Gruesse!
* Christoph Klein <[EMAIL PROTECTED]> schrieb am [13.09.04 15:46]:

> > Wie hast du den Kernel kompiliert? Debian-konform mit make-kpkg oder
> > per Hand (mit make ...)?
> 
> ich habe ihn �ber make kompiliert und dann die arch/i386/boot/bzImage als
> Kernelimage genommen, jeweils dann ins /boot Verzeichnis kopiert, mit lilo
> korrekt verkn�pft und lilo dann auch ausgef�hrt.
> Die Module gewohnterweise mit make modules und danach make modules_install.
> Die Debian Variante mit make-kpkg scheint mir irgendwie unn�tig kompliziert
> zu sein ;-)

Glaube mir, ist sie nicht. Wenn du dich irgendwann mal etwas damit 
besch�ftigen solltest wirst du mir recht geben. Gerade jetzt in deinem 
Fall, wo du mit unterschiedlichen Konfigurationen experimentieren mu�t.

> hmm... also ich habe hier am Windows-PC mit neuem Asus SK8V im Ger�temanager
> IRQs bis 21, das w�re eine ersehnte Erkl�rung daf�r, danke :-)
> 
> Soweit ich das nun verstanden habe, bedeutet ACPI unter anderem, dass es
> beispielsweise
> egal ist, welche IRQs das Bios den Ger�ten zuordnet, das Betriebssystem kann
> dieses dann
> selbst ggf. anders erledigen, unabh�ngig vom Bios.
> Inwiefern steht APIC damit im Zusammenhang ?

Das *ist* APIC. ACPI (beachte die Buchstabenandordnung) ist f�r 
Power-Management zust�ndig.

> Abgesehen von APIC - funktioniert IRQ _sharing_ selbst andererseits nur,
> wenn ACPI vom Kernel unterst�tzt wird ?

Ich bin nicht der Hardware-Experte, aber IRQ-Sharing ist reine Sache 
des BIOSes bzw. des PCI-Busses. Unabh�ngig von A*PI*C

[Kernel-Config...]

> > Ist ok, dein BIOS ist IMHO nicht ACPI-f�hig.
> 
> hmm... bedeutet das, dass auch kein IRQ sharing m�glich ist ?

Nein, A*CP*I ist Power-Management.

> > > # Bus options (PCI, PCMCIA, EISA, MCA, ISA)
> > > #
> > > CONFIG_PCI=y

[PCI-Einstellungen...]
Bei Einstellungen, die unklar sind, meinte ich da� du da besser die 
Vorgaben ("If you don't know what this is, then say yes/no") nimmst.

[Logfile...]
> 
> > > Sep 12 15:49:17 server kernel: Cannot find map file.

Trotzdem geh�rt f�r mich die System.map zum jeweiligen Kernel.

> nun, so ein �hnliches Problem hatte ich ja mit der realtek-karte ( 8139too
> wurde nicht geladen, dmfe schon,
> de4x5 probiert (karte ausgebaut)), aber dann fand ich heraus, dass es neben
> der /etc/modules.conf und der
> /etc/modprobe.conf eine weitere datei gibt - /etc/modules. Darin stand dmfe
> und de4x5, das habe ich soweit
> hinreichend ge�ndert/angepasst, dann war das Problem gel�st.
> 
> Testweise lie� ich die Datei /etc/modules mal komplett leer, um zu testen,
> ob der Kernel dann dmfe automatisch l�dt - tat er nicht.

Die /etc/modules.conf fasst man nicht an. Das steht auch am Anfang der 
Datei. Diese wird jedesmal nach Modul-�nderung �berschrieben.
Debian-like ist: Module, die beim Starten gebraucht werden, werden in 
die /etc/modules eingetragen. Optionen zu den Modulen in die jeweiligen 
Files unter /etc/modutils. Der Befehl update-modules generiert dann die 
/etc/modules.conf. Eine /etc/modprobe.conf habe ich hier nicht, ist 
aber vielleicht eine Spezialit�t des 2.6.x-er Kernels.

> > > Sep 12 15:49:17 server kernel: ACPI disabled because your bios is from
> 98
> > > and too old
> > > Sep 12 15:49:17 server kernel: You can enable it with acpi=force
> >
> > Ist klar, oder?
> 
> jo, welche Anforderungen stellt denn das ACPI des Kernels an das Bios ?
> bzw. gibt es eine Art Richtwert, ab welcher Mainboardgeneration
> (penium1/p2/p3/p4/k5/k6/athlon(k7)/k8) es funktioniert ?

Keine wirkliche Ahnung.

> hmm - dh die Meldung:
> > Sep 12 15:49:17 server kernel: Found and enabled local APIC!
> bedeutet nur, dass der Kernel APIC aktiviert hat, aber nicht, dass es auch
> funktioniert in Form der Interaktion mit der APIC Hardware?

Deshalb IMHO *local* APIC des Kernels. Da das dann eine einseitige 
Richtung ist k�nnte ich mir vorstellen, das es da zu Problemen kommen 
kann-

[neues Logile...]

> also die APIC Sache ist nun weg, doch beide IRQ routing conflicts existieren
> noch.
> 
>  Sep 13 14:54:00 server kernel: BIOS-e820: 000000000bfe0000 -
> 000000000bff8000 (ACPI data)
> Sep 13 14:54:00 server kernel: BIOS-e820: 000000000bff8000 -
> 000000000c000000 (ACPI NVS)
> 
> K�nnte das bedeuten, dass ACPI auch seitens des Bios doch verf�gbar ist ?
> :-)
> wenn ja, beeinflusst das die M�glichkeit IRQ sharing zu aktivieren ?

Keine wirkliche Ahnung. Schau ins Mainboard-Handbuch oder Datenblatt. 
IRQ-Sharing hat mit A*CP*I nichts zu tun.

> Einige Dinge sind dabei auch seltsam:
> 
> Sep 13 14:54:00 server kernel: serio: i8042 AUX port at 0x60,0x64 irq 12

Deine PS/2-Tastatur/PS/2-Maus bzw. der PS/2-Port. Standard ist IRQ 12.

> es scheint hier noch etwas auf irq12 zu sein. in der bios-tabelle wird es
> aber nicht angezeigt - in /proc/interrupts auch nicht:
> 
>            CPU0
>   0:    1325051          XT-PIC  timer
>   2:          0          XT-PIC  cascade
>   9:         34          XT-PIC  HFC PCI
>  10:          1          XT-PIC  HFC PCI
>  11:        531          XT-PIC  eth0
>  12:       1709          XT-PIC  eth1
>  14:       5043          XT-PIC  ide0
>  15:         13          XT-PIC  ide1
> NMI:          0
> ERR:          2
> 

Nein, ist normal. Du hast halt prinzipiell nur eine beschr�nkte Anzahl 
freier IRQs, normalerweise 2/9, 5, 10, 11.

3/4 sind normalerweise die seriellen Schnittstellen (COM1/2)
7 der Druckerport (LPT)
12 der PS/2 Port (Maus-Tastur)
14/15 die IDE-Ports (also IDE0, IDE1)

Bei entsprechend vielen Karten bzw. OnBoard-Hardware gehen dir 
irgendwann die Freien IRQs aus. Dann setzt je nach Board/BIOS und der 
Komponente  entweder IPQ-sharing ein oder die Komponente funktioniert 
nicht.

Abhelfen kann man, indem man evtl. nicht ben�tigte IRQs freimacht. Z.B. 
wenn man kein Modem/serielle Maus benutzt COM1/COM2 abschalten. Oder 
den LPT-Port, wenn kein Drucker dran ist. Keine PS/2 Maus/Tastur? Dann 
PS/2 abschalten. Keine Festplatte/CDRom am zweiten IDE-Controller (IRQ 
15). Dann abschalten. Das Abschalten geschieht im BIOS.

> unverst�ndlich ist auch die ausgabe von lsmod:
> 
> Module                  Size  Used by
> hfcpci                 26784  0
> mISDN_dsp             194176  0
> l3udss1                32992  0
> mISDN_l2               37280  0
> mISDN_l1                9344  0
> mISDN_core             67200  5 hfcpci,mISDN_dsp,l3udss1,mISDN_l2,mISDN_l1
> ppp_async               9152  1
> crc_ccitt               2016  1 ppp_async
> ppp_generic            24684  5 ppp_async
> slhc                    6272  1 ppp_generic
> 8139too                19392  0
> dmfe                   17500  0
> 
> 
> dmfe und 8139too sind nicht "benutzt" - also used by "0", sie funktionieren
> aber zweifellos ....
> liegt das vermutlich am lsmod, das zu alt ist, oder kann das andere gr�nde
> haben ?

Ist normal, der useb-by-Z�hler gibt nur an, wie oft ein Modul von 
anderen benutzt wird.

Zu den irq-routing Meldungen: Meiner Meinung nach sind das keine 
Fehler- sondern Info/Warn-Meldungen. Wenn die Komponente am Ende mit 
den Werten wie sie /proc/interrupts ausgibt l�uft, ist aller ok.

Nur bei Nichtfunktionieren w�rde ich diese Warnungen beachten.

Wie gesagt, im BIOS evtl. IRQs freimachen durch Abschalten und z.B. die 
ISDN-Karten ausbauen.

Funktionieren dann beide Netzwerk-Karten?

Und: siehst du mittlerweile mit modconf deine Module deines Kernels?

> jo, vielen Dank f�r deine Hilfe :-)

Da ja nur wir beide in diesem Thread schreiben und das ganze eigentlich 
nichts mit Debian zu tun hat w�rde ich vorschlagen, weitere Mails per 
PM zu schreiben.

> mfg christoph

Gru�
    Gerhard

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