Hallo *, Andre Schnabel schrieb: > Uns allen, die hier überhaupt diskutieren, liegt OOo nach wie > vor am Herzen. > Dass OOo erhalten bleiben soll - dafür hast du gute Gründe genannt: > - es ist eine starke Marke, > - es ist international bekannt > - viele Anwender kennen und schätzen es > - viele Leute haben da Jahre Arbeit reingesteckt.
Danke für diese klaren Worte (verwechsele Du aber bitte nicht OOo als 'reine' Software und OOo als Projekt - zwar habe ich keine Zeit auf Deine Kommunikation mit Thomas umfassend einzugehen, nur denke ich Thomas meint (zumindest) _auch_ das Projekt und so wie es kein grundsätzliches Problem wäre LO und OOo (als Software) wieder zu vereinen so sehr unterscheiden sich TDF und OOo-Projekt, beispielsweise in Fragen eines CA (TDF will Keines, OOo hatte schon immer Eines) oder grundsätzlicher Organisation (TDF will bewußt Meritokratie, OOo will Demokratie, auch wenn diese vielfach wenig entwickelt ist)) > Nur - je länger man das Thema "schleifen" lässt, desto > - schwächer wird die Marke exakt > - desto unsicherer werden Anwender > - desto mehr Leute wandern ab, weil sie nicht ewig warten wollen. > > > Wenn wir jetzt warten, was Oracle tatsächlich tut, dann > sehen, wer noch > dabeibleibt, wer was unternehmen will ... sind wieder mehrere Wochen > vergangen. Und irgendwann ist OOo tatsächlich irrelevant. Also in der Frage Marke müssen wir warten, denn das kann nur Oracle entscheiden > Ich sage es gern nochmal: die Linux-Distributoren werden schon jetzt > nur widerwillig zur Marke OOo zurückkehren. die haben (überwiegend) go-oo eingesetzt (Sorry André, nur hier zählt dann Wahrhaftigkeit denn ständig hatten wir früher die Diskussionen was denn alles bei go-oo falsch liefe, technisch wie organisatorisch, und man kann nun nicht im Nachhinein so tun als sei go-oo und OOo dasselbe gewesen.) > Nahezu mit dem > Tag des letzten > Oracle-Announcements haben diverse Businesanwender in Frankreich > angekündigt, von OOo weg zu wechseln. Und das bisher niemand Bekanntes/Relevantes in DE das macht, macht deutlich wie schlecht die Dinge u.U. insgesamt liegen, denn am Markt ist eher Ernüchterung eingekehrt. Uns allen mag z.B. nicht gefallen das das Auswärtige Amt die 'Rolle rückwärts' angetreten hat und auch wenn wir hoffen mögen das es sich hier um einen 'Ausrutscher' handelt so sollten wir trotzdem in Sorge, und vorbereitet sein, das hier neue Trends entstehen. Ebenso müssen wir verstehen das hierbei nicht nur technische Parameter zählen, sondern Migrationen durchaus auch politisch motiviert sein können und leicht ein rollback erfolgen kann wenn sich der politische Wind dreht (und das meine ich nicht auf "parteipolitisch" verkürzt). MS (und Andere) haben, unter dem Druck von OSS, ihre Produkte in den letzten Jahren sichtbar verbessert, gleichzeitig sind für OOo alle leicht erreichbaren Marktsegmente im Wesentlichen erschlossen, so das OOo, LO gleichermassen, für die Zukunft vor der Aufgabe stehen neue Marktsegmente zu erschliessen. Mit 'neue Marktsegmente' meine ich hierbei Solche wo OOo/LO keinen Sympatiebonus erwarten können, sondern nur die Leistung zählt, also insbesondere Unternehmensanwender deren Motivation nicht in der Frage OSS liegt, sondern die durch die reine Leistung der Software überhaupt erst auf den Weg geführt werden müssen das OSS ebenbürtig zu propritärer Software ist (bzw. sein kann) und die erst dann bereit sein werden begreifen zu wollen das OSS weitere, nichttechnische Vorteile bietet. Diese 'neuen Marktsegmente' reagieren beispielsweise sehr hellhörig auf Informationen dazu welche Regierungen/Staaten/Organisationen, z.B. in Südamerika, derzeitig LO begrüßen oder z.B. darauf wie potentiell nervös die TDF die Frage von Firmenmitgliedern in ihren Reihen betrachtet. Gruß Jörg -- ----------------------------------------------------------------- To unsubscribe send email to [email protected] For additional commands send email to [email protected] with Subject: help
