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Hi Michael,

Michael Dannenhöfer wrote:
> Mit der 2.0 war die Sache fast schon durch. Jetzt hat einer der
> Entscheider die Arbeiten an 2.0.1 mitbekommen. Außerdem will er nicht
> verstehen warum die 1.1.5 erschienen ist. Und es ist auch nicht einfach
> zu erklären.
> Und: Ende. Das Thema ist gestorben.

Schade drum.

> Zitat: Wenn zu einer Software schon nach 6 Wochen eine neue
> Version/Patch folgt... wann folgt dann das nächste und wofür ist dann
> 1.1.5 ?
> Und das Dumme ist ich muß im recht geben. Wie soll man eine Software
> empfehlen, für die schon Korrekturen angekündigt sind?

Wie so häufig ist es eine Frage der Alternativen. Wenn ich die Wahl zwischen
fehlerfreier oder mit Bugs verseuchter Software hätte, wäre die Entscheidung
klar. Bei Programmen über 10 Zeilen Code ist das aber häufig nicht die Wahl, die
man hat.

Man kann sich dann nur aussuchen, wie mit den unvermeidlichen Fehlern umgegangen
wird. Hier ist sicherlich nochmal nach Fehlertyp zu unterscheiden: geht es um
Laufzeitstabilität, um Sicherheit, um Bedienfreundlichkeit oder um gutes
Aussehen? Mit Übersetzungensfehlern in der Onlinehilfe kann ich schon mal ein
Jahr leben, ein nicht stabil laufendes Major Release ist schlimm, und für ein
Sicherheitsloch will ich möglichst gestern einen Patch und ein neues Feature
möglichst schon morgen.

Im Detail ist die Abwägung zwischen diesen Interessen sicherlich schwierig, aber
ich vertraue darauf, dass die Leute in der qa sich da schon die nötigen Gedanken
machen und zu weisen Entscheidungen kommen. Dazu gehört eben auch für frühere
Versionen, 1.1.4, nochmal Updates herauszubringen und die Leute, die sich für
diese Version entschieden haben, nicht im Regen stehen zu lassen.

Für mich selbst kommt es letztlich darauf an, ob Fehler im Programm als etwas
Schlimmes angesehen werden, das man totschweigt, um Schadensersatzansprüchen und
einer schlechten Publicity zu entgehen, oder als eine Chance das Programm zu
verbessern.

Verständlich?

PS Der volle Name der Software lautet OpenOffice.org.

Gruß,
- --
                          Michael Thomas Kirchner

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