On Thu, Oct 02, 2003 at 11:14:50PM +1000, Peter Ross wrote: > On Thu, 2 Oct 2003, Peter Ross wrote: > > On Thu, 2 Oct 2003, Holger Veit wrote: > > > Windows ist nicht das Problem - eine Welt aus 100% RFC-Linux > > > wuerde Linux-Wuermer generieren. > > > > Anyway, ich habe bei keinem Unix-artigen System je so deutlich die > > Ohnmacht gespuert, dieses System zu begreifen und beherrschen zu koennnen, > > wie bei den verschiedenen Windosen. > > Zur Illustration - ich habe es gerade gefunden: > http://www.heise.de/newsticker/data/dab-02.10.03-000/ [...] > Das kann Dir selbst mit Linux out of the box nicht passieren.
So what? s.u. > Sollte Dein Browser einen Bug haben, kann der Angreifer die > Proxyeinstellungen ausschalten, nicht aber /etc/resolv.conf fuer DNS oder > /etc/hosts schreiben. Es gibt auch fuer Linux Rootkits, und das alljaehrliche Linux-Deathmatch beim CCC-Kongress zeigt auch, dass man mit hinreichend viel Boeswilligkeit auch das gelobte Unix in die Knie zwingen kann. Aber das ist gar nicht der Knackpunkt dabei. Der liegt eher darin, dass jedes System spezifische Angriffspunkte besitzt. Dass Linux immun ist gegen einen Angriff, der /etc/hosts austauscht (was bei Windows analog klappen wuerde), heisst nicht, dass Linux unangreifbar ist - auch nicht, dass Linux generell besser geschuetzt waere. Das ist ein hoechst gefaehrlicher Fehlschluss. Es gibt nur *andere* Angriffsszenarien. Eine Unix-Monokultur haette uns vor Windows-Wuermern verschont, nicht aber vor Spamfluten, um ein banales Beispiel zu nennen. "Social engineering" funktionierte bei den Grossrechnern der 60er und 70er Jahre bereits, und wuerde analog auch Einfallstor sein, wenn man jeder Hausfrau einen Unix-PC hinstellte. Und der Mythos, man koennte doch Systeme sicher machen, indem man TCPA erzwinge und dann sich nur mehr mit Biometrie authentisiere (ja, ja, klar, alle Software wird dann verifiziert und ist fehler- und backdoorfrei, etc. blurb), fuehrt dann zu anderen interessanten gesellschaftlichen Nebeneffekten. Bei allem Sicherheitswunschdenken: die Messlatte ist die Benutzbarkeit des Systems, und Technik loest keine Probleme, die in Wirklichkeit nicht- technischer Art sind. Spam und Wuermer sind ein gesellschaftliches Problem, kein technisches. Und um zurueck zum Topic zu kommen: XML ist ebenfalls ein Versuch, mit technischen Mitteln eine lingua franca zu konstruieren, welche aufgrund jenseits der Technik liegender Gruende nicht gewollt ist. Holger
