Michael Höhne schrieb:

> Genau dies sehe ich nicht. Von Oracle kamen eine Menge
> Wischiwaschi-Aussagen. Es tut mir leid, die bisherigen  sind die
> Aussagen ohne jeden konkreten Inhalt. Es wird Zeit, dass mal "Butter
> bei die Fische" kommt!
> 

> 
> Zur Zeit hänge ich ein wenig zwischen Baum und Borke: Ich möchte
> Anfänger nicht verschrecken, indem ich ihnen ein (gefühlt)
> etwas wackligeres Office-Paket installieren, an dem aber fleißig
> gearbeitet wird, oder ein anderes Paket, bei dem (gefühlt) derzeit
> nicht viel passiert und dessen Hauptsponsor keine _klaren_ Aussagen
> macht, wie es weitergehen soll.
> 
>> Ich meine, dass eine realistische Standortbestimmung nur dann möglich
>> ist, wenn wir Fakten in den Mittelpunkt unserer Diskussion stellen.
> 
> Eben! Und die fehlen fast vollständig. Und die von die gemachten
> Aussagen der Art: "Bisher hat Oracle uns ja nichts Böses getan" halte
> ich nicht für sonderlich förderlich oder beruhigend.
> 

Manchmalfrage ich mich, wie es Oracle uns denn recht machen soll.

Wäre von Oracle eine Ansage der Art gekommen: "Die Community übernimmt
jetzt mehr Verantwortung und so und so läuft das ... ", denn hätte viele
geschrien, dass der Hauptsponsor eigenmächtig Dinge entscheidet ohne auf
die Meinung der Community Wert zu legen und diese wieder einmal vor
vollendete Tatsachen stellt.

Gibt Oracle bloß ein Ziel an, heißt es "Wischiwaschi".

Eine etwas konkretere Aussage wäre mir natürlich auch lieber gewesen,
weil die erfolgte zu viel Anlass zu irgendwelchen Spekulationen gab;
aber wenn man die Aussage so nimmt, wie sie ist, scheint mir das Ziel -
mehr Verantwortung und Entscheidung für die Community - eigentlich recht
klar. Aber selbst an dem klaren Bekenntnis zu OpenOffice.org ist damals
ja viel 'rumgedeutelt und -gemäkelt worden.

Dass Oracle der Community mehr Verantwortung und Entscheidungsmacht
einräumen möchte, müssten eigentlich diejenigen bejubeln, die sich immer
wieder über den zu großen Einfluss des Hauptsponsors etc. beschwert
haben; aber dieser Jubel ist bislang wohl noch nicht zu mir gedrungen.

Wie kann Oracle die erklärte Absicht umsetzen?

Mir scheint, einige erwarten, dass sich die betreffenden Manager auf
dieser Liste und andere Listen einschreiben und lang und breit mit uns
diskutieren, was wir von Oracle erwarten und wie ein entsprechender
Prozess laufen kann und und und ... .

Nur so wird das nicht laufen!

Erstens, und das scheinen einige, für die OpenOffice.org sicherlich viel
bedeutet, zu vergessen, ist OpenOffice.org nur eine von vielen
"Baustellen" bei Oracle und wahrscheinlich nicht einmal die wichtigste
(aus der Sicht von Oracle).

Zweitens gibt es aus meiner Sicht nur zwei Ansprechpartner für Oracle,
nämlich das Community-Coucil und den Verein Team OpenOffice.org, der
immer schon eine internationale Ausrichtung hatte und die einzige
juristische Person im Umfeld der Community ist.

Weder die TDF, die wohl noch immer im Gründungsstadium ist, noch der
Verein Freies Office Deutschland e.V., schon allein wegen seiner
nationalen Ausrichtung, kommen wohl insoweit in Betracht.

Wie Jörg es zutreffend dargelegt hat, gibt es eine Vielzahl von Dingen
zu klären.

Wie ich Oracle einschätze, wird man, wie ich bereits ausgeführt habe,
erst dann an die Öffentlichkeit treten (und diese und andere Listen sind
öffentlich), wenn "Nägel mit Köppen" gemacht worden sind und man ein
Ergebnis vermelden kann.

Das finde ich auch stressig, aber man muss das wohl akzeptieren.

Das heißt aber selbstverständlich nicht, dass wir jetzt die Hände in den
Schloß legen müssen: wie bereits dargelegt, gibt es viel zu tun und es
sind einige vakante Aufgaben zu erledigen. (Manche davon kann man sogar
in Zusammenarbeit mit LibreOffice-Leuten in Angriff nehmen)

Wer also aktiv oder aktiver werden will, hat hierzu eigentlich jede
Gelegenheit.

Der alte Spruch "Tu Gutes und rede darüber" ist bekanntlich nicht nur
ein Aufruf zu verstärkter Kommunikation ;-).

Gruß
Michael

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