Eduard Bloch schrieb:
> Und jetzt m�chte ich ReiserFS sehen, das vollst�ndig auf tolle B�ume
> vertraut, wie es sich verhalten wird, wenn da ein St�ck aus der
> Datenstruktur gerissen wird. Ich hatte das bisher nur einmal auf
> einem olen 486er, ReiserFS konnte _nicht_ repariert werden, die
> Dateien waren weder lesbar, noch konnte man sie l�schen.

Der Baum l�sst sich besser retten. Die Reiser-Nodes ergeben in sich 
eine logische Struktur. Das reiserfsck kann ohne jede Vorinformation 
die ganze Platte Sektor f�r Sektor scannen und alle Baumelemente daran, 
dass Sie in's grosse Puzzle passen, ziemlich zuverl�ssig herausfischen. 

Und dann w�ren wir auch schon beim Problem, dass diese und �hnlich 
wichtige Funktionen nur im Source dokumentiert sind (oder waren?). Nach 
einigen Odyseen mit ReiserFS habe ich es schon vor 1,5 Jahren endg�ltig 
beerdigt. Die damals entscheidenden Vorteile (tails und journaling) 
haben sich durch rasant wachsende Hardware-Kapazit�ten sowieso erledigt 
bzw. komplett verlagert.

Den Code von Reiser halte ich nicht per se f�r grauenhaft, aber die 
Bugfixes die selbst in den letzten 12 Monaten (nach sooo langer 
Entwicklungszeit) �ber den �ther kommen, da sind echte Br�ller 
darunter. Insofern denke ich, dass sich sp�testens in zwei Monaten auch 
f�r eine breitere �ffentlichkeit die Diskrepanz zwischen Wunsch und 
Wirklichkeit bei Reiser nicht nur von einem Insider-Publikum 
erschliessen l�sst.

> > ext2 hat mir nach solchen f�llen mehrfach Dateien in /usr/bin o.�.,
> Das ist kein Vergleich, nimm ext3 als Referenz.

Was soll bitte an ext3 besser sein? Dass es Dank Journaling langsamer 
ist, oder die Tatsache, das in dem von den meisten Leuten benutzten 
Modus nur Meta-Daten �ber's Journal gehen und dann auch schon der 
geringste Fehler im Vergleich zu ext2 exponentielle Effekte hat? Ich 
denke nur an das nette ext3 Problem, dass quer �ber das Dateisystem die 
Directoryeintr�ge hunderter einzelne Dateien mit v�llig zuf�lligen 
Werten gef�llt wurden. Das war der Moment, wo ich ext3 (eine Revision 
vor der Integration in den Mainline Kernel) bereits beerdigt hatte. 
Fasse ich auch nicht mehr.

> > FTP-Server gespielt, war bei den ersten Stromausf�llen mit Abstand
> > als erstes wieder oben und hat kein einziges Problem gezeigt.
> Und was garantiert dir, das die Dateien hinterher konsistent waren?
> Ich meine damit vor allem geschriebene Daten.

Kein Linux-Dateisystem, weil es schon prinzipbedingt, keine Garantie 
daf�r hat, was die Platte pysikalisch eigentlich macht. Insofern ist 
die Dateisystem-Diskussion im Zusammenhang mit Verf�gbarkeit oder 
Datensicherheit eigentlich m�ssig. Verf�gbarkeit l�st man mit 
Fail-/Takeover Konzepten, oder wie in obigen Fall mit einer USV. 
Datensicherheit mit Backup. Beides keine Aufgaben eines heutigen 
Dateisystems.

> > Ich bin nach meinen Erfahrungen gegangen, und da hat sich ReiserFS
> > bisher als die bessere Alternative herausgestellt. Nein, 100%
> > problemlos war es nicht, aber es waren weniger als ich mit ext2
> > vorher hatte.
>
> Ich bleibe bei der Behauptung, das Ext3 zuverl�ssiger ist. Ext2
> konnte zu Datenverlusten f�hren, klar, auch zur Besch�digung des

Du bist Dir sicher zu wissen, wie sich ext3/2 intern unterscheiden? 
ext3 ist strukturell identisch zu ext2. ext3 hat nur noch einen 
organisatorischen Vorschalt-Aufsatz, der das Risiko verlagert. Weniger 
kleine, belanglose Probleme und diese auch weniger oft, daf�r h�heres 
Verlustrisiko bei kapitalen Ereignissen.

> Ich suche immer noch nach einer M�glichkeit, im laufenden Betrieb
> IO-Fehler zu faken, um ein Paar realistische Tests zu machen.

Wechselrahmen mit Ein/Ausschalter und ein wenig am Strom knippsen.

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