Moin,

Am So 12.07.2015, 18:17:32 schrieb Oliver Rath:

> ich sehe in München eher weniger Bedarf an einer weiteren "Linux für
> Einsteiger"-Veranstaltung. Es gibt haufenweise Stammtische zu
> verschiedenen Linux/BSD-Varianten, ausreichend Foren und Linuxtage im
> Umfeld. Die OpenSource-Treffen sind ja auch schon so ein Anlaufpunkt.
> 
> Wenn sich jemand für das Thema interessiert, sollte er eigentlich
> genügend Anlaufstellen finden.

da scheint mir ein Missverständnis über Sinn und Zweck der Veranstaltung 
vorzuliegen. Wäre das das Kriterium, hätten wir den Linux Presentation 
Day schließlich auch in Berlin nicht gebraucht.

Zunächst einmal geht es um die Zielgruppe, deren Interesse an Linux eben 
nicht so groß ist (d.h. Entschluss zum Umstieg), dass sie aus eigenem 
Antrieb eine Linux User Group aufsucht. Der normale Windows-Nutzer weiß 
auch nichts davon, dass es LUGs gibt, und deshalb sucht er nicht danach. 
Es kann sich bei uns auch niemand erinnern, dass jemals irgendwer mit 
dem Anliegen, sich Linux mal anzuschauen, bei uns aufgetaucht wäre.

Wir sind einigermaßen davon überrascht worden, dass zum ersten LPD quasi 
nur Leute gekommen sind, die schon Kontakt zu Linux hatten (auch wenn 
der teilweise Jahre zurücklag). Das waren genau die Leute, die wir auf 
unseren ganz normalen, wöchentlichen Treffen erwartet hätten. Aber nicht 
einmal die wussten, dass es Linux User Groups gibt. Aus den (v.a. wegen 
der fehlenden Berichterstattung) mickrigen zehn Besuchern wurden dadurch 
drei neue Mitglieder. Daraus ergibt sich: Neben dem ursprünglichen Ziel 
(Leute, die Linux gar nicht kennen) gibt es nun das weitere, die 
bestehende Linux-Nutzerschaft besser an LUGs u.Ä. heranzuführen. Diesen 
Effekt bekommt man geschenkt (man muss die Veranstaltung nicht anders 
ausrichten oder bewerben). Und natürlich ist die Bereitschaft von 
Leuten, die "einfach nur mal schauen wollen", die Veranstaltung zu 
besuchen, größer, wenn sie wissen, dass die Veranstaltung speziell für 
Leute wie sie gemacht wird.

Der inhaltliche Punkt ist, dass ein normales Vereinstreffen in der BeLUG 
deutlich nicht an das herankommt, was wir den Interessenten auf dem LPD 
geboten haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das anderswo anders 
wäre.

Der wichtigste Aspekt: Die Zielgruppe erreichen wir schlecht über IT-
Medien. Die Veranstaltung muss also für die normale Presse relevant 
werden. Und das dürften wir am ehesten schaffen, wenn wir sagen können, 
dass das eine bundesweite Aktion in 10+ Städten ist. In Klein-
Kleckersdorf kommt man immer in die Zeitung, aber in Berlin nicht; ich 
nehme an, dass das in München ähnlich schwierig ist. Zynisch gesagt: Es 
bedarf nicht einmal einer neuen Veranstaltung. Wenn Ihr schon etwas 
habt, das Ihr für ausreichend haltet, dann wäre es für die mediale 
Wirkung wohl ausreichend, zum fraglichen Termin den "LPD-Stempel" auf 
diese schon bestehende Veranstaltung zu drücken. Dann kann ich sagen, 
"auch München ist dabei", und Ihr bekommt für die schon bestehende 
Veranstaltung weitere Besucher.


CU

Hauke
-- 
Crypto für alle: http://www.openpgp-schulungen.de/fuer/bekannte/
XMPP (Chat mit OTR): [email protected]
   OTR: 1F82A427 94E65D76 58D28806 70412E98 3AD222E3

Attachment: signature.asc
Description: This is a digitally signed message part.

-- 
Abmelden und Archiv: 
https://lists.frodev.org/mailman/listinfo/opensourcetreffen-discuss
Tipps zu Listenmails: http://wiki.documentfoundation.org/Netiquette/de
Alle E-Mails an diese Liste werden unlöschbar öffentlich archiviert

Reply via email to