Hi Cornelis, > Ich habe versucht die Texte eher zügig zu tippen und nicht im jeden > Preis 100 % richtig tippen. Tippfehler sind in dem Fall alle Fehler, die > ich nicht beim tippen bemerkt habe, sondern erst beim späteren lesen. > Sicherlich habe ich hier auch Fehler wegen der seltsamen > Buchstabenkombinationen gemacht ... > Die Auflösung habe ich natürlich erst nach dem Tippen und Festhalten > meiner Eindrücke gelesen. An einigen Stellen habe ich hinterher noch was > hinzugefügt.
Das ist klasse! Danke für die Gründlichkeit! Und die Qwertz-Ergebnisse sind auch Gold wert, weil sie nochmal eine völlig andere Perspektive bieten. V.a. dass 6 sich gut tippen lässt (80% links) hat mich überrascht. Bis auf die Ergebnisse bei 4 und 5 sind deine Eindrücke mit den anderen größtenteils konsistent. Und gerade 4 und 5 sind sehr interessant. Die beiden hätte ich nämlich vorher für sichere Kandidaten gehalten, und dadurch geben deine Ergebnisse einen ganz neuen Blickwinkel darauf (und helfen, Schnellschüsse zu vermeiden). > Text 1: Vor allem auf der rechten Hand schwer zu tippende > Buchstabenfolgen, viel schlechterer Schreibfluss als im Text zuvor; 2 > Tippfehler Das ist wohl ein direkter Effekt davon, wenn man vermeiden will, nebeneinanderliegende Tasten direkt hintereinender zu tippen. Als Kriterium für gutes Tippen zweifle ich das inzwischen deutlich an. Es könnte auch ein Artefakt von Rohmert sein, weil der Test-Tipper dort Qwertz getippt hat, in dem sehr selten nebeneinanderliegende Tasten hintereinander kommen, so dass die Anschläge bei Tasten mit größeren Abständen einfach mehr trainiert sein könnten. > Text 2: Eher ungutes Gefühl mit der linken Hand, das tippen fühlt sich > einfach nicht "rund" an. Vor allem das Ä wirkte störend; 6 Tippfehler > (die meisten hatten auch mit dem Ä zu tun) Das ist ein bisher konsistentes aber überraschendes Ergebnis. 2 gewinnt gegen 3 in fast jedem von dem Skript ausgegebenen Parameter (ein paar andere sind nur intern), ist aber unangenehm. Es könnte aber natürlich auch an der Kombination von Text und Layout gelegen haben (sehr begrenzte Stichprobe). > Text 6: Geht gar nicht, Handverteilung grausam, gefühlt ca. 80--90 % auf > links, entsprechend schlechter Schreibfluss, schlechte Zeit, schlechtes > Gefühl mit der linken Hand (und das als Linkshänder); 6 Tippfehler Das entspricht genau der Erwartung an das Layout :) Genau dafür ist es optimiert: Möglichst lange Tastenfolgen auf der gleichen Hand, ohne größere Beachtung des Gleichgewichts zwischen den Fingern. > Text 9: Nach den ersten drei Worten entnervt mit kurzem Blick auf den > Resttext abgebrochen, scheint so als ob du in dem Text eine möglichst > schlechte Lage der Buchstaben erzeugt hast ... :) Fazit: Schlechte Tastenpositionen können wirklich alles ruinieren :) Sie sind der primäre Optimierungsparameter, die anderen dürfen die Tastenpositionen nicht zu stark verschlechtern. > Text 10: irgendwie anders als der Rest, ließ sich an vielen Stellen > recht gut tippen, hatte auch den einen oder anderen stolperstein, an dem > man per hand nacharbeiten müsste; 3 Tippfehler Das Layout ist das Ergebnis davon, wenn man die Tastenpositionen einfach 10x so stark einfließen lässt. > Text 11: Handwechsel komisch, rechts zu stark gewichtet. Handwechsel > erfolgte oft (und halbwegs regelmäßig nach kleinen buchstabengrüppchen > auf einer hand, alles in allem nicht so toll, warum genau weiß ich > nicht; 1 Tippfehler Das ging mir auch so – und bisher jedem. Das Layout fühlt sich für mich irgendwie unnatürlich an. Ich werde nochmal welche mit besserer Finger- und Handbalance machen. Vielleicht liegt es teils daran. > Text 13: gefühlt zweitschlechteste Buchstabenlage, viel > Sprünge, auf Neo-X und Umlauten zu wichtige Buchstaben, alles in allem so > schlecht, dass ich nur knapp mehr als die Hälfte getippt habe > An der Stelle musste ich fast schon lachen nachdem ich die Auflösung > gesehen habe :-) Qwertz schneidet ja noch schlechter ab, als die meisten > anderen Layouts, wenn ich hier ne Reihenfolge machen müsste streite sich > dieses Layout mit Nr. 12 um den vorletzten Platz. Herrlich mal im > Vergleich zu sehen WIE schlecht Qwertz tatsächlich ist! Finde ich auch :) Obwohl das hier natürlich ein Pseudo-Qwertz ist: Ein layout, dass darauf optimiert wurde, dass seine Werte so nah an Qwertz liegen wie möglich. Ein echtes Qwertz könnte etwas besser sein – oder etwas schlechter ;) > Text 5 auch anspruchsvoll aber nicht so kompliziert wie 7 > Text 4 leichter und angehmer als Text 5 Das Ergebnis mit dem besseren Text 4 könnte auch daran liegen, dass die Hand, wenn es keinen Handwechsel nach Disbalance gibt, wieder zurück in die Grundstellung *muss*. Auf die Art ist die Position fixierter. Es ist auf jeden Fall interessant, dass ihr beide das Gefühl hattet, dass 4 besser ist als 5. Spricht dafür, dass es einen allgemeinen Grund dahinter gibt. Nochmal danke für den Test! Liebe Grüße, Arne
