Hallo Johannes,

Johannes A. Bodwing schrieb:
> Mit "aus der Tasche ziehen" sollte schon das negative Gebaren dieser
> Anbieter rüberkommen. Mit "kostenlos" bei OOo eine gewisse
> Nachdenklichkeit angestoßen werden.

Nur setzt das den Fokus etwas falsch, denn es gibt den Zusammenhang
zwischen 'Geld aus der Tasche ziehen' und "kostenlos" garnicht /so/ wie
er hier dargestellt wird.
Der Kern ist vielmehr, das selbst wenn wir für einen OOo-Download 50
Euro verlangen würden und diese Firmen nur 10 Euro, blieben diese Firmen
Abzocker wegen der Art und Weise ihres Tuns. Sie sind keine Abzocker
wegen der Höhe des Geldbetrages sondern wegen des begleitenden
Geschäftsgebahrens.

> Wäre es z.B. machbar in der Art:
>  (evtl. fett) Wir haben OpenOffice.org nicht für Leute gemacht, die
> damit anderen das Geld aus der Tasche ziehen.
> Denn OpenOffice.org gibt es auch kostenlos und ohne Abo, zum Beispiel
> bei uns unter ...

Mit dieser Formulierung wäre ich 100%ig einverstanden, denn das kleine
Wort "auch" ändert hier schlicht die ganze Aussage in die richtige
Richtung.

> Und wenn es umformuliert wird:  Und dafür opfern wir sogar unsere
> Freizeit, ergänzen und verbessern diese Software seit Jahren, was sie
> mittlerweile sogar zu einer Alternative zu teueren Office-Produkten
> gemacht hat/hat werden lassen.

hätte ich nichts einzuwenden

> > m.E. nein, denn wir haben keine Entscheidungsfreiheit, OOo
> ist bereits
> > LGPL, daran ist nichts zu ändern
> >
> Jou, als Zwickmühle war gemeint, [...]

Eine Zwickmühle wäre es für mein Empfinden wenn wir OOo bisher noch
nicht veröffentlicht hätten und jetzt darüber nachdächten zu welchen
Bedingungen wir das tun wollen und wir zu dem Schluss kämen wir wollen
das OOo als OpenSource veröffentlicht wird, wir dann gleichzeitig aber
wissen das geht nur wenn wir auch für Dritte den Verkauf zu lassen was
wir aber wiederum nicht wollen - nur ist doch diese Art Entscheidung
längst gefallen nämlich zu dem Zeitpunkt wo Sun das Ganze unter LGPL
stellte

> Evtl. als Möglichkeit:
> Aber wir stecken auch in einer Zwickmühle.
> Denn OpenOffice.org soll eine möglichst große Verbreitung finden.
> Deshalb steht die Software unter der Lizenz LGPL, die den Verkauf des
> Programmes nicht untersagt. Doch genau an diesem Punkt klinken sich
> Abzocker ein, die sich teilweise über das Internet über dutzende von
> Firmen im Ausland verteilen. Ein Vorgehen ...

ja

> >> Hintergrund dafür ist, dass die Firmen wohl darum wissen, dass ihre
> >> Forderungen vor keinem Gericht dieser Welt Bestand haben
> >> würden.
> >>
> >
> > würde ich nicht verwenden
> >
> Gibt es da einen bestimmten Grund für?

Ja, die Aussage ist rein spekulativ.
Zumal, und das schrieb ich bereits, die Firmen in Fällen wo gegen ihre
Praktiken geklagt wurde auch juristische Teilerfolge zu ihren Gunsten
erzielen konnnten.

Ich persönlich halte es überhaupt nicht für 100%ig sicher das die Firmen
juristisch unterliegen müssen wenn sie selbst klagen würden und ihre
Vorgehensweise noch geringfügig korrigieren würden, denn schon
heutzutage verstecken die Firmen die Kosten nicht mehr im
Kleingedruckten und die Nutzer müssen sich aktiv anmelden und aktiv die
AGBs akzeptieren und irgendwann ist dann auch der Punkt erreicht wo kein
Gericht mehr die rEchtmäßigkeit des Tuns in Frage stellen kann ohne die
rechtmäßige Möglichkeit jeglichen rechtswirksamen Vertragsabschlusses im
INternet in Zweifel zu ziehen.
Der GRund warum die Firmen nicht klagen ist somit für mich überwiegend
das sie den Aufwand scheuen, einmal den 'allgemeinen' Aufwand und zum
zweiten den 'speziellen' Aufwand in einem Musrterprozess, denn natürlich
müßte man in einem solchen auch alles tun um ihzn nicht zu verlieren,
wegen der Signalwirkung.

> Ganz rauslassen, oder
> anders bringen?

Ich würde es rauslassen.

> > Vielleicht sollten wir das (="scheint") noch recherchieren?
> Ansonsten
> > würde ich es weglassen.
> >
> Dann hieße es womöglich: Bislang ist es, trotz großartiger
> Ankündigungen, zu keiner einzigen Klage gekommen.

Die einzige Änderung ist das Du das "scheint" aus dem Satz entfernt und
dafür in einem einleitenden  Satz mit "womöglich" substituiert hast.

> Kann man das so sagen, oder wäre es evtl. wacklig?
> Evtl. den Satz in Anlehnung an Florians ändern: Bislang ist
> es unseres
> Wissens nach, trotz großartiger Ankündigungen, zu keiner
> einzigen Klage
> gekommen.

Naja, das ist wohl besser.

(Das "Naja" kommt einzig aus meinem Empfinden das ich denke wir sollten
die Dinge so sauber verifizieren das wir uns nicht mit relativierenden
Formulierungen 'absichern' müssen, vielleicht sind die Dinge jedochg
nicht verifizierbar, dann sollten wir _vielleicht_ garnichts sagen.)

> >>     (evtl. fett) Doch damit geben wir uns nicht mehr zufrieden.
> >> Wir wollen dem Missbrauch von OpenOffice.org einen Riegel
> >> vorschieben,
> >> und ihr könnt dabei mithelfen. Denn damit reduziert ihr
> >> letztlich auch
> >> das Risiko, selbst einmal solchen Anbietern in die Falle zu gehen.
> >>     (evtl. fett) Wie könnt ihr konkret helfen, das zu ändern?
> >> Dubiose Seiten können wir jetzt an Google melden. Dazu brauchen wir
> >> Hinweise von Nutzern und Betroffenen auf entsprechende
> >> Anbieter. Diese
> >> leiten wir dann an Google weiter, um den Abzocker-Sumpf
> schon auf der
> >> Ebene der Suchmaschine auszutrocknen.
> >>
> >
> > Wäre ich eher zurückhaltend mit solchen Aussagen.
> >
> Mit welchen Aussagen? Nur die bzgl. Google am Text-Ende,

ja, alles was Google betrifft

> was wie "Riegel vorschieben"?
>
> > Wir sollten in der allgemein schon angeheizten Stimmung nun
> nicht noch
> > der Rufschädigung der wir durch die Abzocker ausgesetzt sind eine
> > Rufschädigung hinzufügen die darin besteht hier Dinge zu
> versprechen und
> > Hoffnungen zu nähren die wir später nicht halten können.
> >
> Wo genau versprechen wir etwas? Im letzten Satz?

Entschuldigung das ist doch augenscheinlich, wir bedienen uns hier quasi
sogar derselben Taktik wie die Abzocker indem wir etwas so formulieren
das man es i.d.S. nicht juristisch einfordern kann es sich aber für
jeden als Versprechen darstellt, denn was heißt denn Obiges anders als:

'wir sind empört über das Vorgehen der Abzocker, brauchen jedoch auch
eure Hilfe und wenn ihr entsprechende Dinge meldet leiten wir sie an
Google weiter das sie dann zukünftig verhindern wird'


Ach und ...
... mit allen Dingen die ich hier sage muß ich ja nicht Recht haben,
noch habe ich allein irgendein REcht zu entscheiden was wir wie
schreiben sollen.
Einzig denke ich hier geht es um Dinge die sorgfältig formuliert sein
sollten und ich finde das sind sie an manchen Stellen nicht und ich
finde das wir bei näherer Betrachtung bzüglich Google nichts Konkretes
in der Hand haben und wir deshalb mit Nutzern die ohnehin schon über die
abzocker verärgert sind sehr vorsichtig umgehen sollten wenn wir Dinge
sagen die diese als Versprechen empfinden könnten und die wir hinterher
vielleicht nichht halten können.




Gruß
Jörg


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