> Am Dienstag, 9. Februar 2010 14:41:00 schrieb Ulf Bro: > > 7. Qwertz scheint gut für das Zweifingersystem > > :-) Ein schönes Ergebnis > > Aber in der Tat ist es nicht nur belustigend sein, sondern zeigt, warum so > viele mit QWERTZ zufrieden sind, sofern sie nicht zu viel erwarten. > Andererseits werden alternative Belegungen wie Neo genau dann interessant, > wenn mehr aus seiner Tastatur herausholen will.
Das war kein Witz. Es war das erste Mal, wo ich die Fingerstatistik auf Qwertz benutzt habe. Es fiel mir auf, dass die Tastatur sehr zentriert ist und zum Zweifingertippen eigentlich schön ist. Der Erfinder, Sholes, hatte das Zweifingersystem im Auge und entwickelte Qwerty nach wissenschaftlichen Bigrammanalysen mit dem Ziel, das Verhaken der Typenschwenkarme zu vermeiden. Allerdings hätte er zu diesem Zweck auch die Buchstaben anders legen können. Als er feststellte, dass Leute anfingen, mit allen Fingern zu tippen, ließ er eine neue Tastaturbelegung patentieren, die für das Zehnfingersystem geeignet war. Der Schreibmaschinenhersteller war allerdings nicht interessiert und ließ diese Erfindung in die unterste Schublade auf Nimmerwiedersehen verschwinden. So ist das Problem der Tastaturbelegung also so alt wie die Tastatur selber und deren Erfinder. Sholes verdient trotzdem nach wie vor unser Respekt für die Entwicklung einer Tastatur, die genau das tun konnte, wofür sie entworfen wurde. Ulf
