Hi,

Timo Eckert schrieb am Donnerstag, 11. M�rz 2004 um 14:19:10 +0100:
> ein Kunde von mir m�chte eine HA-L�sung auf Debian-Basis haben.
> Da ich in dem Bezug 0 Erfahrung habe, wende ich mich vertrauensvoll an diese Liste. 
> ;)

Ich hoffe, Du mu�t nicht unter Zeitdruck arbeiten, denn ohne Erfahrung
musst Du viel testen.

> Also der Aufbau soll folgender sein:
> 
> 2 Webserver
> 2 Datenbankserver
> 1 Loadbalancer sowohl f�r Webserver als auch f�r den Datenbank-Server.
> 
> Mein Problem ist nun, ich habe keinen blassen schimmer, wie ich die Daten auf den
> jeweiligen Maschinen syncron halte. Vor allem im Worst-Case, wenn eine Maschine 
> fehlt.
> 
> Soweit ich den Kunden richtig verstanden habe, soll als Datenbank-Server mySQL 
> laufen.
> Ich meine da was geh�rt zu haben, dass mySQL4 ein sogn. HotReplicant unterst�tzt.
> Also die Datenbanken auf 2 Servern syncron zu halten. Is da was dran?
> 
> Ein Bekannter wiederrum meinte, ich sollte den Krempel in Clustern verwalten.
> Macht das Sinn? Ich mein bei jeweils 2 Servern? W�re der Arbeitsaufwand daf�r nicht 
> zu hoch?

Erstens stellt sich mir hier die Frage, ob die Datenbanken nur f�r die
Webserver da sind, also die typische Anwendung f�r dynamische Webseiten,
oder ob da noch anderes dranh�ngt. Ich gehe jetzt mal von ersterm aus.

1. Loadbalancer und Webserver: kein problem f�r statische Anfragen,
   Software: schau Dir mal "pen" an.
   Problem: Datenabgleich, also �nderung auf einem Server mu� auf
   anderem Nachgezogen werden. 
   M�gliche L�sung: �nderungen nur auf einem Server zulassen und
   syncronisieren, z.B. rsync
   Problem: Uploads �ber Webseiten von Usern. Mu� vom Loadbalancer
   sichergestellt sein, da� das immer auf dem gleichen Rechner landet,
   dazu kenn ich pen zu wenig.

2. Loadbalancer und SPOF (Single Point of Failure): Es ist zwar sch�n,
   wenn Du die Webserver redundant hast, aber was machst Du wenn der
   Balancer ausf�llt.
   m�gl. L�sung: den Loadbalancer �berwachen und bei Ausfall die IP des
   Balancers auf einen Webserver �bernehmen. Kann man gut mit heartbeat
   realisieren, sogar bei Ausfall von Balancer und erstem Webserver, die
   dritte Maschine die Daten ausliefert. 

3. Loadbalancer und Datenbank, hier MySQL.
   vergiss es.
   MySQL hat ein Replicationsmechanismus, der auch sehr gut
   funktioniert, aber nicht bei gleichzeitigem Zugriff in beide
   Richtungen.
   Ich habe eine Art Cold-Standby mit MySQL realisiert, da bei meiner
   Anwendung sichergestelt ist, da� immer nur einer der beiden
   MySQL-Server aktiv ist, zumindest pro DB. D.h. der eine Server ist
   Master f�r den anderen und umgekehrt.
   Hier kommt jetzt meine obige Annahme ins Spiel, da� die DB-Server nur
   von den Webservern benutzt werden:
   Ich kann mir _keine_ Anwendung vorstellen, bei der 2 Webserver einen
   Datenbankserver derma�en auslasten, das ein Loadbalancing auf mehrere
   n�tig ist. Dann w�ren entweder die Hardware der Webserver �ber- oder
   die des DB-Server unterdimensioniert. 
   Wenn also wirklich die DB-SErver nur von den Webserver benutzt
   werden, k�nntest Du eine solche Zwei-Wege-Replikation realiseren.
   Wenn Du die Webserver-Applikationen auch noch dazu bringst nur �ber
   TCP/IP mit dem DB-Server zu kommunizieren, dann kannst Du wiederum
   mit heartbeat eine Redundanz aufbauen.

> Ich freu mich �ber jeden konstruktiven Beitrag. :))

Viel Spa�, das ist eine sehr gro�e Menge Arbeit.

-- 
J�rg Friedrich


-- 
Haeufig gestellte Fragen und Antworten (FAQ): 
http://www.de.debian.org/debian-user-german-FAQ/

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