Hallo Thomas. *.

Am 08.01.2011 18:22, schrieb Thomas Krumbein:
> Hey - und speziell Michael,
> 
> tut Euch mal einen Gefallen und mäßigt Euch in der Wahl Eurer Worte -
> insbesondere von einem Juristen erwarte ich eine korrekte Bezeichnung
> und Sprache.
> 
> Am 08.01.2011 17:02, schrieb michael:
> [..]
>> Ich finde die deutschsprachige OpenOffice.org-Community hat - nach
>> allem was geschehen ist - ein Recht darauf zu erfahren, mit welcher 
>> Unterstützung sie zukünftig noch durch den noch so genannten 
>                                              ^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> OpenOffice.org Deutschland e.V. rechnen darf.
> 
> Michael, es sollte Dir klar sein, dass Verein diesen Namen trägt -
> und dies auch noch in absehbarer Zeit. Ich erwarte auch von Dir Respekt
> und korrekte Bezeichnung, solange, bis -falls überhaupt- eine
> Umbenennung stattfindet.

"Sollte es zu keiner Einigung mit Oracle hinsichtlich des Namens kommen,
werden wir sicher mittelfristig vom Vorstand aus den Antrag auf Änderung
des Vereinsnamens den Mitgliedern unterbreiten ... "

http://www.ooodev.org/ unter "Wie geht es weiter?"

Sigrid Carrera _Mail von 06.01.2011, 11:31 Uhr: "Wenn ich das richtig
weiß, dann ist OOoDeV gerade dabei seinen Namen
zu ändern. (Zumindest ging wohl eine Mitteilung an die Mitglieder und
es soll eine Abstimmung stattfinden.)"

Also der Verein wird noch so genannt; es ist aber schon ins Auge gefasst
worden, den Namen zu ändern. Was habe ich unrichtiges geschrieben?

> Ich spreche Dich auch nicht als "so genannten Rechtsanwalt" an, oder?
>
Ich habe nicht die Absicht, "mittelfristig" meinen Beruf zu ändern.

>> Ebenso ist - ganz rational - zu entscheiden, ob die Community die 
>> Unterstützung des noch so genannten OpenOffice.org Deutschland
>                    ^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> e.V.durch Spenden weiterhin öffentlich und nachdrücklich empfiehlt.
>>
>> Es geht also um die Frage, ob eine für die Community sinnvolle 
>> Zusammenarbeit zwischen Community und Verein weiterhin möglich ist, 
>> nachdem der Verein eine neue Aufgabe, nämlich der wesentlichen 
>> Unterstützung von LibO, gefunden hat.

Bitte genau lesen:

"Wir haben in den vergangenen Wochen mit unseren Mitteln den Aufbau der
Infrastruktur der Foundation ermöglicht und übernehmen vorübergehend die
neutrale Verwaltung der Internetadressen etc. Wir unterstützen die
Gründung der Foundation also mit unseren Ressourcen und bieten
gleichzeitig allen Förderern eine gemeinsame Verwaltungsstelle (Spenden).

In diesem Zusammenhang möchte ich insbesondere unseren Mitgliedern
Florian Effenberger und André Schnabel von Herzen danken für Ihre
unermüdliche und zeitintensive Arbeit im letzten Monat. Gemeinsam haben
Sie die Infrastruktur der neuen Foundation aufgesetzt und in Betrieb
genommen."

http://www.ooodev.org/ unter "Welche Rolle spielt der OpenOffice.org
Deutschland e.V."

Willst Du leugnen, dass die Unterstützung für die TDF und damit auch für
das von ihr verfolgte Projekt LibreOffice wesentlich ist? Wie stände die
TDF und LibreOffice ohne diese Unterstützung dar?

> Auch hier solltest Du - ebenso wie Raphael - sehr vorsichtig sein in
> Euren Aussagen. Ein Satz wie dieser oben stehende kann schnell als
> "Verleumdung" und "Falschaussage" gewertet werden.

Ich bin vorsichtig mit meinen Aussagen, Du aber wohl flüchtig im Lesen.

> Keiner von Euch ist Mitglied des Vereins oder gar in irgendwelchen
> Entscheidungskremien um solche Aussagen überhaupt treffen zu können.
> Auf der anderen Seite gibt es keine solchen Veröffentlicheungen noch
> Aussagen von Seiten des Vereins - seid vorsichtiger mit dem, was Ihr von
> Euch gebt.
> 
> Zu allen Sachaussagen mal ein paar Worte zum Vereinsrecht - auch
> speziell zum OOoDeV:
> Spenden an einen Verein (speziell gemeinnützig) müssen satzungsgemäß
> verwendet werden - darüber wachen auch die Behörden. Verantwortlich für
> die operative Arbeit ist der (gewählte) Vorstand, der die Entscheidungen
> im Einzelnen trifft. Das höchste Organ eines Vereins ist die
> Mitgliederversammlung, die nicht nur den Vorstand wählt sondern auch
> Grundzüge der Handliungsweisen bestimmen kann. Ein Verein ist
> demokratisch organisiert - jedes Mitglied hat eine Stimme, die Mehrheit
> entscheidet.
> 
> Soviel in Kürze - damit sind wahrscheinlich alle Eure Fragen schon
> abgedeckt. Konkret: Der Verein und jeder andere Verein ist weder dieser
> Liste bzw. den hier diskutierenden Personen in irgendeiner Weise
> auskunfts- oder rechenschaftspflichtig, noch gibt es "Rechte" von
> Personen, die nicht Mitglied des Vereins sind.
> 
> Aber das sollte zumindest Dir - Michael - als Rechtsanwalt schon klar sein

Schau einmal was ich hierzu geschrieben habe:

"Selbstverständlich ist Thomas eine korrekte und honorige Person und es
gibt für mich (auch als Nichtmitglied, dem die Zahlen nicht offengelegt
wurden) überhaupt keinen Zweifel daran, dass jeder Cent des
Vereinsvermögens zu satzungsgemäßen Zwecken verwendet wird.

Hier von "Untreue" zu reden, ist schlicht abwegig.

Aber: Zu den satzungsgemäßen Zwecken gehört auch, aber eben nicht nur
die Unterstützung von OOo.

Die satzungsgemäße Verwendung des Vereinsvermögens kann daher auch in
der Unterstützung von LibO bestehen.

Welche Aktivitäten in welcher Weise und in welchem Umfange der Verein im
Rahmen der satzungsgemäßen Zwecke unterstützt, ist rechtlich allein
Sache des Vereins."

Mail vom 07.01.2011, 17:09 Uhr

Im Übrigen: Danke für die Klarstellung.

Aber, vom rechtlichen einmal abgesehen:

Ohne Transparenz, kein Vertrauen. Ohne Vertrauen keine Zusammenarbeit.

Das sollte sich auch den Mitgliedern und dem Vorstand des Vereins nicht
verschließen.

Wenn zwei zusammenarbeiten (wie Verein und Community), müssen in einer
freiheitlichen Rechtsordnung beide dies wollen.

> Nun ein wenig historisches:
> Der Verein wurde von aktiven Mitgliedern der De-Community einst ins
> Leben gerufen und von diesen gepflegt und gehegt - enben aus der
> Erkenntnis heraus, dass eine Community keine Verträge abschließen und
> keine Gelder verwalten kann. Eins war aber schon zudiesem Zeitpunkt
> klar: ein Verein alleine nützt gar nichts - der kann lediglich eine
> "Rechtsform" darstellen. Alle Aktivitäten des Projektes (und somit der
> Community) gingen ausschließlich von Personen aus, die diese gerne und
> intensiv betrieben haben. Der Verein konnte hier lediglich Unterstützung
> anbieten, dort, wo Verträge geschlossen  mussten oder Vorleistungen
> erbracht werden mussten. Alle Aktivitäten der letzen Jahre wären ohne
> den Verein nicht möglich gewesen - die DVD, Messestände, Prospekte,
> Banner und vieles mehr. Nur: Nicht der Verein hat all dies erzeugt - das
> waren die einzelnen Personen - egal ob Vereinsmitglied oder nicht - die
> dies mit Zeit und Engagement erfüllt haben.
> Und die Personen sind jetzt alle weg von OpenOffice.org. Nicht der
> Verein unterstützt die Community - das wäre zu abstrakt, der Verein hat
> - wie das so üblich ist in Vereinen - einzelen kleine Projekte
> unterstützt, die von Personen getragen wurden. Gibt es die Personen
> nicht mehr, gibt es auch keine Unterstützung. Wie man Unterstützung
> erhält, ist im Verein klar geregelt.
> 
> Und für die, die nicht mehr durchblicken, ein einfaches Beispiel: Die
> OpenOffice.org DVD. Der Verein hat eine Distribution (die PrOOo-Box)
> gefördert, die wurde auf eine DVD gepresst, diese verpackt und an
> Interessenten versendet. Das war eine Zusammenarbeit von verschiedenen
> Personen - einer hat ein Layout entworfen, ein andere gesetzt, einer hat
> sich um den Druck bemüht (den dann der Verein bezahlt hat), dann wurde
> die DVD von einer Person verpackt und versendet.
> Das Ganze lief bis genau 31.12.2010 - dann waren die Materialien alle.
> Die Personen, die das früher immer gemacht hatten, kümmern sich nun um
> andere Dinge - so spielt das Leben.
> Deswegen aber hat der Verein keine Unterstützung zurückgezogen - ist
> halt niemand mehr da, der sich um OOo kümmert. Keine neuen Layouts,
> keine neue Distribution, keiner, der sich um den Shop kümmert, keiner,
> der etwas verpacken möchte oder versenden - und wo niemand ist, kann man
> nichts fördern - auch nichts unterstützen.

Danke auch für diese Klarstellung, die uns sicherlich bei den
anstehenden Entscheidungen helfen wird, falls dies das letzte Wort
seitens des Vereins sein sollte.

Es steht IMO in einer Linie mit der von Johannes berichteten Antwort auf
seine Fragen an den Verein.

Auch was nicht gesagt wurde, ist erhellend.

Wie mehrfach gesagt, möchte ich aber auch noch die Ergebnisse der
kommenden Mitgliederversammlung abwarten.

> Und so ist die gesamte Diskussion um Unterstützung und Spenden des
> OOoDeV reine Prolemik, geht völlig am Kern der Sache vorbei und lässt
> sich auch nicht lösen durch Neugründung eines neuen Vereins.
> 
> Fangt an, selbst aktiv zu werden und die Organisation in eigene Hände zu
> nehmen - und wer Unterstützung braucht - die Satzung und die Regeln des
> OpenOffice.org Deutschland e.V. sind öffentlich und können unter
> www.ooodev.org eingesehen werden.
> 
> Aber denkt auch daran: Letztendlich entscheidet der Vorstand und man
> kann auch viel "Porzelan zerschlagen" durch Unterstellungen und
> Falschaussaagen. Auch wir sind Menschen und errinnern uns an Namen.
> 

Finstere Andeutungen und der Vorwurf der Polemik und von
"Falschaussagen"- Du machst es einem wirklich nicht leicht, den Gedanken
an eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Euch nicht zu verdrängen.

Gruß
Michael


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