Das Problem eines Mail-�berlaufs glaube ich mit meinen begrenzten
Kenntnissen einigerma�en brauchbar mit einer Kombination aus mailfilter,
fetchmail, exim und mutt gel�st zu haben.

Als Beispiel f�r diesen Beitrag verwende ich 3 eigene ISP Mail Accounts:

        1.) f�r meine private Mail
        2.) f�r die deutsche Debian-Liste
        3.) f�r die englische Debian-Liste

Mit 'fetchmail' hole ich diese Mails auf meinen localen Rechner.

Den genannten externen ISP Accounts entsprechen bei mir 3 locale User
Accounts: Jedes ISP Account wird bei mir local unter einer eigenen
User-ID in '/var/mail/<uid>' abgelegt:

Um meine private Mail zu lesen, logge ich mich als User "wwf" ein, so
da� 'mutt' automatisch auf '/var/mail/wwf' zugreift. Entsprechend logge
ich mich f�r meine Debian-Listen als wwf0 und wwf1 ein.

F�r meine Mailverarbeitung verwende ich ein zentrales bash script, das
gew�hnlich cron-gesteuert aufgerufen wird, nachdem mein Rechner von
einer externen simplen 220V-Schaltuhr gestartet wurde.

Der entscheidende Vorteil f�r mich liegt darin, da� jedes ISP Account
getrennt f�r sich verarbeitet wird:

        a) 'mailfilter' mit Account-spezifischer 'mailfilterrc'
        b) 'fetchmail'  mit Account-spezifischer 'fetchmailrc'

Auf diese Weise gen�gen mir wenige spezifische Filterbedingungen, um
fast s�mtliche Spams bereits beim Provider abzufangen, so da� meine
online-Zeit schlank bleibt.

Z.B. l�scht mein 'mailfilter' im ISP-Account f�r die deutsche Debian
Liste mit folgenden 2 Filterbedingungen fast s�mtliche Spams:

DENY<>^X-Mailing-List:[EMAIL PROTECTED]
DENY=^Content-Type:.*text/html

(L�sche jede Mail, die unter der Rubrik "X-Mailing-List:" NICHT
        "[EMAIL PROTECTED]" eingetragen hat;
 L�sche jede Mail, die unter der Rubrik "Content-Type:"
        "text/html" eingetragen hat, also einen html-Text enth�lt.)

Solche spezifischen Filter kann ich nur anwenden, wenn ich nicht eine
einzige, allgemeine 'mailfilterrc' sondern mehrere, an die verschiedenen
ISP-Accounts angepa�te 'mailfilterrc's verwende.

Meine Mail unter verschiedenen User-Ids abzulegen, erlaubt mir, mich
parallel unter diesen User-IDs einzuloggen, so da� ich zwischen meiner
privaten Mail und den �ffentlichen Debian Listen hin- und herschalten
kann. Vor allem brauche ich meine umfangreichen Listen-Mails nicht mehr
local nach Spam zu durchsuchen, da hier fast keine Spams durchkommen;
bei meiner privaten Mail finden sich (bislang) manchmal 1 - 3 Spams,
aber die sind bei meinem geringen privaten Mailaufkommen schnell
entdeckt.

(Mein genanntes cron-gesteuertes bash script begrenzt die Downloadgr��e
auf 16K, um eventuell durchgerutschte Riesen-Spams zu vermeiden; rufe
ich das script interaktiv auf, fragt es nach dem ersten Durchgang nach,
ob das ganze noch einmal f�r Mail jeder Gr��e wiederholt werden soll.)

Insgesamt sammle ich meine Listen-Mails in Monatsdateien, die ich sp�ter
mit gzip komprimiere. Meine Account-spezifischen 'mailfilter'-Logdateien
werden unter '/var/log/mailfilter/' abgelegt, wo sie 'logrotate'
unterliegen. Hier sehe ich gelegentlich nach, ob doch einmal eine gute
Mail f�lschlich gel�scht wurde.

Sollte sich jemand f�r die dargestellte Mailverarbeitung n�her
interessieren, bin ich bereit, meine relevanten Dateien als 'tar'-Anhang
(der die Verzeichnisse ber�cksichtigt) in die Liste zu stellen, wobei
die meisten dieser Dateien (englisch) kommentiert sind; eine zentrale
Darstellung habe ich noch nicht zuwege gebracht.

F�r Verbesserungsvorschl�ge bin ich nat�rlich dankbar; insbesondere
d�rften so viele uid's pro Anwender auf �ffentlichen Workstations nicht
m�glich sein.


-- 
Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): 
http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/

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