Hallo Mathias,
Mathias Bauer schrieb:
Jacqueline Rahemipour wrote:
Hallo Mathias, Thorsten, *,
Mathias Bauer schrieb:
(...)
Und um das nochmal loszuwerden: Ich finde es sehr gut, dass die
Community frühzeitig über geplante Änderungen informiert wird und damit
die Möglichkeit zu Kommentaren hat. Und dass diese Kommentare dann auch
wirklich ernsthaft in die Überlegungen einbezogen werden, ist für mich
einer der wichtigen Gründe, warum ich gerne an solchen Sachen mitarbeite.
Das sehe ich genauso. Ich sehe OOo sicherlich nicht als "Wunschkonzert",
aber die Erfahrungen und das Wissen der Community nur marginal
einzubeziehen wie bisher ist suboptimal. Das setzt natürlich auf Seiten
der Community auch ein gewisses Verständnis voraus, das Thema hatten wir
ja u.a. hier auf der Liste schon ein paarmal und auch in der
SO-Newsgroup hatten wir erst neulich eine längliche Diskussion darüber,
warum die Anzahl der Votes nicht immer die einzige Richtschnur sein
kann.
Ich bin absolut Deiner Meinung. Ich denke, dass man mit der Zeit ein
gewisses Feingefühl dafür entwickelt, wie man die einzelnen Issues
gewichten sollte. Dazu muss man aber auch zulassen, dass es sehr
unterschiedliche Blickwinkel gibt und dass unterschiedliche
Anwendergruppen auch unterschiedlich den Weg zum Projekt (wenn
überhaupt) finden.
Ich kann dazu viele Beispiele aus meinem Alltag anführen. Ich habe
allein in den letzten 3 Monaten ca. 240 Personen in verschiedenen
OOo-Bereichen geschult, davon ca. 75% Umsteiger von 1.1, und ca. 25%
Umsteiger von MSO. Von diesen Anwendern habe ich sehr viele Anregungen
bekommen und natürlich typische Probleme beobachten können. Trotzdem bin
ich mir ziemlich sicher, dass kaum jemand dieser 240 Leute jemals den
Weg zum Projekt finden wird und seine Meinung oder gar
Verbesserungsvorschläge dazu äußert. Ich gehe davon aus, dass uns viele
der Informationen durch die Lappen gehen, weil wir nur schwer Zugang zu
solchen Anwendern finden.
Ansonsten bestärkt mich aber auch z.B. die kürzliche Diskussion
über "Backspacing" hier auf der Liste darin, dass man in gemeinsamer
Diskussion mehr erreichen kann als durch einsame Entscheidungen. Sofern
alle akzeptieren, dass am Ende einer eine (dann nicht mehr ganz so
einsame) Entscheidung treffen darf/muss. :-)
Wenn also erfahrene Community-Mitglieder beim "themenorientierten"
Sichten und Gewichten von Issues helfen wollen, würde ich mich für den
Writer sehr freuen. Eine vorherige Absprache wäre mir hier wichtig, weil
ich nicht möchte, dass jemand viel Arbeit in seine Lieblings-Issues
investiert und wir (das Projekt) dann am Ende sagen: prima, aber dafür
haben wir auf absehbare Zeit keine Resourcen. Das kann auch durchaus für
Issues mit vielen Votes gelten, ich kann mir z.B. nicht vorstellen, dass
wir "Reveal Codes" implementieren solange wir noch irgendwelche anderen
größeren Features offen haben (und wann haben wir die nicht?).
Gerade im Bereich Writer würde ich mich da sehr gerne einbringen. Leider
schaffe ich im Moment nicht viel mehr, als mal eine Spec zu lesen und
diese zu kommentieren.
Wichtig wäre mir auch, dass wir uns nicht verzetteln, d.h. wir
versuchen, Themenschwerpunkte zu setzen. Ich habe das z.B. erst kürzlich
bei dem Thema "Sprachfeatures/Spellchecking" getan. Eine Query mit
"language" im Summary-Feld ergab IIRC ca. 100 Issues, von denen ein
größerer Teil auch nur was mit Lokalisierung zu tun hatte, das
Durcharbeiten und Konsolidieren in ca. 10 dauerte dann 2-3 Tage. Mit
"Konsolidieren" meine ich dabei:
- Schließen von Duplicates
- Zusammenfassen von ähnlichen Issue, die thematisch eng zusammengehören
- Schließen von RFEs/Features, die offensichlich nicht zu den Zielen
oder Vorstellungen des Projekts passen
- Schließen von Issues, die aus anderen Gründen keine Chance auf
Realisierung haben, notfalls als "Resolved Later" oder "Resolved
Remind". Gerade sowas haben wir bisher kaum getan. Ergebnis ist bekannt.
Wenn wir das aber nicht tun, werden viele wichtige Issues zur Stecknadel
im Heuhaufen.
Tatsächlich habe ich da so ein paar Themenschwerpunkte im Kopf, die ich
mal strukturiert angehen möchte. Aber ich denke, derzeit können die
meisten von uns nur etwas Vorarbeit leisten und eine Diskussion auf der
entsprechenden Projektliste starten. Es wäre wohl unangebracht, wenn ein
Community-Mitglied mal schnell im Issue-Tracker "aufräumt".
Ich habe mir allerdings bisher nicht überlegt, wo und wie man das am
besten macht. So spontan würde ich sagen: kurze Absprache auf der
dev-Liste vom sw-Projekt, der Rest dann im Issue Tracker. Ergebnis
sollte sich in der Issues-Liste nachvollziehen lassen.
Ich hatte zunächst an ein solches Dokument gedacht, wie es
beispielsweise die Franzosen für das Chartmodul gemacht haben.
Idealerweise dann im Wiki abgelegt o.ä.. Ich könnte das demnächst mal
mit einem überschaubaren Bereich versuchen und austesten, wie das so klappt.
Ciao,
Mathias
Gruß,
Jacqueline
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