Hallo,

Stefan Taxhet schrieb:
> Ich hoffe, Jörgs Bedenken können ausgeräumt werden.

Wie soll das geschehen?

Weder bestehen bei mir Bedenken hinsichtlich der Kandidaten noch
bestehen Bedenken hinsichtlich der Wahl.

Einzig habe ich deutlich gemacht das wir uns auf ein Verfahren geeinigt
hatten, um das wir gemeinsam schwer gerungen haben. Da mir die damaligen
Probleme wohl bewußt sind, habe ich mich insbesondere bemüht in meiner
Argumentation zu verdeutlichen das es weniger um das Verfahren selbst
geht sondern um die Einhaltung einer Übereinkunft die IMHO die erste
ernsthafte (i.S. von allen als Bindende angesehene) Entscheidung war auf
die wir uns hier im Widerstreit der Ansichten zwischen
'OpenSource-Aktivisten' und 'OpenSource-Demokraten' einigen konnten.
Ich habe hier für Niemanden zu entscheiden wie die Projektarbeit
organisiert sein soll, auch respektiere ich andere Ansichten, nur muß
auch ich bekennen das es, als ich neu hinzukam, schwer für mich war
Ansichten zu verstehen die da lauteten 'hier muß sich niemand an
Beschlüsse halten, denn niemand hat Mittel Beschlüsse durchzusetzen'.
Ich erlebe das es auch derzeitig vielen Neuhinzukommenden so geht, weil
sie es normalerweise gewöhnt sind das Beschlüsse die einmal gefasst
wurden gültig sind bis sie durch andere abgelöst werden und es für jeden
der 'Beschlußgemeinschaft' bindend sein sollte einen gemeinschaftlichen
Beschluß zu tragen egal ob dieser spezielle Beschluß für ihn persönlich
vorteilhaft ist oder nicht. So habe ich es in der Vergangenheit
gehalten, aber so erwarte ich es auch von Anderen.
Meine Bedenken liegen im Konkreten darin das wir hier (scheinbar, denn
eigentlich kann ich mir nicht vorstellen das das jemand will) den
'Neuen' verdeutlichen das wir nicht gewillt sind uns an
gemeinschaftliche Beschlüsse zu halten wenn es mal unbequem wird. In
diesem Vorgehen sehe ich eine Gefahr für uns alle, insbesondere weil wir
zukünftig mehr Neumitglieder gewinnen werden die eher nicht aus der
'klassischen OpenSource-Szene' kommen sondern aus dem normalen Alltag
und nicht verstehen werden warum wir es nicht so handhaben wie ganz
allgemein üblich.

Allerdings hatte ich nie die Absicht hier eine Wahl zu behindern, auch
ist es mir bei den vielen Aussagen die mir die Rechtmäßigkeit dessen was
ich sage bestätigen (mir aber andererseits sagen es wäre unnötig oder
unzweckmäßig sich im Konkreten daran zu halten (?)), nicht möglich zu
verstehen wie dieser Eindruck entstehen konnte (so das der Fall ist, was
mir allerdings so scheint).
Ganz entschieden bin ich im allgemeinen Konsenz der Meinungen ebenfalls
der Ansicht, wir dürfen es hier nicht zur Konfrontation kommen lassen,
wir müssen die Wahl durchführen und wir dürfen ein gesundes Augenmaß
nicht verlieren.

Deshalb mein Vorschlag, meine Bitte:
anerkennen wir alle das damals ein Beschluß gefasst wurde zum
Wahlverfahren, gestehen wir uns ein das dieser Gültigkeit hat, seien wir
aber so nachsichtig mit uns uns zu erlauben festzustellen wir haben
verabsäumt das jetzt im Konkreten zu beachten. Dann können wir uns
(gemeinschaftlich) hier die Freiheit nehmen auf die Umsetzung in der
jetzigen Situation zu verzichten, wenn wier uns darüber hinaus
entschließen *umgehend nach der Wahl Anstrengungen zu unternehmen die
verhindern das so etwas nochmals geschieht*. Mir scheint hier der
Vorschlag von Florian richtig:

> Für die kommenden Wahlen können wir immer nochmal das Thema
"Wahlmodus"
> ansprechen.

und exakt das sollten wir tun und sollten es baldestmöglich tun um zu
vermeiden das wir wieder uns selbst in eine Situation bringen wo uns die
Umsetzung von Entschlüssen zu kompliziert erscheint.
IMHO ist das garnicht schwer, weil Konsenz besteht ja eigentlich und es
geht eher um Praktische Fragen der technischen Umsetzung:

> Bitte bedenkt, dass dieses Verfahren nicht nur Helgas und Jacquelines
> Einsatz einfordern würde. Darüberhinaus läge einige Arbeit
> bei Cristian
> oder jemandem, der die Web-Applikation wieder flott macht. In der
> Zwischenzeit haben sich der Rechner, das Betriebssystem, die
> Datenbank
> geändert. Es würde schwer werden, Cristian auf 1 - 1 1/2 Wochen
> festzunageln - auch er engagiert sich freiwillig für das Projekt.

Ich glaube kaum das irgendjemand unsere damalige Entscheidung auf
Personen bezog, sondern nur auf das Verfahren selbst und so nehme ich an
das es problemlos möglich ist ein technisches Verfahren zu erarbeiten
und umzusetzen und bereit zu halten wenn es zur nächsten Wahl kommt.
Hier denke ich das es nicht auf bestimmten Rechnern implementiert werden
muß, sondern auch auf dem Vereinsserver implementiert werden kann. Ich
rechne darauf das konkret Florian behilflich sein wird eine technische
Lösung dort umzusetzen. Ich sichere hier zu ich werde mich daran so weit
mir möglich beteiligen und sichere außerdem zu (falls das nötig wäre)
entstehende Kosten für ein solches Verfahren durch eine persönliche,
zweckgebundene Spende an den Verein aufzufangen.

So wäre mein Vorschlag um zu erreichen jetzt nicht die Wahl zu
verzögern.
Der im Vorschlag liegende Kompromiss scheint mir tragbar, scheint mir
insbesondee für die Bedingungen einer OpenSource-Community tragbar.




Gruß
Jörg

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