Hallo Uwe,

Am 07.01.2011 12:54, schrieb Uwe Altmann:

>> Statt "Variablengrenzen erraten" vielleicht besser "Variablengrenzen
>> raten"? (Etwas raten und etwas erraten ist ja nicht dasselbe.
>> Erraten impliziert den Erfolg. Der ist aber hier ja nur erhofft und
>> nicht sicher gegeben, denke ich.)
> 
> "schätzen" wäre besser/gebräuchlicher als "erraten" oder "raten" (ich
> vermute mal "estimate" in Original?)

Ne, das Original verwendet "guess".

Schätzen und raten haben aber eine unterschiedliche Bedeutung.

Beim Schätzen erhält man ungefähre Werte, die vielleicht in etwa
stimmen. Wenn man http://wiki.services.openoffice.org/wiki/NLPSolver
nachliest, dann erfährt man, dass es sich wohl eher um exakte Werte
handelt, die aber geraten sind.

>> Bei "Assume Non-Negative Variables" hast Du das "assume" mit
>> annehmen übersetzt, was ich missverständlich finde. "Assume" ist
>> hier im Sinne von "unterstellen", "voraussetzen", "davon ausgehen"
>> gemeint. "Annehmen" könnte auch im Sinne von "akzeptieren"
>> verstanden werden. Daher vielleicht besser:
>>
>> Assume Non-Negative Variables <--> Nicht-negative Variablen unterstellen
> 
> "annehmen" (i.S.v. "eine Annahme treffen") ist m.E. in statistischen
> Zusammenhängen (nein, ich kenne mich leider mit nichtlinearer
> Optimierung nicht aus) gebräuchlicher. "voraussetzen" wäre ggf. auch
> akzeptabel; "unterstellen" sicherlich nicht.

Mir geht es halt darum, dass "annehmen" missverstanden werden
könnte. Es könnte als das Gegenteil von "ablehnen" verstanden werden
und das wäre falsch. Wie Volker schon bestätigte ist "unterstellen"
in diesem Zusammenhang durchaus gängig:

"Wir unterstellen, dass die Variablen nicht negativ sind."

Das klingt für mich sprachlich richtig und gut.

Gruß

Stefan

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