Heinz Kiesewetter schrieb:

> Denn es ist echt anstrengend und Zeitraubend mit verschiedenen
> Programmen zu arbeiten und sich in die Funktionen einzuarbeiten. Hier
> wäre mir persönlich das liebste, ich könnte bei einem Programm bleiben.
> Zudem ja ein Officeprogram sowieso ein
> all-Round Programm ist (so sehe ich das jedenfalls).


Also Leute, die mit unixoiden Betriebssystemen arbeiten, haben oft die
Philosophie verinnerlicht, dass ein Programm nur eine Aufgabe zu
erfüllen hat (und das möglichst gut) und im Übrigen offene
Schnittstellen die Zusammenarbeit anderen Programmen ermöglichen.

Für solche Menschen ist die "eierlegende Wollmilcnsau" OpenOffice.org
schon recht grenzwertig.

Es war daher IMO ein sehr vernünftiger Schritt, es zu ermöglichen,
Funktionen, die nicht jeder braucht, in Extensionen "auszulagern".
Allerdings ist nicht sichergestellt, dass jeder Autor einer Extension
der Bedienphilosophie und den Designrichtlinien von OpenOffice.org
folgt. Andererseits ist das gerade die Chance (neben dem verdienstvollen
UX-Projekt) das Nutzerinterface "evolutionär" weiter zu entwickeln.

> 
> Von Entwicklerseite her müsste man ja daran Interesse haben den
> Anwenderkreis zu vergrößern und möglichst viele Anwender für sein
> Produkt zu begeistern - bei freier Software springen dabei bestimmt
> einige Mitentwickler oder Sponsoren raus.

Es empfänden wohl alle hier schön, wenn es diesen Automatismus gäbe.

Um es nochmal etwas anders zu sagen: OpenOffice.org konkurriert mit
Vielem, aber sicher nicht mit Freier Software, die bestimmte
Spezialaufgaben (besser) löst, sofern der Output dieser Programme von
OpenOffice.org verwendet werden kann (was oft der Fall ist, weil freie
Standards implementiert sind).
> 

> 
> Ja, das wäre toll, auch für die Geographischen Längen und Breitengrade
> um das Downloadvolumen nicht zu sprengen wäre so was denkbar. Nur müsste
> dann die Suche und einfügen von Extension genau so einfach und schnell
> gehen wie das einblenden von zusätzlichen Schaltflächen in der
> Menüleiste. - Auch das übersetzen der Extension macht viel Arbeit, denn 
> manche stehen offenbar nur in Englisch zur Verfügung.
> 


Wenn die Extension Freie Software ist, gibt es den Quellcode und dieser
kann dann lokalisiert werden.

Das ist nur zusätzliche Arbeit, die irgendjemand machen muss. Je nach
Programmierstil des Autors bedeutet das, dass man den gesamten Quellcode
nach UI-Elementen durchforsten und diese übersetzen muss. Außerdem
sollte man sich mit dem jeweiligen Programm recht gut auskennen, bevor
man eine Übersetzung wagt (unsere Lokalisierer können nicht nur _ein_
Lied davon singen).

Im Übrigen ist das Hinzufügen (Installieren) von Extensionen mit dem
entsprechenden Manager in OpenOffice.org recht gut gelöst.

Das mit der Suche ist allerdings ein Problem: Jeder kann eine Extension
für OpenOffice.org schreiben und irgendwo veröffentlichen. Mühe (beim
Suchen) ist hier der Preis der Freiheit (und Deine Lieblingssuchmaschine
Deine Helferin).

Gruß
Michael

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