Hier ist die Beschreibung von Andreas zu seinen Optimierungskriterien: 

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Ich glaube, von allgemeinem Interesse sind nicht die Abläufe, sondern
eher die Kriterien im Detail.

Die Einzeltastenaufwände für die zentralen 32 Tasten sehen derzeit so aus:

  5 4 4 4 5  6 3.5 3.5 3.5 5.2 5
  1 0 0 0 3  3 0   0   0   1   5
  6 6 6 4 7  4 5   5   5   5

Ursprünglich habe ich «Aus der Neo-Welt» mit diesen
Einzeltastenaufwänden gefunden:

  5 4 4 4 5  6 3.5 3.5 3.5 5  5
  1 0 0 0 3  3 0   0   0   1  6
  6 6 6 4 7  4 5   5   5   5

Shift links und rechts haben Aufwand 5 und 7 (Ich benutze QWERTZ-< als
linke Shifttaste, daher die Asymmetrie).  Für jeden Kleinbuchstaben wird
der Einzeltastenaufwand der Buchstabentaste veranschlagt, für
Grossbuchstaben zusätzlich der Einzeltastenaufwand für die entsprechende
Shift-Taste.

Tastenbigrammaufwände (als Aufwände für das Anschlagen einer Folge von
zwei Tasten) sehen so aus:

- Handwechsel und Bigramme mit der Leertaste haben Aufwand Null.

- Mehrfachanschläge (zum Beispiel «mm») haben als Aufwand die Differenz
  aus dem Einzeltastenaufwand der Taste in der Grundposition des
  Fingers, der die Taste anschlägt, und dem Einzeltastenaufwand der
  angeschlagenen Taste.  Der Wert ist negativ oder Null.

- Kollisionen haben den Aufwand 10 plus 10 mal die Distanz der beiden
  angeschlagenen Tasten, gemessen in Tastenseitenlängen.

- Aufwände für andere Bigramme sind die Summe aus mehreren Beiträgen

  - Auswärtsbewegungen haben Zusatzaufwand 0.35, Einwärtsbewegungen
    haben keinen.

  - Nachbarschafsanschläge haben Zusatzaufwand 4 (kleiner Finger -
    Ringfinger), 2 (Ringfinger - Mittelfinger) bzw 4/3 (Mittelfinger -
    Zeigefinger).

  - Falls beide Taste in oberen Zeile liegen, oder falls beide Tasten in
    der unteren Zeile liegen und der Finger der die erste Taste
    anschlägt nicht der kleine ist gibt es eine Rabatt ähnlich wie für
    Mehrfachanschläge, nur dass der Rabatt mit 0.5/|Spaltendifferenz der
    Tasten| multipliziert wird.

    «Aus der Neo-Welt» wurde mit einer anderen, fehlerhaften Bedingung
    für denselben Rabatt gefunden: Beide Tasten mussten entweder oben
    oder in der Mitte liegen.

  - Schliesslich noch Zusatzaufwand für schräge Griffe: Die
    Zeilendifferenz der beiden Tasten, geteilt durch die horizontale
    Differenz.  Auf der rechten Hand ist die horizontale Differenz die
    Spaltendifferenz.  «Aus der Neo-Welt» wurde mit Kriterien gefunden,
    bei der das auch auf der linken Hand so war.  Im Gegensatz dazu ist
    im Moment für die linke Hand die horizontale Differenz der
    tatsächliche, geometrische horizontale Positionsunterschied,
    gemessen in Tastenbreiten.

Für Bigramme zweier Kleinbuchstaben wird der Tastenbigrammaufwand der
beiden Tasten berechnet, für die Folge von Gross- und Kleinbuchstabe
zusätzlich 75% des Tastenbigrammaufwands für das Grossbuchstaben-Shift
und die Kleinbuchstabentaste, es sei denn, er ist negativ; in dem Fall
wird er zu 100% berechnet.

Die Folge von Klein- und Grossbuchstabe würde ich heute den
Tastenbigrammaufwand von Kleinbuchstabentaste und Grossbuchstaben-Shift
berechnen, wenn diese Bigramme nicht vorwiegend aus Korpus-Müll bestehen
würden; stattdessen berechnen ich Null, ebenso für Gross-Gross-Bigramme.

«Aus der Neo-Welt» wurde mit Kriterien gefunden, bei denen bei
Klein-Gross-Bigrammen nur der Tastenbigrammaufwand für die beiden
Buchstabentasten berechnet wurde, für Gross-Gross-Bigramme zusätzlich
der Tastenbigrammaufwand zwischen den beiden Shifttasten.

Als letztes Element der Bewertung gibt es die Zielhäufigkeiten für
Finger: Die Anzahl der Anschläge (einschliesslich Shift) soll dem
Verhältnis 5 : 9 : 10 : 10 : 10 : 10 : 9 : 5 entsprechen (von linkem bis
rechtem Kleinfinger).  Muss ein Finger mehr anschlagen, wird die
Abweichung von Soll quadriert, mit 25, 15, 15, 15, 15, 15, 15 bzw. 25
multipliziert und als Aufwand berechnet.  Ursprünglich habe ich alle
(nicht nur positive) Abweichungen quadriert, und die Multiplikatoren
waren 25,  3,  3,  3,  3,  3,  3, 25.

Uff, ich glaube, das war es.  Falls Fragen sind kann es mit der Antwort
etwas länger dauern, ich habe ab Sonntag computerfrei und vorher wenig
Zeit.

Andreas

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