Das OpenOffice.org-Projektwochenende - Zwischen Kriminalistik und Community Building

Vergangenes Wochenende fand das zweite OpenOffice.org-Projektwochenende an der FH für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Hof statt. Unter den 22 Teilnehmern, beinahe doppelt so viele wie im vergangenen Jahr, konnten wir heuer auch zahlreiche neue Gesichter begrüßen. Das Programm fing am Freitagabend ruhig und entspannt an. Während einige (darunter auch der Autor dieser Nachlese) noch hofften, das Wetter hält und meinten, es sei ohnehin nur eine Frage der Glut, ob uns aufkommender Regen beim Grillen stört, dachte unser Franz - wohlwissend um das wechselhafte Hofer Wetter - schon weit voraus und reservierte in einem gemütlichen österreichischen Biergarten, an dem wir es uns bei Bier, Schnitzel, Steak und diversen Nachtischen gutgehen ließen. Der Abend endete dann im Seminarraum der FH bei Knabbereien und Bier. Das Programm am nächsten Tag begann in weiser Voraussicht sehr studentenfreundlich auch erst um neun Uhr mit einem ausgedehnten Frühstück. Ich weiß zwar nicht, wann Franz für uns aufgestanden ist, aber angesichts des mehr als opulenten Mahls, das uns an nichts fehlen ließ, hat er vermutlich weitaus weniger Schlaf abbekommen als wir...

Um zehn Uhr eröffneten Florian Schießl, Christoph Lutz, Florian Maier und Harald Kagerer von der Landeshauptstadt München das Programm, um uns mal einen etwas anderen Einblick in die LiMux-Migration der bayerischen Metropole zu geben. Gleich darauf erzählte uns Frank Peters von Sun, der extra den weiten Weg aus dem norddeutschen Flachland auf sich genommen hat, etwas über das Dokumentationsprojekt bei OpenOffice.org und machte uns auch auf Baustellen aufmerksam, die wir gemeinsam angehen werden. Beim anschließenden Mittagessen beweis Franz, dass gute Connections zu örtlichen Pizzadiensten wichtig sind! Unser eigentlich geplantes Pizzaessen hätte beinahe ausfallen müssen, da in Hof der Pizzaofen erst um 1700 eingeheizt wird. Doch kein Problem für unseren Franz, der mit ein paar Anrufen dafür sorgte, dass wir doch noch zu unserem heißgeliebten Essen kamen!

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen von Brainstorming und Workshops. Viele Themen standen auf dem Programm, und wieder einmal haben wir gemerkt, dass das persönliche Gespräch von Auge zu Auge durch kein noch so modernes Kommunikationsmedium ersetzt werden kann. Themen waren unter anderem das OOo Magazin, der (wohl vorerst leider nicht stattfindende) OOo-Tag und Planungen zur 3.0. Raphael warf noch das Problem in die Runde, dass wir wenig neue Helfer ans Projekt binden, für das wir aber leider auch am Wochenende keine praktikable Lösung gefunden haben.

Der Samstagabend war wieder italienisch - an der FH fand der alljährliche Sommernachtsball statt, und dank - ihr könnts euch schon denken - unserem Franz konnten wir auch hier teilnehmen, obwohl wir so gar nicht in die Kleiderordnung passten. Wieder einmal gings zum Italiener, diesmal an der FH, und sollte Franz jemals den Beruf wechseln wollen, würde ich ihm den Job des Kellners ans Herz legen! Alle Kellnerinnen waren mit dem Ball beschäftigt, sodass Franz einfach eingesprungen ist. Nach dem Essen gings zurück in den Seminarsaal, in dem wir mit unserem neuen Spielzeug spielten: einem Mac mini. Spätabends kam noch eine Studentin der FH vorbei, die sich sehr für unser Projekt zu interessieren schien und von uns dann kurzerhand einfach mit in die Gruppe aufgenommen wurde. Ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte...

Zahlreiche Stunden und viele Flaschen Bier später machten sich auf die letzten Wackeren auf den Weg ins Bett, um nach viel zu wenig Schlaf wieder mit einem genialen (Franz!) Frühstück in den Tag zu starten. Und der sollte es in sich haben... Kaum ist OpenOffice.org vor Ort, rückt auch schon die Polizei an! Okay, der Reihe nach: Nach dem Frühstück machten wir uns alle wieder auf den Weg in den Seminarsaal, den wir am letzten Abend auch ordnungsgemäß abgeschlossen hatten. Doch, was sahen wir, bzw. was sahen wir nicht? Den Mac mini samt Monitor! Weg! Nach kollektiver kriminalistischer Recherche unter Hinzuziehung der örtlichen Polizei war des Rätsels Lösung schnell gefunden. Eine überraschte Studentin wurde aus dem Bett geklingelt, doch auch die letzten Versuche, das Diebesgut zu verstecken, waren vergebens, denn die bayerische Justiz war schneller! So endete der Tag ein wenig anders als geplant für den ein oder anderen noch auf der Polizeiwache. Doch trotz dieses Zwischenfalls brachten wir unser Programm natürlich ordentlich zu Ende. Sergei, der ohne zu zögern unserem Aufruf zum Projektwochenende gefolgt ist, erzählte uns von seinem Projekt Anaphraseus, einer OpenOffice.org-Erweiterung für Übersetzer. Den Abschluss machte André, der ein bisschen aus dem Nähkästchen des Councils plauderte, um uns die The- und Problematik dieses Gremiums ein wenig näher zu bringen.

Letzten Endes war es für uns dann doch ein amüsantes Ende, denn einen wirklichen Schaden hatten wir im Endeffekt nicht - und wann hat man schon mal die Möglichkeit, an einem echten Kriminalfall á la SherlOOock HOOolmes mitzuwirken? Gegen halb eins machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, nach einem viel zu kurzen Wochenende...

Ein ganz herzliches Dankeschön gehört unserem Franz Jakob, der auch in diesem Jahr keine Kosten und Mühen gescheut hat, uns einen wunderschönen Aufenthalt vor Ort zu ermöglichen. Nicht nur, dass er meine kurzfristigen Ab- und Umbuchungen ohne zu murren akzeptiert hat, nein, Franz hat auch gezeigt, dass er ein perfekter Kellner und Caterer ist und auch in Verhandlungen mit der örtlichen Pizzabäcker-Innung lange Routine hat. :-) Franz, vielen vielen herzlichen Dank für das schöne Wochenende, das du uns ermöglicht hast!

Herzlichen Dank auch an alle, die zum Projektwochenende aktiv beigetragen haben. Mir hats großen Spaß gemacht, und ich freu mich schon aufs nächste Jahr!

Viele Grüße
Flo

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