Eric Hoch wrote:

> Ihr habt beide Recht mit Euren Argumenten und die lassen sich im 
> Geschäftsleben und bei Firmen sicherlich anbringen 
> 
> aber!!!!:
>  
>> Das sieht für Endanwender möglicherweise anders aus, die werden
>> vielleicht von dem c't-Bericht enttäuscht sein. Aber das liegt wie schon
>> gesagt IMHO eher am KOffice als am Format.
> 
> Das kommt beim Endanwender an. Der etwas besser Informierte 
> fortgeschrittene Computerbenutzer liest es in der c't und gibt es 
> so weiter und irgendwann steht es dann auch in PC Welt und 
> Commputerbil. 
> 
> OpenDocument schön und gut aber ebenso "unkompatibel" wie MS Word. 
> Damit würden wir unsere "Versprechen" ad absurdum führen. 

Wieso *wir*? Was haben "wir" mit KOffice zu tun?

Was können wir dafür, wenn die Entwickler von KOffice halbgare
Implementierungen rauskippen, nur um das Etikett "wir unterstützen Open
Document" zu erhalten? *Das* muß doch kommuniziert werden.

> Wir müssen also aufpassen, was wir dem Endanwender vermitteln und ob es 
> nicht schon zu spät ist. Der hat nämlich, korrigiert mich wenn es 
> falsch ist, das Bild vor Augen, daß OpenDocument ihm so was wie 
> "garantiert", das sein Dokument in KOffice so aussieht wie in 
> OpenOffice.org. Wir sollten also hier den Endanwender gezielt auf 
> seinem Niveau informieren, daß dies, im Augenblick, nicht der Fall 
> sein wird und ihm die anderen Kriterien, warum OpenDocument, 
> vermmitteln. 

*Wir* (OOo) können sowas gar nicht garantieren und haben das auch nicht
getan. Wir glauben nur garantieren zu können, dass das Dateiformat alle
Voraussetzungen dafür bietet, einen Datenaustausch zu gewährleisten.
Wenn ein Program einen Standard schlecht implementiert, ist das weder
eine Schuld des Standards noch eine derjenigen, die ihn kreiert haben,
sondern es ist ein Problem desjenigen, der die schlechte Implementierung
erstellt hat.

So etwas zu kommunizieren ist aber nicht ganz einfach, denn es kann
leicht so wirken, als würde man auf die KOffice-Entwickler einprügeln
wollen. Das will aber niemand, im Gegenteil, deren sofortige Reaktion
ist sehr zu begrüßen.

Es ist eher die Release-Politik, die zu verurteilen ist, genauso wie
z.B. der Fall dass Suse schon OOo-Betas ausliefert statt der stabilen
Version. Manche übertreiben das "Release early and often" Prinzip bzw.
haben es IMHO nicht wirklich verstanden.

KOffice hätte mit der Veröffentlichung des OD-Supports noch warten
sollen bzw. viel deutlicher kommunizieren müssen, dass dieser Teil eher
eine Alpha-Version ist. Den Schuh sollten wir uns aber nicht anziehen.

Insofern solltest du deine Bedenken vielleicht mal auf einer KDE-Liste
äußern. Suche aber vorher deine feuerfeste Unterwäsche. :-)

Ciao,
Mathias

-- 
Mathias Bauer - OpenOffice.org Application Framework Project Lead
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