Hallo Christian, *,

2010/10/20 Christian Lippka <[email protected]>:
> Am 19.10.2010 17:51, schrieb Christian Lohmaier:
>> 2010/10/19 michael<[email protected]>:
>>>
>>> [snip]
>>
>> Ich mach es mal ganz kurz:
>> Was fehlt und die Situation ratz-fatz klären würde ist ein
>> *eindeutiges* Statement seitens Oracle.
>
> Dieses Spiel kann man endlos spielen. Ich würde mir auch eine
> *eindeutige* Einladung von der TDF wünschen wo man schauen kann
> wie das dann aussehen wird.

Das "Argument" kann ich schon nicht mehr hören. Oracle könnte doch
gerade weil es noch nicht fix ist eigene Forderungen und Vorstellungen
mit einbrigen, von Anfang an eine entsprechende Rolle spielen.

> Soll Oracle jetzt ja sagen und danach
> reden wir darüber welcher Spielraum dem Hauptsponsor gelassen wird?

Bereitschaft zur Diskussion zu signalisieren und blind "ja" zu sagen
sind doch verschiedene Dinge. Das weißt Du auch, und umso mehr ärgern
mich solche "Argumente".

> Zum Situation klärenden Statement, die Press Statements von Oracle
> hast Du gelesen und leider kann ich auch nicht mehr dazu sagen.

Ja. habe ich gelesen, und die sind so schön nichtssagend.

> Aber wie heißt es so schön, keine Antwort ist auch eine Antwort.

Ja, darauf wird es hinauslaufen. Die Documentfoundation wird ohne
Oracle als Mitglied gegründet, ohne deren Input, und ist dann erstmal
außen vor, dann ist der Spielraum weg den es jetzt noch gäbe.

>> Wischi-Waschi statements bringen nix (wie "Oracle will die
>> OpenOffice.org Community unterstützen" ist in der jetzigen Situation
>> ohne Aussagekraft, da ja die Document Foundation *eine* Community
>> anstrebt, bei der auch Oracle mit an Bord ist).
>
> Worte wie 'Wischi-Waschi' sind auch keine gute Grundlage wenn Du
> eine auf Fakten basierte Diskussion wünscht.

Was wäre denn besser. "Aussagen ohne darlegung einer inhaltlichen
Position" ist dasselbe in grün.

>> Die Document Foundation hat es bisher nicht geschafft diese
>> Mißverständnisse zu beseitigen, an jeder Ecke tun sich neue
>> Grabenkämpfe auf (CC-Mitglieder, Project-Leads werden zum Rücktritt
>> gedrängt, etc).
>
> Auch hier sagst Du 'gedrängt' und das ist eine sehr subjektive
> Auffassung für 'Anfragen' die tatsächlich gestellt wurden

Oh nein, das sind nicht nur bloße Anfragen, Bei Anfragen stellt man
nicht gleich ein Ultimatum, etc.
Im Film wäre das der Mann im dunklen Auto vor der Schule des Kindes,
das einen Botschaft an die Eltern übergeben soll.
Die Botschaft ist ganz neutral, aber der Ton, das Drumherum macht die Musik.

Interessenskonflikt hin oder her: Von Seitens Oracle ist keinerlei
offizielles Bemühen zu erkennen diesem Konflikt ein Ende zu setzten.
Abgesehen von "keine Antwort ist auch eine Antwort".
Wiegesagt. Ein statement von Oracle wie von mir gefordert und alles
wird sich schnell klären.

> Deine Wortwahl spiegelt auch in diesem Fall nicht die Fakten wieder
> welche jeder Nachlesen kann und sie ist sicher nicht ziel führend
> wenn eine echte Ergebnis offene Diskussion erwünscht ist.

Ja, nachlesen kann das jeder, aber an meiner Wortwahl (sie werden zum
Rücktritt gedrängt) wird sich auch durch wiederholtes Lesen der
IRC-Logs/Mails nichts ändern.
Klar, eine Subjektive Einschätzung, andere sehen das evtl. anders (vor
allem können andere die Berechtigung dieser Forderung anders sehen),
aber an dem "Nachdruck der Anfrage" ändert sich dadurch nix.

>> Aber die Community ist für Oracle nicht wirklich von Interesse, sie
>> wird nicht für voll genommen, also warum sollte man sich da um
>> irgendwelche Konflikte kümmern?
>
> Ist das jetzt eine Unterstellung oder weißt Du etwas über Oracle das
> nicht mal ein Oracle Mitarbeiter weiß?

Das ist natürlich eine "Unterstellung", eine persönliche Meinung die
ich mir gebildet habe aufgrund der Verlautbarungen (oder vielmehr
Ausbleiben solcher) gebildet habe. Auch durch die codebeiträge zu OOo
und das ersichtliche Mitsrpacherecht (oder fehlen davon) wenn es um
Dinge ging, die einem Großteil der Community wichtig waren/sind.

> Wenn Du es nur vermutest
> dann schreib doch bitte 'Ich denke...' an den Anfang des Satzes.

Der war gut, ich fordere dann genauso Dich auf jetze persönliche
Meinung von Dir mit "ich denke" zu geginnen. Das ist wieder
Kindergartenniveau, Vermeidungstaktik.

> Auch hier bin ich verwirrt. Herrscht in der Document Foundation keine
> klare Linie?

Wieder KLugscheißerei/Wortumdreherei, wie zu erwarten, bloß das man
sich nicht inhaltlich damit auseinandersetzen muß. Ja, jetzt wirds
persönlich, weils einfach zu frustrierend wird. Genauso kann man gegen
eine Wand reden.

> Wenn Du andere Postings von Foundation Membern liest
> dann bekommt man als Oracle Mitarbeiter schnell mal eins auf die Mütze
> wenn man schreibt das es einen Unterschied zwischen der Foundation/LO
> Community und der OpenOffice.org Community gibt. Du schreibst jetzt
> das Mitglieder der Community zu der Foundation/LO abwandern.

Bewußtes Mißverständnis, abslichtliches Fehlinterpretieren wie von mir
angeprangert.
Ich schrieb:
# Oracle weiß den Wert der Community nicht zu schätzen, also ist es
# Oracle auch egal wenn X Prozent zu der Foundation/LO abwandern

Durch den Kontext sollte doch klar sein, was damit gemeint war,
nämlich daß Oracle die Spaltung der Community in Kauf nimmt, daß
Oracle nichts daran liegt die Community zusammenzuhalten. Sprich
Oracle scheißt auf die Foundation, und damit gibt es dann klare
Fronten. Oracle auf der einen und die Foundation auf der anderen.

Wie bereits zigmal, auch in der von mir zitierten Mail, auf der Du
jetzt wieder mit Fehlinterpretationen rumreitest geschrieben:

Wenn Oracle ein klares Statement abgeben würde, wäre der angebliche
Interessenskonflikt ganz schnell beseitigt.
Wo in dieser Aussage ein Widerspruch zur Linie der
Foundation-Mitglieder sein soll wirst Du mir vermutlich nicht
erklären, anstattdessen wird auf dem Stil oder auf anderen Macken
dieser Mail rumgeritten.

> Wenn
> jemand von A nach B geht muss A != B sein. Und damit begründet sich
> auch der vermutete Interessenkonflikt das man nicht gleichzeitig
> Leader von A und von B sein kann.

Siehe oben. Und bis jetzt, mangels klarem Statement ist aber A noch
nicht ungleich B. Das wurde schon sooft geschrieben, daß es auch ein
10jähriger verstehen könnte, wenn er denn nur wollte. Und da liegt das
Problem. Wenn man etwas partout nicht verstehen will, dann wird auch
nix draus.

> Also noch mal, Mea Culpa das ein paar Beiträge sehr emotional waren.
> Aber bitte lest doch mal durch was ein Oracle Mitarbeiter sich die
> Tage alles anhören muss.

Oh nein, mein Beitrag jetzt ist ebenfalls emotional und grenzwertig,
das ist mir duchaus bewußt, aber ich entscheide mich auch bewußt dazu
ihn so zu senden.
Denn die Ausrede "was man sich als Oracle Mitarbeiter anhören muß"
zieht einfach nicht.

Schärfe im Ton und unschärfe was den Inhalt in *dieser* (TDF/LO)
Diskussion betrifft ging ganz klar von Oracle-Mitarbeitern aus.

> Ich meine wir sind Oracle, wir sind nicht
> Enron, wir kippen kein Öl in den Golf von Mexiko, wir zwingen euch
> nicht eure Steuergelder in Bad Banks zu investieren und wir sind auch
> nicht Haliburton.

Ja, das stimmt alles, und auch keiner in der Foundation verneint den
Beitrag der Oracle Mitarbeiter zu OOo als Produkt, und auch den
Beitrag vieler Oracle Mitarbeiter zur Community.

Es hat keiner etwas persönlich gegen Oracle Mitarbeiter. Und ich würde
die Mail auch an jeden anderen so schreiben, ob Du als Oracle
Mitarbeiter Betriebslinie fährst oder Deine eigene Meinung vertrittst
ist mir dabei auch egal.

Das Problem ist und bleibt daß Oracle keine offizielle Stellungnahme abgibt.
Aber wie bereits erwähnt: Keine Antwort ist auch eine Antwort, es ist
bereits so viel Zeit vergangen, ohne irgendein Anzeichen von Seitens
Oracle, daß man davon ausgehen muß, das Oracle sich in keiner Weise in
die Foundation einbrigen wird.

Damit muß man leben, und auch die Konsequenzen daraus ziehen. (ja,
*dann* gibt es einen Interessenskonflikt, aber wiegesagt löst sich der
dann schnell).

ciao
Christian

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