Hallo,
ich habe mir mal grundsätzliche Gedanken gemacht, was Neo ausmacht. Dies ist
zunächst ganz grob die Optimierung auf die deutsche Sprache und die
Ebenenstruktur, durch die man die vielen Zeichen eingeben kann, inkl.
Programmierebene, etc. Durch geäußerte Bestrebungen z.B. nach Neo-QWERTZ und
eine irgendwann bevorstehende Veröffentlichung von Neo 2 (und damit steigende
Bekanntkeit) und eine aufkommende Diskussion über eine Modularisierung von Neo
3 habe ich mir weitere Gedanken gemacht, wie man Neo verallgemeinern, aber das
was Neo ausmacht, behält.
Die hier vorgeschlagene Verallgemeinerung besteht *nicht* darin, die
Optimierung der Grundebene auf eine Sprache aufzuheben und ein Layout für alle
zu schaffen, sondern vielmehr die Sprache, nach der optimiert wird, nicht
festzulegen. Dazu hier was für mich Neo ausmacht:
• Alle lateinischen Grundbuchstaben (auch solche, die in der Zielsprache nicht
vorkommen) sind optimiert nach der gewählten Sprache auf der Haupttastatur,
die Ziffernreihe ist oben.
• Es gibt die drei toten Tasten, an der festgelegten Position
• .,•– sollten (unverändert) auf E1/E2 liegen
⇒ Es gibt vier Tasten um (häufige) Sonderzeichen unterzubringen (Dies ist der
Anzahl der Tasten geschuldet)
– Hat die Sprache zu wenige Sonderzeichen, könnten häufige Zeichen
aus anderen Sprachen oder weitere Funktion hingelegt werden, z.B.
eine tote Taste (→ diese sollte mit den anderen Neos zumindest
über Compose ebenso erzeugbar sein, bsp: Engl. mit internationalen
Fähigkeiten → œæ + T4(1,2)/T5(1,2,3) oder Umschalter kyrillisch/…, ♫)
– Hat die Sprache fünf wichtige Sonderzeichen könnte notfalls noch -
ersetzen werden (— dann auf -(E3))
– Dabei werden wenn nicht signifikant häufiger, erst die Zeichen verwendet,
die nicht bereits durch tote Tasten abgedeckt sind, also ð vor ö
• Das Haupttastenfeld von E3 ist bis auf ſ unabhängig von der Sprache. Die
Ziffernreihe (außer ¹²³) ist abhängig von der von E2.
• Wenn hoffentlich der Navigationsblock dreizeilig wird, ist das Hauptfeld und
/*- unabhängig von den anderen Ebenen, ¡¿ sind abhängig von E3
• Ebene 5 ist abhängig von E1/2, aber nicht eindeutig festgelegt, wegen
ϕςρϑθκ, bei Unklarheit können diese ohne Beziehung der unterliegenden Taste
auf die Sonderzeichenfelder oder auf ,. liegen. Die Ziffernreihe ist
unabhängig, außer hier werden ϕςρϑθκ hingelegt (was nach Möglichkeit vermieden
werden sollte).
• Ebene 6 (Hauptfeld) ist stark abhängig von E1/2/5 und ist nicht eindeutig
festgelegt. (∘⊂∈∂∇∪∩ℵ⇐⇔⇒Θ↦× haben keine zwingende Position)
• Der Ziffernblock bleibt gleich
Folgende Zuordnungen könnten ja unabhängig von der Position bestehen bleiben:
a → Aα∀а, b → Bβ б, c → Cχℂц, d → DδΔд, e → Eε∃е, f → FφΦф, g → GγΓг
i → Iι∫и, j → J ј, k → Kϰ к, l → LλΛл, m → Mμ м, n → Nνℕн, o → Oο о,
p → PπΠп, q → Q ℚж, s → SσΣс, t → Tτ т, u → U у, v → V √в, w → WωΩш,
x → XξΞч, y → Yυ ь, z → Zζℤз, , → – , . → •
Mit Unsicherheiten wegen Griechisch: h → HψΨх, r → Rϱℝр
Weiter ohne zwingende Position sind: ℓ, ·, іћэ
Mögliche Sonderzeichen auf Ebene 1 wären dann (zur Illustration):
Deutsch: üöäß (wie gehabt),
Englisch: æœ♫ (optional: ðß),
Island: æðþö
Dänemark:åøæ (ein weiteres suchen)
Esperanto ŭĥ♫ (ein weiteres, tote Tasten: ĉĝĵŝ)
Finnisch äåö (+ein weiteres)
Französisch: çëïœ (kein Platz: üÿ)
Niederländisch: äëïij
Türkisch: ıçşğ (tote Tasten: öü)
Vietnamesisch: ơưăđ
Weitere Empfehlungen (könnten auch zu obigen gezählt werden)
• Im Zweifel bleibt es so, wie es gerade ist
• Die E2 der Ziffernreihe, speziell »«$€„“” und damit auf E3 ¹²³›‹¢¥‚‘’
sollten erhalten bleiben. °§ℓ sollte irgendwo untergebracht werden, falls
nicht unbedingt notwendig sollten sie auch dort, wo sie sind bleiben.
• ªº№ auf E4 lassen
• Ziffernreihe von E6 erhalten bleiben
• Wenn die Häufigkeiten der Sonderzeichen klein genug sind, auf die bisherigen
Positionen von üöäß, falls möglich unter die passenden Vokale
• Wenn die Häufigkeiten es zulassen, die toten Tasten lassen
Was an Neo-De verbessert werden könnte, um besser auf diese Weise erweiterbar
zu werden:
• Kein κ in der Ziffernreihe, die Ziffernreihe grundsätzlich konstant halten
• Die Positionierung von ϑθψ könnte geklärt werden? Vielleicht auch nicht,
gibt es z.B. þ, will man ϑθ nicht auf ,. fest liegen haben
• Cokos unabhängig von Sprache, etc. (kein ♫wid, ♫micro, ♫w·, ♫sc·, ♫dag,
♫sum, ♫prod, ♫int, ♫prop, ♫poi, ♫opt…)
Portierungsanleitung (z.B. auf andere Sprachen):
→ Häufigkeiten der Zeichen berechnen und E1/E2 bestimmen, Sonderzeichen dabei
einbeziehen. → Siehe die Axiome
→ Gibt es zu viele oder zu wenige Sonderzeichen, extra Überlegungen
→ tote Tasten, falls sehr unpraktisch, (minimalinvasiv) anpassen
→ Evtl ¤ durch nationale Währung ersetzen (falls sonst nur über Cokos)
→ Ebene 5 und 6 festlegen
Es werden jeweils die ersten beiden Ebenen durch die Sprache festgelegt,
alles andere ergibt sich durch allgemein spezifizierte Zusammenhänge von
selbst. Es werden zusätzlich jeweils Ausnahmen/Erweiterte Regeln für die
Sprachen gefunden, damit das Endergebnis schlüssig ist. Ich habe z.B. neulich
mal Colemak auf das Neo-Framework portiert.
Ich schiele mit diesen Vorschlägen neben einer möglichen Ausbreitung der Neo-
Idee auf andere Sprachen/Länder auch auf pragmatischere Regelungen wie
http://www.cen.eu/cenorm/sectors/sectors/isss/activity/ws+meek.asp die zwar
nicht nach Neo-Gedanken aufgebaut sind aber ein paar der obigen Zuordnungen
z.B. übernehmen könnten und unabhängig von Neo europäische Kommunikation
erleichtern.
Eigentlich wollte ich ja erst die anderen Dinge zu Neo 2 diskutieren und damit
bis Neo 3 warten, habe im Moment aber wenig Zeit und dieser Vorschlag liegt
schon zu lange auf meiner Festplatte. Werde mich demnächst aber wieder mit den
toten Tasten befassen (Dank an Peter nochmal für’s überarbeiten auf dem Wiki).
Viele Grüße,
Aleχ (evtl. aka ℵχ)