Hi Gudrun,
Gudrun Hoffmann schrieb:
....
möglich, ein Open Source Programm zu erweitern und diese Erweiterte
Version zu verkaufen, ohne dass diese Erweiterungen für andere
verfügbar wären.
Hm, das ist was für Schnäppchen-Jäger ;-), führt aber die
Philosophie von "Open Source" ad absurdum, denk ich mal.
ein solches Verhalten wäre zumindest ungünstig für Open Source Projekte.
Das heisst aber nicht zwingend, dass eine solche Lizenz die Open Source
Idee ad absurdum führt. Sie *zwingt* dich ja nicht, deine eigenen
Beiträge geschlossen zu halten ;-)
Na ja .. der Spielraum zwischen "Ausnutzung" und "Verpflichtung zur
Veröffentlichung" ist von Lizenz zu Lizenz verschieden. Die SISSL
war aber häufig in der Kritik, da sie die Möglichkeit birgt, OOo
"kommerziell auszunutzen".
Da war wohl das persönliche Interesse von Sun im Spiel ...
Nein .. das denke ich weniger. Bitte bei dem ganzen nicht vergessen,
dass nach wie vor über 90% von OOo durch Sun zur Verfügung gestellt
wird. Die eigenen Erweiterungen, die in StarOffice einfliessen aber
nicht Open Source sind, sind gemessen am Codeumfang marginal.
Aus meiner Sicht ist Sun ein "good citizen", der, ohne dazu
*verpflichtet* zu sein, den überwiegenden Anteil seiner Arbeiten
veröffentlicht.
Ursprünlgiches Idee hinter der SISSL war die verbreitung des
Dateiformates und der API. (Im Prinzip als Gegenstück zu dem, was MSO
sehr stark in der Hand hat: .doc, .xls und VBA-Makros).
Jetzt verstehe ich auch, warum diese Lizenz kaum genutzt wurde.
Na jaa .. so ganz genau ist leider nicht bekannt, wer nun die SISSL
benutzt hat. Da auch diese Gebührenfrei ist und man nicht verpflichtet
ist, sich beim "Lizenzgeber" zu melden, wenn man sie benutzt, lässt sich
das schwer nachvollziehen.
...
Sehr vernünftig - Sun hat bestimmt interessante Änderungen :-)
wie schon erwähnt. Sun lässt praktisch alle Änderungen in den Quellcode
einfliessen.
....
In dem CC-Anouncement hatte ich es so verstanden, dass die LGPL
_genauso_ wie die GPL "kommerzielle Ableger" gestattet. Habe ich da
was falsch verstanden?
Die LGPL lässt das zu, was auch die GPL zulässt, z.B. Auslieferung von
(L)GPL und nicht offener Software auf einer CD (also eine "gemischte
Distribution"). Die GPL ist aber etwas restriktiver, wenn du etwas als
ein integriertes Paket weitergibst. Für den Endanwender ist das kaum
relevant, wohl aber für einen Softwarehersteller, der entsprechende
Komponenten in seine Software einbinden will. (Weshalb vielen
kommerzielle Softwareanbieter eine Art Panik vor Open Source Software
eingeimpft wird).
André
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