Juergen Sauer <[EMAIL PROTECTED]> writes:

> Am Freitag, 8. August 2003 17:46 schrieb Sven Rudolph:
> > Juergen Sauer <[EMAIL PROTECTED]> writes:

(Zwecks �berblick die relevanten Punkte:
3. incremental Backup
6. gro�e Partitionen sichernd (Part. >> tapemedium)
9. desaster recovery
11. transparent und nicht st�rend im Hintergrund arbeitend)

> > 3 - kein Problem
> Wie konfigurierst Du das ?

OK, ich nehme mal an, da� inkrementell bedeutet, da� sich
nicht-Full-Backup stets direkt auf ein Full Backup bezieht. Wenn du
das anders meinst, m��ten wir uns begrifflich einigen.

       bumpdays int
              Default:  2.   To  insure  redundancy in the dumps,
              Amanda keeps filesystems at  the  same  incremental
              level for at least bumpdays days, even if the other
              bump threshold criteria are met.

Wenn bumpdays also deinem Backup-Zyklus entspricht (hinreichend gro�
ist), gibt es nur Full Backups und Level-1-Backups.

> > 6 - man mu� halt die Datenhaufen selbst mittels exclude-Pattern aufteilen
> Das ist ja wohl ein Witz ?
> Das ist hier kein Datenhaufen sondern ein regul�r arbeitender Betrieb,
> alleine die 3-Monats Filebackups der Datenbanken sprengen jedes
> Tape.

Willst du sagen, da� einzelne Dateien nach Kompression nicht auf ein
Band passen? In diesem Fall hast du mit amanda wirklich ein Problem.

Mal etwas Praxis: Ich mach w�chentlich eine komplette Sicherung, das
sind (nach gzip-Kompression) 1 TB, auf 10 B�nder a 110 GB. Das ist ein
regul�r arbeitender Betrieb. Insofern ist mir nicht klar, was du
machst, damit es bei dir nicht geht.

> > 9 - ich sehe kein Problem; was fehlt dir?
> Ich habe in den Amanda Dokus keine klaren Hinweise gefunden, wie man
> ordentlich eine einzelne Datei von einem Tape Restauriert, 
> den Backup Server resauriert nach einem Totalschaden,

In docs/RESTORE steht das f�r mehrere Fehler-Szenarien. Amanda nutzt
normale Werkzeuge, also tar (mache ich) oder dump. Man kann die B�nder
also auch ohne Amanda einlesen.
 
> Wie stellt man die indices wieder her ?

Indem man sie von Band r�cksichert.

> Wie liest man ein einzelnes Band wieder ein ?

Mit tar.

> Wie erstellt man ein inhaltsverzeichnis ?

Indem man es von Band r�cksichert.

> Hier hatte mir Tapeware/Novell am besten gefallen, da wurde die komplette
> Index DB ans letzte Sicherungsband angehh�ngt.

Genau so funktioniert amanda nicht. (Prinzipiell k�nnte man aus dem
Archiv den Index bauen, aber das hat wohl noch keiner gebraucht.)

> Ich meine tats�chlich "nicht st�rend im Hintergrund laufend",
> amanda drainiert alle verf�gbare CPU clientseitig sobald der
> dumper anl�uft ebenso zert es den verf�gbaren Ram auf.  Es kommt
> mir vor, da� zuerst in einem Burst alles durchgek�mmt und "angelesen" 
> wird. (Verzeichnisse). Wenn Du auf 6 Partionen sechs mal ein 
> "find . -xdev" machst, wei�t Du was ich meine ... Wenn Du auch noch die
> Ergebnisse verarbeitest (in ToDo List, pipe in ein tar cz -|send to senddata)
> Dann herschet auch bei nicht allzu gro�en Abteilungsservern Augenstillstand !

Das wundert mich sehr. Mit maxdumps stellt man die maximale Anzahl von
parallelen L�ufen pro Client ein, der default ist 1. ps m��te dir ja
sagen, welche Prozesse und wieviele sich da besch�ftigen. 6 parallele
finds auf einer Platte ist nun mal unsinnig, aber man mu� amanda ja
nicht extra so konfigurieren.

Ansonsten klingt das nach GNU Tar, das zuerst den Index der Dateien
aufbaut und anschlie�end sortiert. Bei vielen kleinen Dateien (z.B. 50
GB als Dateien mit ca. 20 kB ...) braucht es da in der Tat sehr viel
CPU. Das ist wohl einer der wenigen F�lle, wo man statt tar dump
nehmen mu�.

Amanda ist modular, es nutzt andere Programme zur Datensicherung. Man
m��te wohl die Sortiererei in GNU Tar abschalten, die wohl nur dazu da
ist, Hardlinks zu erkennen und die Datei dann nur einmal abzuspeichern.

Ansonsten viel Spa� mit afbackup; ich habe es mir auch grade mal
installiert, um es wieder mal anzugucken ...

        Sven
-- 
Sven Rudolph <[EMAIL PROTECTED]>                http://www.sax.de/~sr1/


--
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