Matthias Taube <[EMAIL PROTECTED]> wrote: > Florian schrieb: > >> "Sarge" läuft mega und extrem bunt! >> Und "neu(er)" bedeutet nicht "besser" oder das was du ggf. erwartest! > > Eins muss man Debian ja lassen - im Ausreden erfinden für veraltete > unsichere Software sind die einsame spitze.
Wo siehst du den Zusammenhang zwischen "veralteter unsicherer Software" einerseits und dem Debian-release-Zyklus andererseits? Die lahmen Kernel-Updates sind AFAIK eine Frage der Kernel- und Buildd-Infrastruktur, und der (wo)manpower, mit sarge oder etch oder sonstwas hat das nichts zu tun. Firefox is a mess, aber da gab es ja eine praktikable Lösung, und zwar wenige Wochen nach sarge's release. > Anstelle zu sagen "das Basisdemokratische System lässt ein vernünftiges > Releasemanagement nicht zu" Da magst du recht haben. Vielleicht belehrt uns etch eines besseren? > oder "im Zweifelsfall wird der > Fundamentalismus IMMER über die Anwenderinteressen gestellt" Diesen Satz finde ich eine ziemliche Unverschämtheit. Wahrscheinlich zeigt er aber nur, dass du dich mit den Problemen, die du hier andeutest, nicht genau auseinandergesetzt hast, und daher nicht genau schildern kannst, wo "Fundamentalismus" am Werk war oder ist, und wo dieser über "Anwenderinteressen" gestellt wurde. Ach ja, welche Anwender? Was ist nochmal die Zielgruppe von Debian? > verschleisst man lieber einen Releasemanger nach dem anderen Wie meinst du das? Wir haben neulich einen Stable-Releasemanager "verschlissen", aber das sonstige Release-Team arbeitet recht kontinuierlich. Und dass einer der Release-Manager während der Vorbereitung von sarge aufgehört hat kann man IIRC nicht gerade mit "Verschleissen" bezeichnen, da ging es um anderes; jedenfalls wure es gut aufgefangen, und ich bin nicht sicher, ob und wie sich das auf den Releaseprozess ausgewirkt hat. > und redet > sich ein, das veraltete Software doch viel besser sei, weil keiner etwas > neueres benötige. Die Begründung ist falsch. Aber das veraltete Software manchmal besser geeignet ist, das stimmt einfach. Man sieht es auch an den Leuten, die immer noch woody verwenden. > Debian hat viele Vorteile gegenüber den anderen Distris, da muss man > sich die Probleme wirklich nicht schönreden. Tut man das? Offenbar muss ich, wenn ich mal so richtig Wohlfühlkommunikation brauche, auch noch debian-project lesen... Gruß, Frank -- Frank Küster Single Molecule Spectroscopy, Protein Folding @ Inst. f. Biochemie, Univ. Zürich Debian Developer (teTeX)

