Dieter Schuster <[EMAIL PROTECTED]> writes: > > Wieso? Ein Frontend a la *conf* zu den Textdateien funktioniert doch > > Ich komme auch gut ohne die *conf* aus. Ein $EDITOR ist fuer mich > vollkommen ausreichend. Es gibt ja schliesslich man und info und doc > (und Buecher).
Es geht nicht darum, etwas ohne diese Tools nicht hinzubekommen. > Schade das Du nicht NextStep erwaehnst. Wieso? Ich kann leider nicht sehr viel zu NextStep sagen, da ich leider nur ein einziges Mal relativ kurz vor einem solchen System saß. Was ich sah, hat mich aber sehr beeindruckt. > Warum glauben diese tollen Systeme eigentlich immer besser zu wissen > was ich machen will, als ich selbst. z.B. will ich eine Diskette Ich will doch gar kein Besserwisser-System! Ich will ein vernünftiges Frontend zur Konfiguration. Also im Grunde gar keine neue Abstraktionsebene (obwohl eine solche als Zusatz in manchen Bereichen wohl durchaus sinnvoll und hilfreich wäre), ich will in erster Linie eine Adaptionsschicht, so dass ich mich eben nicht mit Syntaxdetails rumplagen muss. Das ist schon alles. Eine mehr oder weniger 1:1 Umsetzung der Einstellungsmöglichkeiten des Konfig-Datei in ein vernünftiges UI, so dass mir alle Optionen offen stehen, ich mich aber auf's wesentliche konzentrieren kann, ohne ständig von Syntaxdetails abgelenkt werde. Dazu eine eingebaute Konfig-Verwaltung, damit man auch dutzende von Rechnern leicht und gut im Griff hat und ich wäre glücklich. Ach ja, und ein paar *zusätzliche* Abstraktionen wären auch nett, damit kann man dann schnell grobe Voreinstellungen machen und danach in Ruhe die Details anpassen. > formatieren, und Win* legt mir gleich noch ein Dateisystem drauf, also > ob es nicht auch ohne funktionieren koennt. Die Systeme erfassen keine > Komplexen Aufgaben, da die Entwickler dieser "tollen" Tools nicht > allen Aufgaben im Kopf haben. Nur weil es einige Beispiele gibt, bei denen es schlecht gemacht wurde, heißt das doch nicht, dass die Aufgabe nicht lösbar ist! > > > > Ein Grund warum NT/2000 erfolgreich ist, ist eben gerade die in einigen > > > > Bereichen leichtere Bedienung > > > > > > DIE BEDIENUNG VON NT IST NICHT LEICHTER! > > > > Das ist so pauschal schlicht falsch. Es gibt Bereiche, da ist die Bedienung > > zum Glueck pauschalisierst Du die Bedinung von den NT nicht ... Lies meinen Satz: "... in einigen Bereichen...". Nein, ich pauschaliere nicht, ich sage nur, dass es bei NT/2000 hier und da durchaus gute Ansätze gibt und ich verschweige nicht, dass es auch eine Menge schlechter Ansätze gibt. Pauschal zu sagen, NT sei komplett schlecht ist ignorant und schlicht falsch (zudem setzt man sich da sehr schnell in die Nesseln, wenn man mit unpassenden Vergleichen kommt -- so sind einige Teile des NT-Kerns VMS z.B. extrem ähnlich, was ja auch nicht weiter verwunderlich ist). > Trotzdem gibt es unzaehlige Fahrfehler (bevorzugt beim alten Audio TT, > da viele die Doku nicht gelesen habe, das soll heissen, das sich ein > so geformtes Auto ohne Spoiler einfach dazu neigt hinter auszubrechen). Das wäre dann ein Beispiel für ein Auto mit komplexerer Bedienung. Es gibt aber eben auch Autos mit einfacherer Bedienung. Aber das hat mit dem Verhalten im Verkehr und der Führerscheinprüfung nichts zu tun. Und das ist genau der Unterschied den ich meinte -- ein System kann leicht oder komplex/schwierig zu bedienen sein, das ist völlig unabhängig davon, dass ich immer noch genau wissen muss, was ich eigentlich erreichen will, welche Aufgaben ich zu lösen haben und wie man das am besten macht. Ich kann auch ein Grafikprogramm leicht bedienbar machen. Trotzdem wäre ich da ziemlich aufgeschmissen, weil ich einfach von Grafikbearbeitung, Farbenlehre, Design etc. nicht den blassesten Schimmer habe. Aber wenn ich das Programm mit einer sehr umständlichen und schwierigen Bedienung ausstatte, dann kann eben auch der wirklich gute und erfahrene Grafiker mit dem Programm erstmal nichts anfangen, weil er sich zuerst in die unnötig komplexe Bedienung, in nebensächliche und unwichtige Details einarbeiten muss, die mit der eigentlichen Aufgabenlösung nichts zu tun haben. Und genauso ist das auch bei Administrationsaufgaben. Das Frontend kann einfach bedienbar sein, aber ich muss immer noch genau wissen, was ich da eigentlich einstelle. Aber selbst wenn ich alle Protokolle zu SMTP auswändig kenne und alle Funktionen, Möglichkeiten und Probleme meines MTAs nachts im Schlaf runterbeten kann, bin ich immer noch völlig aufgeschmissen, wenn die *Durchführung* der geplanten Einstellungen auf so unnötig komplizierte Weise wie bei der sendmail.cf passieren muss -- das ist das Problem. Zur Zeit gilt es einfach als hipp und cool bzw. als Beweis der eigenen Genialität, wenn man alles in /etc von Hand per Texteditor bearbeitet. Daran kann man sich toll aufgeilen. Aber zu behaupten, dass wäre das einzig sinnvolle UI zur Administration von Software und Systemen ist einfach ignorant und kurzsichtig. Man kann sehr viel sinnvollere UIs für die Durchführung geplanter Einstellungen bauen, die einem Zugriff auf alle Details bieten, die nicht einschränken und dennoch deutliche Vorteile bieten. Aber das sieht dann nicht mehr so kryptisch aus, der Coolness-Faktor geht verloren und es wird der Eindruck erweckt, jedermann könne das ja mit ein paar Klicks erreichen. Natürlich ist dieser Eindruck völlig falsch, aber ich habe das Gefühl, dass die Angst, eben dieser falsche Eindruck der leichten Administrierbarkeit könne enstehen, blind macht gegenüber den Vorteilen einer solchen Lösung und auch gegenüber den Nachteilen der derzeitigen Arbeitsweise mit direkter Editierung der Konfigdateien. -- Until the next mail..., Stefan. -- ----------------------------------------------------------- Um sich aus der Liste auszutragen schicken Sie bitte eine E-Mail an [EMAIL PROTECTED] die im Subject "unsubscribe <deine_email_adresse>" enthaelt. Bei Problemen bitte eine Mail an: [EMAIL PROTECTED] ----------------------------------------------------------- 837 eingetragene Mitglieder in dieser Liste.

