Hi,

nur ein paar wenige Anmerkungen ..


Bernhard Dippold schrieb:

Leider gibt es (im Moment) diesen Font nicht, so dass es nur Workarounds mit unterschiedlichen Negativseiten gibt:


2A) Status Quo: Times New Roman ist auf vielen Nicht-Windows-Rechnern nicht oder nur in qualitativ minderwertigen Alternativen vorhanden
Times New Roman kann aber auf fast allen Rechnern nachinstalliert werden. Vollkommen legal, kostenlos und es gibt sogar einen Assistenten in OOo, der das übernimmt.


Vorteil:
-> Ein an MS-Office-Nutzer weitergegebenes Dokument (von OOo unter Windows) sieht dem OOo-Dokument weitgehend ähnlich.
Ein Dokument in beliebigen bearbeitbaren Dateiformat, welches Textformatierungen beinhaltet, kann auf 90% der Desktop-Rechner zumindest bzgl. der Standard-Schrift problemlos geöffnet werden. (Es geht nicht nur um Word .. es gibt auch Anwender anderer Textverarbeitungen).


Nachteil:
-> Ein Dokument, dass mit OOo unter Windows geschrieben wurde, kann unter Linux unschön aussehen, wenn die Linux-Distribution nur eine schlechte Ersatzschriftart bietet. Dann kann es sogar sein, dass Formatierungen nicht 1:1 übernommen werden.
Auf mindestens weiteren 5% der existierenden Desktoprechnern kann diese Schrift nachinstalliert werden.




2B) Freier Font auch bei Vorhandensein von Times New Roman als Standard: Dieser Font ist aber auf Windows-Rechnern ohne OOo in der Regel nicht vorhanden.

Vorteil:
-> Der Dokumentenaustausch zwischen Windows und Linux unter OOo ist problemlos, es treten keinerlei Umformatierungen auf (falls die Anpassung an die Durckereinstellung deaktiviert ist).

Nachteil:
-> Der Dokumentenaustausch mit MS Office-Anwendern wird schwieriger, es kommt vermehrt zu Beschwerden über die vermeintlich fehlerhafte Formatierung von OOo. Die Umstiegsbereitschaft zu OpenOffice.org sinkt.
Benutzt man Bitstream als Standardschriftart, kehrt sich das Verhältnis fast um: auf ca 85% der Desktoprechner müsste diese Schrift nachinstalliert werden.


2C) Der verwendete Standardfont wird mit der Datei gespeichert und beim Empfänger installiert

Vorteil:
-> Das Dokument wird immer mit dem passenden Font geöffnet, keine Formatierungsprobleme

Nachteil:
-> Wenn der Font nicht beim Schließen des Dokumentes wieder deinstalliert wird, werden immer mehr Fonts installiert, bis es zu Speicherplatz- oder Performanceproblemen kommen kann. -> Ein für MS Office zur Weiterbearbeitung vorgesehenes Dokument kann im .doc-Format keine Fonts einbinden. Hier müsste ein neues gepacktes Dateiformat entwickelt werden, das sich auf dem Rechner des Empfängers entpackt, den Font in den Font-Ordner kopiert und dann das Dokument öffnet. Das Prinzip erinnert mich sehr an Malware, außerdem müsste der Font dauerhaft gespeichert werden, denn die Datei wird danach ja im "echten" MS Office-Format gespeichert und muss beim erneuten Aufruf wieder auf den Font zugreifen können.
Falsch .. das .doc Format kann sehr wohl Schriftarten einbinden. Es kann sogar Teilbereiche von Schriften einbinden. Allerdings bindet MS-Word in der Standardkonfiguration Times nicht ein .. wozu auch, aus MS-Sicht ist die Schrift ja sowieso auf allen Systemen vorhanden (aus unserer Sicht auf ca. 90% )

-> Das OpenDocument-Format sieht keine Einbindung von Fonts vor, dafür müsste das Format entsprechend geändert werden. Da ODF-Dokumente (zumindest im Moment) fast ausschließlich mit OOo geöffnet werden, ist es einfacher, den entsprechenden Standardfont bei der Programminstallation gleich mit zu installieren.
einer für Christian: das wäre ein Feature, welches dem ODF-Format fehlt, im .doc Format aber vorhanden ist (ich gehe mal davon aus, dass es auch um Office Open XML enthalten sein wird). .. Aber ... MS hätte sich dieses Feature ja in OpenDocument wünschen können.

...

2E) Meines Erachtens bester Workaround: Verwendung einer alternativen Formatvorlage für den Austausch mit OOo-Linux- oder MS-Office-Nutzern. Welche der beiden Vorlagen als Standardvorlage definiert wird, muss individuell geklärt werden.
Das ist für mich kein Workaround .. das ist hinsichtlich Aufwand / Nutzen die einzig sinnvolle Lösung.

Interessanter würde ich z.B. eine Diskussion um StarSymbol als default Schriftart für diverse Elemente in OOo finden, denn das führt selbst innerhalb von OOo permanent zu Problemen.

André

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