Am 18.08.2014 um 11:23 schrieb Martin Remy:
> Guten Morgen
> 
> Ohne jetzt auch noch mal Öl ins Feuer  giessen zu wollen... aber das,
> was Matthias hier bemängelt, hatte ich ebenfalls vor Monaten schon man
> festgestellt. LO ist eigentlich ein gutes Programm, ich bin davon
> überzeugt, es erfüllt hinsichtlich der Funktionalität vollständig unsere
> Anforderungen. Ich habe wirklich und ehrlich den größten Respekt für die
> Leistung und den Einsatz der Programmierer.

Ich finde LO auch super!

> Aber leider hakt es meines Erachtens ganz krass in der Projekt-Führung
> bzw. der Projekt-Politik. Wie ich damals schon kritisiert habe, tue ich
> das heute wieder: Was ist das für ein Unsinn, im monatlichen  Rhythmus
> neue Versionen herauszubringen, wenn die vorherigen Versionen noch nicht
> stabil laufen? Welche IT-Abteilung soll diesen hohen Wartungsaufwand 
> bei vielleicht mehreren Hundert Anwendern leisten können? Ich brauche
> vordergründig eine fehlerfreie und stabile Anwendung, nicht monatliches
> hinzufügen von neuen Fehlern in neuen Versionen. Mir würde ein Update
> pro Jahr reichen, dafür lieber solange Bug-fixes auf EINE Version, bis
> sie wirklich fehlerfreis ist.... Long-Term-Support... das ist das, was
> die Anwender benötigen... aber im Moment sieht das eher nach
> unkontrolliertem Wuchern aus.

Das mit Langzeitversionen und Open Source beißt sich ein wenig, da wenn
keiner die neuesten Versionen benutzt auch keine Fehler gefunden werden.
Es steckt ja kein einzelner Riesenkonzern hinter LO und der TDF. Es sind
einzelne Bezahlte Entwickler meist von ebenfalls Open Source Firmen (Red
Hat, Suse, Canonical und andere) und vielen freiwilligen Ehrenamtlichen
Einzelpersonen. Open Source lebt davon "oft zu veröffentlichen" und
"möglichst früh", damit möglichst viele nach Bugs suchen können.

Na im Prinzip spricht doch nichts dagegen. Man muss sich nur abgewöhnen
IMMER das neueste haben zu müssen. Ich empfehle dringend immer abzwarten
bis die letzte Version einer Serie (z.B. 4.1.6, 4.2.7, 4.3.6 und 4.4.6
usw) veröffentlicht wurde. Die sind dann ein halbes Jahr gereift und
enthalten am wenigsten kritische Bugs (ohne Bugs gibts nirgends).

Das währen dann die Produktiv-Releases - etwa im 6 Monats-Rythmus.

Noch länger geht's dann mit professionellem Support kostenpflichtig über
Libreoffice-from-Collabora.com, soweit ich das richtig gelesen habe, mit
3 Jahren (!) Support.

Gruß

Matthias

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