Hallo Irmhild, Am 15.11.2012 08:11, schrieb Irmhild Rogalla: > Hallo Thomas, @ll, > [..] >> Es gilt zu überlegen, ob und wie wir Markt und Technik besser zusammen >> bringen können. > > Das ist sicher nicht falsch, aber was wäre hier ein (oder gar: der > richtige) Ansatz? > M.E. kann man aus dem Artikel auch nicht nur die Notwendigkeit von mehr > Marktpräsenz und Marketing herauslesen. Mindestens ebenso problematisch > erscheint mir (auch aus eigener Erfahrung in anderen Feldern), dass > viele Anwendung nur Schnittstellen zu MS Office haben und/oder MS Office > bzw. dessen Dokumentenformate als Austauschformate verwendet werden (bis > hin zu Powerpoint!! für die Erstellung und Bearbeitung von Grafiken). > > Von daher noch einmal die Frage: Was tun?
Nun, da gibt es schon Ideen - so muss z.B. die Entwicklung von den Fachprogrammen auf OpenSource Basis (z.B. LibO) gefördert werden - dazu bedarf es erstens eines Klimas, einer dokumentierten und offenen API (gut, da haben wir zumindest eine offene ;-) ) und einer stärkeren Konzentration des Projektes auf geschäftliche Belange. Das wäre Marketing! Für mich ist es z.B. unverständlich, wieso jetzt eine Versin 4.0 kommen soll (die 3.7 wird in 4.0 hochgestuft). Wer hat das eigentlich entschieden? Aus Marktsicht ist das schreckliches Zeichen - gerade Unternehemn haben sich noch nicht einmal so richtig mit dem Wechsel von OOo auf LibO/AOO angefreundet, eine wirklich stabile und sinnvoll nutzbare LibO Version zum internen Projekttest gibt es derzeit nicht bzw - folgt man der Homepage - wäre dies eine 3.5.7 Serien (mit den bekannten Probleem). Nun gibt es die gerade mal einige Wochen - da spricht man schon von der 4.0. Ich erinnere mich an den Artikel in der C´t zur Erscheinung der 3.6.x und den "Aufschrei" in der Community. Hat es doch tatsächlich ein Redakteur gewagt, die 3.6 als "wenig innovativ" und "nur nachprogrammiert, was schon in Excel vorhanden ist" zu bezeichnen. Und dabei hat er doch eigentlich recht gehabt. Jetzt kommt eine 4.0 - ohne sichtbare Neuerungen (ok, unter der Haube hat sich einiges getan, API etc. - aber das ist für den Kunden, für den Anwender und insbesonder für potentielle Applikationsentwickler doch gar nicht zu erkennen). Ich glaube, das wichtigste wäre eine stabile Version, die die Bedürfnisse der gewerblichen Kunden erfüllt und dann darauf aufbauend eine planbare, längerfristige Verfügbarkeit dieser Version (inkl. Fehlerpaches und Sicherheitsupdates). Der nächste Schritt wäre dann, genau die Applikationsentwickler anzusprechen bzw. ein Umfeld für diese zu schafen, dass sie Ihre Produkt entweder alternativ oder noch besser ausschließlich mit der API von LibO ausstatten - dann wird es auch für Unternehmen etc interessant. Die Erkenntnisse des Gutachtens in Freiburg sind leider in weiten Teilen korrekt. Die Teilung der beiden Linien hat uns im Markt nicht gut getan, sie hat uns eher geschwächt. Die Weiterentwicklung von OpenSoure ist immer ein Risiko. Die Marktdurchdringung von Service und Support insbesondere in regionalem Umfeld ist eher gering. Dennoch ist Freiburg ebenso ein Beispiel für ein "typisches Scheitern" einer Migration: Hätte oder würde Freiburg die Gelder oder wenigstens einen Großteil der Gelder, die sie jetzt für die Rückmigration einplanen (es sind so 2,6 Mio soweit ich mich errinnere) auch für eine Migration auf OpenSource einsetzen, so wären alle Probleme leicht "aus der Welt" geschaffen worden. Aber den Freien Office-Suiten eilt der Ruf vorraus: "Kost ja nix" - also werden weder Kapazitäten noch Gelder bereitgestellt - das Projekt muss scheitern. Und hier muss die Community / das Projekt verstärkt arbeiten: Lösungen aufzeigen für die Unternehmen/Verwaltungen, aber auch fair mit den zu erwartenden Kosten umgehen. Es reicht nicht, nur eine "gute Office-Suite" weiter zu entwicklen. Das ist OK für Privatanwender und Kleinstunternehmen (wobei auch die die Release-Politik nicht mehr verstehen). Für uns sehe ich zunächst folgende Schritte: Stärkt das Marketing (und Marketing ist nicht PR!), entschleunigen wir den Releasezyklus und bauen besser stabile Versionen (wobei natürlich durchaus ein Entwickler-Branch zusätzlich denkbar wäre). Suchen wir das Gespräch mit den Anwendungsentwicklern für Fachprogramme und bieten denen Optionen. Ich weiss, das ist alles nicht so einfach und jemand muss es machen - aber wir können natürlich im "Kleinen" beginnen. Webseiten, Dokus, Vor-Ort. Und zunächst mehr Marketing im Projekt selbst. Viele Grüße Thomas -- ## Unterstützung der freien Office Suite ## http://de.libreOffice.org - www.LibreOffice.org ## Vorstand Freies Office Deutschland e.V. ## Mitglieder willkommen: www.FroDeV.org -- Informationen zum Abmelden: E-Mail an [email protected] Probleme? http://de.libreoffice.org/hilfe-kontakt/mailing-listen/abmeldung-liste/ Tipps zu Listenmails: http://wiki.documentfoundation.org/Netiquette/de Listenarchiv: http://listarchives.libreoffice.org/de/discuss/ Alle E-Mails an diese Liste werden unlöschbar öffentlich archiviert
