Hallo michael,

Am 13.10.2010 10:27, schrieb michael:
[..]
> Es gibt derzeit zwei Produkte, eines namens "OpenOffice.org" und eines
> namens "LibreOffice", die von der Presse durchaus als verschieden
> wahrgenommen werden (Stichwort: "Fork" - damit beschreibe ich lediglich
> die Sicht der Presse, nicht aber eine eigene Wertung).

Bezogen auf den Begriff "Produkt" wie Du ihn benützt ist diese
Sichtweise sicher korrekt. Allerdings steht doch keiner dieser Personen
als Repräsentaant für ein "Produkt", sondern für ein Projekt - und ein
Projekt kann ohne Probleme verschiedene Produkte hervorbringen. Das war
in der Vergangenheit so und wird auch in der Zukunft so bleiben.

> Es dürfte einem Pressemenschen sehr merkwürdig vorkommen, wenn jemand
> der an exponierter Stelle für LibreOffice arbeitet, plötzlich in einer
> "offiziellen" Pressemitteilung OpenOffice.org und dessen Vorzüge
> anpreist. 

Langsam... das hat doch noch gar niemand getan, oder. Das Projekt ist
doch nicht einem bestimmten Produkt (hier: OpenOffice.org Build von
Oracle) verpflichtet, oder? Dann wäre es ja die "verlängerte"
Pressestelle von Oracle und/oder eine dort angesiedelte Marketingabteilung?
Für mich ist das Projekt und die Community unabhängig und durchaus in
der Lage, auch unterschiedliche Distributionen zu "promoten", wobei sich
natürlich sinngemäß irgendwann ein Schwerpunkt der Arbeit bilden muss
und wird.
[..]
> Thomas ist nämlich aus der Außensicht - und nur auf diese kommt es in
> diesem Zusammenhang an - als namentlich aufgeführtes Teammitglied,
> "deeply involved in the creation of the Document Foundation" aber auch
> als Vorsitzender des Vereins, der die rechtliche Vertretung der selbst
> noch nicht handlungsfähigen Vorgründungsgesellschaft der Foundation
> übernommen hat (beispielsweise als Spendensammelstelle), ebenso wie
> Florian an exponierter Stelle für LibreOffice, als dessen Herausgeber
> die Foundation erscheint, tätig.

Das ist korrekt, aber das war ich in der Vergangenheit auch schon :-)
Marketing-Ansprechpartner für das Projekt und Vorsitzender des Vereins -
auch hier sind ja nicht beide Interessen völlig deckungsgleich - und
glaube mir, es hat mir gerade in der Außendarstellung nicht geschadet.

Und wenn ich auf der nächsten Messe stehe, vertrete ich immer noch das
Projekt - vielleicht hängen dann statt OpenOffice.org Fahnen dort
LibreOffice Fahnen, möglich. Deswegen fördere ich immer noch das "beste
freie Office", und so, wie es in der Vergangenheit ebenfalls andere
Distributionen gab (z.B. GO-OO oder StarOffice) gibt es sicher auch dann
noch eine Oracle OpenOffice Version, die genauso dargestellt und
besprochen wird wie bisher.
Im Ergebnis ist es meine Überzeugung, die ich übertrage und die
"draußen" wirkt.

> Unabhängig davon, wie wir die Lage der Community und das Verhältnis
> beider Produkte und/oder Projekte beurteilen, würde daher auch Thomas
> für die Presseleute als "Diener zweier Herren" erscheinen.

Das wäre ja lediglich der Fall, wenn Du die "Herren" als "Herren" auch
so definieren würdest - das das Projekt lediglich das "Anhängsel" eines
Herren(Firma??) ist. Die tatsächlich Außenwirkung ist aber ganz anders:
Die, die die Kontakte mit den Presseleuten haben, werden als
Repräsentanten wahrgenommen dessen, was sie vertreten.

Und was vertreten wir: "Die beste freie Office-Suite" :-)

Viele Grüße
Thomas

-- 
## Marketing deutschsprachiges Projekt
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