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---[schnipp]---

   heise online: Iran sperrt Reformer-Website
   [09.01.2004 14:47 ]

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   Die Emrooz-Webseite[1], ein wichtiges politisches Online-Organ im
   Iran, soll "gefiltert", also f�r Internetnutzer im Iran unzug�nglich
   gemacht werden, berichtet die BBC[2]. Die Seite wird von Journalisten
   betrieben, die dem als Reformer geltenden iranischen Pr�sidenten
   Khatami[3] nahe stehen. Seit dem scharfen Vorgehen seitens der
   Regierung gegen die iranischen Printmedien ist das Internet das
   Hauptforum f�r regimekritische �u�erungen im Iran.

   Durch die anstehenden Wahlen ist nach Ansicht von Iran-Kennern eine
   neue Welle politischer Unterdr�ckung zu bef�rchten -- auch wenn im
   Umfeld der Hilfe f�r das vom Erdbeben betroffene Bam eine weitere
   vorsichtige �ffnung gegen�ber den westlichen L�ndern erwartet worden
   war. Emrooz bringt Neuigkeiten und Artikel, die mit der Reform-Agenda
   des Pr�sidenten sympathisieren und fordert damit den geistigen F�hrer
   des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, heraus. Khamenei kontrolliert das
   Rechtswesen und das Milit�r. Mit diesen m�chtigen Instrumenten war es
   ihm m�glich, in den letzten f�nf Jahren �ber 90 Zeitungen zu
   verbieten. Viele Zeitungsmacher antworteten darauf mit einem
   Internetauftritt, um dort ihre Beitr�ge zu publizieren. Auch viele
   Einzelpersonen erstellten Online-Tageb�cher, so genannte Weblogs. Nun
   haben diese Autoren die Aufmerksamkeit der Jurisdiktion auf sich
   gezogen.

   Iranische Internet-Provider haben in der Vergangenheit immer schon den
   Zugriff zu Seiten verhindert, die als anti-islamisch oder
   pornografisch erachtet wurden. Es ist jedoch das erste Mal, dass eine
   Seite verboten wurde, die sich mit innenpolitischen Themen
   besch�ftigt. Etwa sieben Millionen Iraner oder ein Zehntel der
   Bev�lkerung besitzen einen Internetzugang, doppelt so viele wie noch
   vor zwei Jahren. Bisher war das Internet dem Zugriff der
   Pressekontrolle entzogen. Dies scheint sich nun zu �ndern.
   (akr[4]/c't)

   URL dieses Artikels:
     http://www.heise.de/newsticker/data/akr-09.01.04-001/

   Links in diesem Artikel:
     [1] http://www.iran-emrooz.de/
     [2] http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/middle_east/3376907.stm
     [3] http://www.president.ir/
     [4] mailto:[EMAIL PROTECTED]

---[schnapp]---

Tschuess, Tim.

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'Der sicherste Weg, einen Aufruhr zu vermeiden, besteht
(sofern die Zeit es gestattet) im Entfernen der Ursache.'
-> Francis Bacon


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