Moin Thorsten

Thorsten Haude wrote:

Trotzdem w�rde ich gerne wissen, wie die Sache passieren konnte,
besonders:
- An welchen Stellen au�er in /usr/src/linux werden Informationen �ber
den Kernel aufbewahrt, vor allem solche, die durch 'make dep', 'make
clean' und ihre Kumpels nicht beeinflu�t werden?
- Wie ist der Zusammenhang zwischen /usr/src/linux und
/lib/modules/$version?

Ich verstehe zwar auch nicht viel von dem Thema, aber vielleicht f�hlt sich jemand, der davon etwas versteht, animiert, mein m�glicherweise nur so von Unsinn strotzenden Geschreibsel zu korrigieren. ;-)

Meines Wissens liegt - falls Du nicht in den verschiedenen makefiles innerhalb des src-Verzeichnisses h�ndisch eingegriffen hast - nichts au�erhalb dieses Verzeichnisses. Es landen dann nur die "Endprodukte" in /usr/lib und Deinem boot-Verzeichnis (/ oder /boot normalerweise). Das auch wieder mehr oder weniger automatisch. Abh�ngig davon, welchen Weg du nimmst.

Allerdings bleiben alle "Zwischenprodukte" innerhalb des src-Verzeichnis liegen. Diese Dateien werden beim n�chsten Bauen des Kernels mitbenutzt, obwohl du die entsprechenden Config-Parameter vielleicht schon wieder deaktiviert hast. Um hier trotzdem einen sauberen Stand hinzubekommen, gibt es die make-Parameter clean, mrpropper und was wei� ich noch, die in verschiedener Gr�ndlichkeit diese Zwischenprodukte l�schen.

M�glicherweise gibt es noch eine andere Fehlerquelle. make *config ist intelligent. Verschiedene Parameter h�ngen voneinander ab. Wenn Du die Datei manuell bearbeitest, k�nntest Du diese Abh�ngigkeiten missachten und "unresolved symbols" erzeugen.

F�r den Namen des Kernels gibt es auch wieder verschiedene Parameter (s. Makefile): VERSION, PATCHLEVEL, EXTRAVERSION, ..., die man (teilweise) als Umgebungsvariablen setzen kann. Damit entsteht dann z.B. so ein Kernelname:

Linux flinker 2.4.18-erno.005 #1 Tue Sep 24 21:44:13 CEST 2002 i686 unknown
^^^^^^^^^^^^^^^
Genau dieser Name bestimmt dann auch den Namen des zugeh�rigen Modulverzeichnisses:

erno@flinker:/usr/src/linux$ ls -l /lib/modules
total 7
drwxr-xr-x 12 root root 1024 May 20 2002 2.2.19-ide
drwxr-xr-x 4 root root 1024 Sep 11 23:52 2.4.18
drwxr-xr-x 4 root root 1024 Aug 18 20:31 2.4.18-DMA
drwxr-xr-x 4 root root 1024 Sep 14 00:07 2.4.18erno0003
drwxr-xr-x 4 root root 1024 Sep 21 16:16 2.4.18-erno.004
drwxr-xr-x 5 root root 1024 Oct 6 19:36 2.4.18-erno.005

Wenn Du also Dein urspr�ngliches config-file aus dem /usr/src/linux wegsicherst, dann dort ein make mrproper clean ... (schau in die Doku, was es alles gibt und was notwendig ist) machst, Dein lib-Verzeichnis l�schst (oder lieber erst einmal umbenennst), m�sstest Du wieder einen sauberen Ausgangszustand bekommen. Zu vergessen ist dabei nat�rlich auch nicht, die notwendigen Schritte bzgl. Module durchzuf�hren.

Sorry, dass ich mich so allgemein ausgedr�ckt habe. Ich schreibe es lieber so, als falsche Begriffe zu verwenden. Mein Ged�chtnis... ;-)
Au�erdem mache ich das mittlerweile alles mit make-kpkg. Dann dauert ein Kernel zwar etwas l�nger (weil von Hause aus wohl gr�ndlich aufger�umt und neu compiliert wird), aber man kann nicht so viel vergessen. Nur der letzte Schritt (lilo) gef�llt mir standardm��ig nicht so ganz. Das mach ich lieber manuell, weil ich den bisherigen Kernel mit dem bisherigen Namen dort eingetragen haben m�chte.

Ab nach /dev/null ?

Gru�
R�diger
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