On Sat, Mar 22, 2003 at 08:59:25PM +0100, Juergen Sauer wrote:

> Am Samstag, 22. M�rz 2003 15:14 schrieben Sie:
> 
> > > Und weiter hin mit KDE 2.2.2 arbeiten zu m�ssen ? - nein Danke.
>  
> > Das ist persoenliche Geschmackssache, du kannst dein System sobald du 
> > den ersten Backport eingespielt hast aber eigentlich nicht mehr als
> > "Debian/Woody 3.0r1" bezeichnen.
> Haarspalterei.

Nein. "Debian/Woody 3.0r1" ist eine genau definierte Menge an Paketen.

Wenn du behauptest "bei einer aktuellen Debian/Woody 3.0r1" wuerde so 
ein Problem auftreten, selbiges tritt aber nur auf wenn zusaetzlich 
irgendwelche Backports installiert sind, dann ist deine Aussage schlicht 
und ergreifend falsch.

>...
> > Wenn du auf Clients immer die aktuellste Software moechtest faehrst du
> > vermutlich mit einer SuSE besser.
> :->> Bist Du Wahnsinnig ? <<-:
> Die zerlegen sich Doch bei jedem Update.

Mit einem dutzend inoffiziellen Quellen in der sources.list ist eine 
Debian da aber auch nicht mehr besser...  :-(

> > Dass "wichtige Bugfixes" nicht in stable kommen ist Absicht. Das Problem 
> > ist dass auf ein halbes Dutzend Bugfixes ein neu eingefuehrter Bug 
> > kommt. Manches geht vielleicht nicht, aber das was geht wird auch in 
> > einem Jahr noch funktionieren.
> 
> > Das ist auf Servern in Produktivumgebungen ein nicht zu 
> > unterschaetzender Vorteil.
> 
> Manchmal zerst�rt das aber auch v�llig die die Funktion eines Paketes.
> (Beispiele: apt-file, unixODBC).

Es wird keine Funktionalitaet zerstoert, es fehlt hoechstens 
Funktionalitaet. Aber das was funktioniert wird mit _sehr_ hoher 
Wahrscheinlichkeit auch nach dem naechsten dist-upgrade noch 
funktionieren.

> > Man koennte viel machen, es gibt so Probleme wie z.B. dass es auch dann 
> > noch passieren kann dass durch Abhaengigkeiten zwischen Bibliotheken 
> > zwei verschiedene Versionen der gleichen Bibliothek gleichzeitig in ein 
> > Programm gelinkt sind die du auch damit nicht zwangslaeufig loest.
>  
> > Eine Debian stable hat viele Leute die daran mitentwickeln und vor allem
> > viele Leute die die Software gestestet haben und auf solche Probleme vor
> > dir stossen - den Vorteil gibst du damit auf.
> 
> Allerdings gibt man auch den R�ckhalt bei den Nicht-Debian Entwicklern auf, wenn
> man zwingende Bed�rfnisse ignoriert, (Moderner Desktop), stehen lassen von critical 
> Bugs,
> (sind wir in Redmond?).

Was "zwingende Bed�rfnisse" sind ist fuer jeden anders. Wenn man z.B. 
einen kleinen Webserver betreibt dann ist es oft wichtig dass es 
Security-Fixes gibt und dass alles stabil laeuft. Ob die verwendete 
Apache-Version aktuell oder zwei Jahre alt ist ist dabei fuer viele 
Leute nebensaechlich.

Die langen Zeiten zwischen Releases waren fuer mich auch der Grund 
dafuer warum ich seit ueber einem Jahr kein Debian-Entwickler mehr bin 
[1], im Endeffekt kannst du ausser der Moeglichkeit Entwickler 
persoenlich auf die Wichtigkeit haeufigerer Releases hinzuweisen da 
keine grossen Moeglichkeiten ausser entweder zu akzeptieren dass
Debian 3.1 wohl erst 2004 rauskommen wird oder die Distribution zu 
wechseln.

Dein "stehen lassen von critical Bugs, (sind wir in Redmond?)" ist 
uebelster unsachlicher Populismus. Dein Beispiel kurz vorher war dass in 
apt-file keine Proxy-Unterstuetzung ist. Das waere ein "wishlist" Bug.
Bitte nenne konkrete "critical Bugs" in Debian 3.0 oder nimm deine 
Aussage zurueck.

> > Wenn man neuere Pakete _wirklich_ braucht sind Backports in Ordnung, man
> > sollte sich aber bewusst sein dass man damit einen grossen Vorteil von
> > Debian aufgibt und durch schlechte Backports spaeter Probleme haben kann
> > (z.B. wenn es dadurch Probleme beim Upgrade auf die naechste Debian
> > stable gibt oder es fuer den Backport einen wichtigen security fix nicht
> > gibt).
> 
> Dessen sollte sich jeder bewust sein, der ein Backport einsetzt.
> Der riesige Umbruch uur Zeit (gcc-3.2/glibc 2.3.x) halten mich sehr davon ab direkt 
> unstable/testing Pakete zu verwenden und gegebenenfalls ein testing/unstable Paket 
> �ber den Sourcecode einzu passen.

Die nach der g++-3.2-Transition gebackporteten Pakete sind aber manchmal
falsch gebackportet und dadurch schlechter als die Pakete in unstable.
Lies dazu z.B. meine Diskussion mit Ralf Nolden auf debian-kde und
debian-x bezueglich seinem inkorrekten Backport von XFree86 4.3.

> Mir ist aber auch klar, da� man nicht beides haben kann.
> 
> Vielleicht sollte man diskutieren, ob es nicht Sinn macht, eine weitere "Release" 
> Stufe
> einzuf�hren.
> 
> Wie w�re es mit Debian/Desktop - statt Debian/stable ?
> 
> Eine /Desktop Variante k�nnte auf einen Desktop ausgelegt sein - mit aktuellen 
> Destop-
> umgebungen. Man k�me dann auch aus dem Dilemma mit den Definitionen 'raus, 
> Debian/stable /testing /unstable /desktop....
> 
> ICh denke der Vorschlag ist diskussionw�rdig.

Dazu habe ich schon mehrere Diskussionen in diese Richtung mitbekommen. 
Seitdem ist zwar viel Wasser die Isar heruntergeflossen aber ansonsten
nichts passiert...

Ich habe meine persoenliche Backport-Kollektion die mein persoenlicher 
Kompromiss zwischen Stabilitaet und aktueller Software ist [2] und alles 
andere interessiert mich erst dann wenn es tatsaechlich implementiert 
ist.

> mfG
>       J�rgen

Gruss
Adrian

[1] http://lists.debian.org/debian-devel/2002/debian-devel-200201/msg02160.html
[2] http://www.fs.tum.de/~bunk/packages/

-- 

       "Is there not promise of rain?" Ling Tan asked suddenly out
        of the darkness. There had been need of rain for many days.
       "Only a promise," Lao Er said.
                                       Pearl S. Buck - Dragon Seed


-- 
Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): 
http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/

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