Moin,

Am Dienstag, den 05.04.2005, 08:36 +0200 schrieb Martin Reising:
> On Tue, Apr 05, 2005 at 12:59:06AM +0200, Jan Kohnert wrote:
> > Joerg Rossdeutscher schrieb:
> > > Das kannst du machen. Dann hast du einen internen DNS, der diese Namen
> > > aufl�st. Alle Rechner da draussen l�sen �ber den "offiziellen" DNS auf,
> > > und der kennt zwar [www.]gesindel.de, nicht aber omaskiste.gesindel.de.

> > Das ist ja, was ich sage, "verbiegen" des DNS.

> Wieso "verbiege" ich das DNS? Ich benutze eine mir zugewiesene Domain, und
> kann damit sicherstellen, das 1.) die daraus generierten MID eindeutig sind 
> und 2.) meine "inoffizielle" Domain nicht f�r etwas anderes normiert wird.

Du "verbiegst" Domains, weil die Hostnamen nicht eindeutig sind. Rechner
im Intranet k�nnen "kiste.gesindel.de" aufl�sen - Rechner im Internet
kennen diesen Hostnamen nicht.

Eine m�gliche Gefahr dabei:

Meine Domain ist "gesindel.de". Das ist so ein typisches
Ein-Euro-Neunzig-Hosting, auf dem meine Website vor sich hin
kompostiert.

Wenn ich jetzt zuhause mit den Hostnamen "ratti.gesindel.de" und
"rattisfreundin.gesindel.de" arbeiten will, muss ich diese Namen selbst
aufl�sen. Das kann ich auf meinem hausinternen Server tun. Damit bin ich
aber auch gezwungen, ALLES f�r "gesindel.de" aufzul�sen. Den MX,
"www.gesindel.de", "gesindel.de", "mail.gesindel.de". Das sind alles
Dienste, die nicht unter meiner Kontrolle stehen. Wenn jetzt der
Provider den MX umbiegt, liefert mein interner DNS f�r interne Anfragen
auf diese Ressourcen Mist. Solche Fehler will man nicht wirklich suchen.

In der Tat mache ich es genau so in der Firma. Da macht das aber auch
Sinn, weil eine entsprechende Infrastruktur vorhanden ist, mit mehreren
Zonen, Post von draussen, Post von drinnen, Laptops die von draussen an
interne Ressourcen wollen - da will man sowas.

Aber zuhause? Da stellt sich mir die Sinnfrage. Eigentlich schon
bekloppt genug, f�r 2 Rechner einen Server zu haben - das ist dann noch
mit Spiel- und Basteltrieb zu erkl�ren.

Ich bin sicher, man kann obige Probleme mit dem Nameserver anders l�sen.
Ich halte es aber einfach f�r �bertrieben. Abgesehen ist es ganz
praktisch, wenn man mal wieder hier und da etwas (ver-)bastelt und Mails
an "[EMAIL PROTECTED]" gleich am Smarthost von T-Online scheitern. Ups. Soweit
sollten sie eigentlich gar nicht kommen...



> > Entweder h�ng ich mit "offizieller" domain im Netz un ALLE meine Namen
> > werden �ffentlich aufgel�st,
> 
> Wer, au�er dir, fordert das? Es gibt Firmen die ein /16 besitzen und
> benutzen, deren externe DNS aber nur eine handvoll Namen aufl�sen; forward
> und reverse.

Ich fordere das auch. F�r mich. Der �bersicht wegen.

> > oder ich hab ein privates Netzwerk und dann mu� ich daf�r sorgen, das meine
> > Namen intern korrekt aufgel�st werden, am besten aber mit inoffizieller
> > domain
> 
> Wohin das f�hrt sehen wir ja hier sehr sch�n. 

Naja - prinzipiell ist fast alles, was gar keinen Punkt enth�lt, illegal
und somit verwendbar. Es gibt �berhaupt nur extrem wenige Ausnahmen:
local, localhost, invalid - mehr fallen mir jetzt nicht ein. Warum man
ausgerechnet das etablierte "local" nehmen musste und nicht einfach
IRGENDWAS anderes - zum Beispiel "autoconf" oder "zeroconf" oder
"__rendezvous" werden wir wohl nie erfahren. Aber es war bestimmt bl�der
"local" umzudefinieren als es zu verwenden.




> > Also: privates Netz: Inoffizielle Domain. Und ich wiederhole mich: Ich kann 
> > nicht verstehen, warum im RFC 2606 die inoffizielle Domain ".local" nicht 
> > dabei ist. Nun ist jeder mit privatem Netzwerk gezqungen, auf ".invalid" 
> > oder 
> > die anderen M�glichkeiten umzustellen. Ich kann ja nachvollziehen, da� auch 
> > f�r inoffizielle Domains ein Standard hermu�, aber dann bitte richtig.
> 
> Entweder verlassen niemals Daten dieses private Netz, dann ist die TLD
> belanglos.
> Verlassen Daten dieses private Netz, dann ist sicher zu stellen das aus dem
> FQDN generierte MID eindeutig sind. Also m�ssen die Domainname in dieser TLD
> registriert werden. Das existiert schon.

Das ist technisch korrekt.

Technisch korrekt w�re es auch, die Konfigdatei f�r exim unter dem Namen
"000oooOOOO0ooooooOO00OoO.conf" abzuspeichern. Aber man macht sich das
Leben einfach, weil das �bersicht-behalten f�r Menschen schwieriger ist
als f�r Rechner. :-)

Wenn ich in einer Logdatei feststelle, da� etwas sich als "@local"
identifiziert, obwohl es eigentlich nach draussen sollte, dann ist das
erstmal einfacher, als mir zu �berlegen, welcher Mailserver im
Received-Header welchen DNS befragt hat, um den Hostnamen aufzul�sen,
und ob der jetzt "ratti.gesindel.de" h�tte kennen m�ssen oder nicht.


> > > Zun�chst mal ist "ratti.local" genauso hierarchisch wie
> > > "ratti.gesindel.de", nur eben "eins h�her".
> 
> local. ist Freiwild und wird nicht von dir Kontrolliert. gesindel.de. geh�rt
> dir und du kannst darin deine eigene Strukturen umsetzen.

Wenn mir der DNS "geh�ren" w�rde. Das ist f�r den Heimanwender aber
selten der Fall, und dann wird es komplex.

> > > Zum zweiten gibt es erstmal keinen Grund, die interne Kommunikation als
> > > Teil der Internet-Hierarchie zu begreifen und es dem unterzuordnen. Kann
> > > man machen - muss man aber nicht.
> 
> Es ist kein in sich geschlo�enes Netz, denn es kommuniziert mit dem Internet.

Man kommt heutzutage von jedem Kabel in jedes, wenn man nur weit genug
hinterherkrabbelt, und irgendwo hat bestimmt jemand ein Ethernetkabel an
eine Wasserleitung gel�tet. :-)

Trotzdem w�rde ich bei einer Maskierung oder einem Proxy nicht mehr von
direkt verbundenen Systemen mit gemeinsamer Logik sprechen.

Gru�,
Ratti



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 -o) fontlinge | Fontmanagement for Linux | Schriftenverwaltung in Linux
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