Die Frage des OP war: "Meiner Meinung nach benutzt Linux den 
Swap-Space auf eine wenig intelligente Weise. Warum ist das so und 
was kann man da machen?"

Jemand sagte, das sei eine FAQ. Das ist aber nur "fast richtig".
In den FAQ-Listen stehen Antworten auf "Wie legt man Swap-Space an",
"Wieviel soll man anlegen", "Partition oder File", "Wie schaltet man ihn ein 
und aus". Die FAQ-Listen enthalten Fragen und Antworten zum Thema
"Der Swap-Space, von der User-Seite gesehen".

Die Frage hier betrifft aber den Swap-Space, von der Kernel-Seite 
gesehen, oder: "Mit welchen Techniken und Strategien funktioniert
das Memory- und Swap-Management?"

Die Frage wird sehr h�ufig diskutiert, allerdings auf einem oberfl�chlichen
Niveau. Wenn man die Aussagen zusammenfa�t, besagen sie ungef�hr: 
"Das Kernel macht das schon alles ganz optimal, Du brauchst Dir keine 
Gedanken zu machen." Das ist die Art von Antworten, wie sie in der 
Mac-Welt �blich sind, aber in der Linux-Welt eigentlich nicht.

Ich gebe zu: Ich war bisher mit der Mac-Antwort vollkommen zufrieden.

Eine wirkliche Antwort findet man auch nicht einfach so mit Google. 

Die Suche nach wirklichen Antworten wird auch noch dadurch erschwert, 
da� "Swap" ein ausgesprochenes Buzzword ist - es kommt in fast allen 
Dokumenten mindestens einmal vor.

Die Suche auf meiner Harddisk hat immerhin folgendes ergeben:

/usr/src/linux/Documentation/kernel-docs.txt:

     * Title: "Device Drivers Concluded"                                        
       Author: Georg v. Zezschwitz.                                             
       URL: http://www2.linuxjournal.com/lj-issues/issue28/1287.html            
       Keywords: address spaces, pages, pagination, page management,            
       demand loading, swapping, memory protection, memory mapping, mmap,       
       virtual memory areas (VMAs), vremap, PCI.                                
       Description: Finally, the above turned out into a five articles          
       series. This latest one's introduction reads: "This is the last of       
       five articles about character device drivers. In this final              
       section, Georg deals with memory mapping devices, beginning with         
       an overall description of the Linux memory management concepts".         

Die URL funktioniert. Guter Artikel. Au�erdem noch:

/usr/src/linux/mm/swap.c:

/*                                                                              
 * This file contains the default values for the opereation of the              
 * Linux VM subsystem. Fine-tuning documentation can be found in                
 * linux/Documentation/sysctl/vm.txt.                                           
 * Started 18.12.91                                                             
 * Swap aging added 23.2.95, Stephen Tweedie.                                   
 * Buffermem limits added 12.3.98, Rik van Riel.                                
 */                                                                             

(also wieder zur�ckverwiesen nach .../Documentation,
ist wohl auch besser so. Bevor man nicht wei�, was man
tut, soll man an den c-Dateien nicht gro� rumschrauben.)

/usr/src/linux/Documentation/sysctl/vm.txt:
-----
This file contains the documentation for the sysctl files in                    
/proc/sys/vm and is valid for Linux kernel version 2.2.                         
                                                                                
The files in this directory can be used to tune the operation                   
of the virtual memory (VM) subsystem of the Linux kernel, and                   
one of the files (bdflush) also has a little influence on disk                  
usage.
-----

Ich w�rde vorschlagen: Erstmal den Artikel lesen, dann eine
Stoppuhr zur Hand nehmen, tats�chliche Ladezeiten messen,
dann die Werte in /proc ver�ndern und wieder messen, und
dann w�rden mich die Ergebnisse mal wirklich interessieren.

J�rn



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