? Schlimmstenfalls als die bef�rchteten
Krawallmacher und Spinner. Das hat zuletzt imo die Patentgeschichte
gezeigt und davor die Demonstrationen gegen den Irak-Krieg.
Ich sage mal, �ffentlichkeitsarbeit m�sste so laufen, das man zwar wei�,
wie man die Leute "packt", aber so agiert, als w�rde es die
�ffentlichkeit nicht geben, bzw. man gibt nichts auf den Feedback der
'�ffentlichkeit' (??)

> Wenn man sich z.B. die Meinungsbildung der Bundestagsabgeordneten 
> anschaut, spielt dort eine �ffentliche Partizipation eine gro�e Rolle?

Keine Ahnung, man hat den Eindruck Nein, aber die lesen auch Zeitungen,
sehen sich die Tagesschau an, sehen die Demonstranten, wenn sie in ein
Geb�ude gehen, wo Verhandlungen stattfinden und reagieren empfindlich
auf Pfeifkonzerte. Das alles in Relation zum Grad der Abschottung -
manche RL-Demos mit Bannmeilen, Absperrz�unen und von
Bodyguards eingekesselten Politikern sind schon eine
Witzveranstaltung und erinnern eher an Sci-Fi Stories wo es
abgeschirmte Bereiche gibt, in denen die Demonstranten nach genau
abgesteckten Regularien "spielen" d�rfen.

> In den seltensten F�llen gibt es die, und selbst dann ist es fraglich,
> ob sie zum gew�nschten Erfolg f�hrt.

�ber die Quantit�t kann ich nix sagen und eine Gewissheit hat man nie.
 
> Die Handlung einer breiten �ffentlichkeit zeigt sich alle vier Jahre
> auf Bundesebene. In diesen vier Jahren gibt es viele B�rger, die sich 
> irgendwo engagieren, die irgendwo mal was machen, aber dieses Spektrum
> ist eben auch sehr breit. Nur weil sich B�rger also nicht konkret f�r 
> unsere Themen engagieren, sind sie deshalb auch nicht zwangsweise
> Proleten.

Jo
 
-- 
Ciao
Kai

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