Moin Florian, *,
On Wednesday 29 June 2005 22:18, Florian Effenberger wrote:
> anbei der 2. Entwurf der Pressemitteilung. Wenn niemand mehr
> Einwände erhebt, dann würde ich den Text morgen so "freigeben"
> und André ist hoffentlich so lieb, ihn zu verschicken, auch wenn
> ich die Schweiz anfangs versehentlich ausgegrenzt habe. Ich mag
> die Eidgenossen doch. ;-)

"G"

<schnipp>
> Zum Verschicken:
> Wollen wir nur die großen Zeitschriften und Portale anschreiben
> oder alle? Was denkt ihr? Ansonsten entscheide ich das morgen
> Früh spontan. :-)

+1, aber auch Andreas Einwand mit den Provinzblättern finde ich 
nicht schlecht ... ;)

> Zur Startseite:
> Ich würde einen Link auf der Startseite anbringen, Titel
> "Deutschsprachiges Projekt von OpenOffice.org spricht sich
> gegen Softwarepatente aus" und dann auf die PM verlinken. Seid
> ihr damit einverstanden?

+1

> Pressemitteilung vom 30. Juni 2005
> - Entwurf, nicht zur Veröffentlichung -
>
> Deutschsprachiges Projekt von OpenOffice.org spricht sich
> gegen Softwarepatente aus
>
>
> Das deutschsprachige Projekt von OpenOffice.org hat eine Aktion
> gegen Softwarepatente gestartet, um seine Bedenken gegen die
> geplante Richtlinie zur Patentierbarkeit computerimplementierter
> Erfindungen zu äußern. Kommende Woche, am 6. Juli, wird das


Sollten wir hier nicht einfach verkürzt "Am 6. Juli ..." schreiben?

> Europäische Parlament seine Entscheidung zur Richtline treffen,
> die große Auswirkungen auf künftige Entwicklungen im Open
> Source-Bereich mit sich bringen könnte. Auch OpenOffice.org wäre
> dann wie fast alle anderen freien Softwareprojekte möglicherweise
> von zahlreichen Trivialpatenten - unter anderem gibt es bereits
> Patente auf den Fortschrittsbalken und Bestellungen im Internet
> per Mausklick sowie schwebende Paletten und die Anzeige von
> TrueType-Schriftarten - bedroht, die die Weiterentwicklung hemmen
> oder ganz brachliegen lassen könnten.
>
> Bei der Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen in
> der derzeit angestrebten Form geht es nicht darum, geistiges
> Eigentum zu schützen, denn Software genießt bereits jetzt den
> urheberrechtlichen Schutz, der den Entwicklern somit ausreichend
> Schutzrechte an die Hand gibt, um gegen widerrechtliche
> Verbreitung oder Plagiate vorzugehen. Durch einen zusätzlichen
> Patentschutz wird keine Innovation gefördert oder ein etwaiger
> Wettbewerbsnachteil gegenüber dem Ausland aufgeholt, wie es von
> den Befürwortern der Richtlinie immer wieder gesagt wird, sondern
> gezielt großen Unternehmen eine Möglichkeit an die Hand gegeben,
> ihre Wettbewerber zu blockieren.
>
> Ähnlich wie für kleine und mittlere Unternehmen, bedeuten
> Softwarepatente ein hohes Risiko für die Entwickler von freier
> Software, die zumeist ehrenamtlich tätig sind. Vor
> Implementierung neuer Funktionen müsste eine umfangreiche, teure
> und langwierige Patentrecherche durchgeführt werden, die die
> finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten der Projekte bei weitem
> übersteigt. Mehr noch, selbst nach erfolgter Prüfung besteht
> weiterhin das Risiko, sich Patentansprüchen ausgesetzt zu sehen,
> da erteilte Patente von den Gerichten anders ausgelegt werden

Hier würde ich "... von den Gerichten der unterschiedlichsten 
Ländern ..." oder so reinbringen ... ;) So klingt es mMn, als ob 
nur hier der deutschsprachige Raum betroffen ist. Soweit ich weiß, 
ist es aber z.B. in Amiland auch möglich, jemand aus dem Ausland 
dort zu verklagen ...

> könnten oder nicht alle denkbaren Patente bei der Suche
> berücksichtigt wurden. Während große Unternehmen sich durch
> gegenseitige Lizenzerteilung weiterhin auf die Entwicklungsarbeit
> konzentrieren können, besteht für die freien Projekte das Risiko,
> dass die Entwicklung vollends zum Erliegen kommt. Allein das

Hier würde ich noch einen neuen Absatz reinbringen, da ja auch ein 
Gedankenwechsel stattfindet. Würde mMn aber auch die Lesbarkeit 
erhöhen. Aber ich kann mich auch irren ... ;)

> Prozesskostenrisiko ist für die privat tätigen Entwickler, die
> zumeist mit ihrem gesamten Privatvermögen haften müssen, derart
> hoch, dass es fraglich ist, ob sich noch Mitwirkende an freien
> Projekten finden werden. Im Klartext heißt das, dass die Zukunft
> von freien Projekten wie OpenOffice.org erheblich gefährdet ist
> und ihr Fortbestehen äußert fraglich ist, sollte die Richtlinie
> in der vorgelegten Fassung verabschiedet werden. Für Unternehmen,

Aber doch auch private Anwender und Verwaltung, oder nicht?

> die Software einsetzen, bedeutet dies dann de facto die
> Abhängigkeit von dem Anbieter, der die meisten Patente in sich
> vereinigen kann, sodass neue Monopolstellungen entstehen und der
> Wettbewerb behindert wird.
>
> Freie Software wird in vielen Unternehmen und der Verwaltung
> eingesetzt, wie nicht zuletzt die laufenden Migrationen der Stadt
> München oder des Kantons Genf zeigen. Sie steht ihren
> kommerziellen Pendants qualitativ in keinster Weise nach und
> bedeutet gerade in Zeiten leerer Kassen eine Kostenersparnis, die
> auch dem Steuerzahler zugute kommt. Weltweit profitieren viele
> Millionen Menschen von den Vorzügen von freier Software und
> verschiedenste Regierungsprogramme weltweit beschäftigten sich
> mit der Umstellung auf freie Alternativen. Umso unverständlicher
> ist die Haltung des Europäischen Parlamentes, sich
> uneingeschränkt für die Patentierbarkeit computerimplementierter
> Erfindungen auszusprechen.
>
> „Unsere Sorge ist, dass die meisten Politiker, die kommende Woche
> über die Richtlinie zu entscheiden haben, sich der Problematik
> nicht bewusst sind. Genau hier möchten wir ansetzen.“, so Florian
> Effenberger vom deutschsprachigen Projekt von OpenOffice.org. Es
> geht nicht darum, berechtigte Schutzrechte zu verweigern, sondern
> darum, Trivialpatente zu vermeiden. „Gerade im deutschsprachigen
> Raum sprechen sich auch viele große Firmen gegen Softwarepatente

Sollten hier nicht vielleicht ein paar Beispiele aufgeführt werden?

<schnipp, da mMn akzeptabel ... ;)>
> „Softwarepatente sind die Lizenz zum Atmen der Luft“, fasst
> Wolfgang Henderkes, Mitglied im deutschsprachigen Projekt von
> OpenOffice.org, die Problematik passend zusammen.

Aha ... Doch noch reingenommen ... ;)

Ich hoffe, dass ich nicht zu spät mit meinen Anmerkungen bin ...
HGH
Thomas.

<schnipp>

-- 

It's your child versus mine!  The winner will be showered with 
praise, the loser will be taunted and booed until my throat is 
sore.
                -- Homer Simpson
                   Lisa on Ice

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