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   heise online: Landesdatenschutzbeauftragter h�lt neues Polizeigesetz
   f�r �berfl�ssig
   [06.01.2004 13:54 ]

   -
   Der rheinland-pf�lzische Datenschutzbeauftragte[1] Walter Rudolf h�lt
   an seiner Kritik am geplanten neuen Polizeigesetz trotz
   Zugest�ndnissen der SPD/FDP-Koalition fest. "Ich bin der �berzeugung,
   dass wir keine �nderungen ben�tigt h�tten", sagte Rudolf laut dpa. Er
   begr��te zwar, dass Telefon�berwachung mit dem Gesetz doch nicht
   pr�ventiv m�glich werden solle. Grunds�tzlich sei die Novellierung
   aber �berfl�ssig, sagte Rudolf bei der Vorlage seines Berichts[2] f�r
   die Zeit von Oktober 2001 bis September 2003.

   Mit Blick auf die Sicherheitsgesetze nach den Anschl�gen vom 11.
   September 2001 sprach Rudolf von einer "recht turbulenten Situation im
   Datenschutzrecht". Der Schutz pers�nlicher Daten sei in j�ngster
   Vergangenheit auch wegen neuer Technik und genauer �berpr�fung von
   Verdachtsf�llen auf Sozialhilfe-Missbrauch komplizierter geworden,
   sagte Rudolf, der emeritierter Professor f�r �ffentliches Recht an der
   Universit�t Mainz ist. Vor allem auf Bundesebene gab es nach seiner
   Ansicht in den vergangenen zwei Jahren "eine Reihe von Gesetzen, die
   nicht mehr so datenschutzfreundlich waren wie vorher".

   "Das informationelle Selbstbestimmungsrecht steht zunehmend unter
   Druck, gerade auch durch staatliche Handlungen", erkl�rte Rudolf. Auf
   Grund der derzeitigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage
   werde das Gewicht der Argumente, die f�r den Datenschutz und die
   individuelle Freiheit der B�rger sprechen, zur�ckgedr�ngt. Stattdessen
   tr�ten "Gesichtspunkte der allgemeinen Sicherheit, der Erh�hung der
   Verteilungsgerechtigkeit bei staatlichen Leistungen sowie der
   Ma�nahmen, die f�r die wirtschaftliche Entwicklung Impulse setzen" in
   den Vordergrund, kritisierte der Datensch�tzer. Rudolf bedauerte, dass
   er, obwohl er "nie zu den Pessimisten im Kreis der Datensch�tzer
   gez�hlt" habe, konstatieren m�sse, dass die letzten beiden Jahre in
   einigen Punkten den Skeptikern in diesem Bereich Recht gegeben h�tten.
   "Es bleibt zu hoffen, dass die derzeitigen globalen Entwicklungen der
   Wirtschaft und der Kriminalit�t nicht dauerhaft das Klima bestimmen."

   Rudolf begr��te immerhin, dass der Polizei entgegen der urspr�nglichen
   Planung von SPD und FDP im neuen Polizei- und Ordnungsbeh�rdengesetz
   doch nicht die M�glichkeit f�r Telefon�berwachungen im Verdachtsfall
   einger�umt werden solle. Datenschutzrechtliche Bedenken habe er aber
   weiter wegen der zunehmenden Sammlung personenbezogener Daten. Auch
   die geplante Erfassung von Autokennzeichen bei der �berwachung des
   Stra�enverkehrs sei problematisch. �ber das neue Polizeigesetz soll im
   Februar abschlie�end im Landtag beraten werden. Versch�rfte
   Polizeigesetze sind in diversen Bundesl�ndern geplant oder bereits
   eingef�hrt; so hatte Niedersachsen etwa Mitte Dezember ein
   Polizeigesetz beschlossen[3], nach dem die Polizei Telefonate k�nftig
   auch ohne konkreten Verdacht auf eine Straftat abh�ren darf.
   (jk[4]/c't)

   URL dieses Artikels:
     http://www.heise.de/newsticker/data/jk-06.01.04-003/

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     [1] http://www.datenschutz.rlp.de/
     [2] http://www.datenschutz.rlp.de/materialien/berichte/tb19.pdf
     [3] http://www.heise.de/newsticker/data/anw-11.12.03-003/
     [4] mailto:[EMAIL PROTECTED]

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Tschuess, Tim.

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"Dem verdorrten Baum
entsprie�t eine Bl�te."
Shoyo Roku


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