Liebe Mitforscher,
vor ungefähr 1o Jahren stand ich - noch blutiger
Neuling in Sachen Familien-Geschichtsforschung -
vor dem gleichen Problem, wie viele andere
Forscher auch: Wie komme ich an Quellen um
festzustellen, ob ich dort meinen Namen oder mein
Thema finde > oder auch nicht! Das Ausschließen
bestimmter Quellen, von denen man immer dachte,
man könnte vielleicht etwas finden, ist ja auch
sehr wichtig!
In den Räumen der Mormonen in Hamburg bekam ich
Kontakt mit einem Forscher aus der Gruppe
"Familien- und Wappenkunde im BSW", Hamburg. (BSW
steht für das Bahn-Sozialwerk).
Abgesehen davon, dass ich damals die komplette
Personalakte meines Großvaters einsehen konnte,
die noch bei der Bundesbahn-Direktion im Keller
lagerte (1945 Auslagerung von Danzig nach
Hamburg), nahm ich auch eine Einladung an, "doch
einmal die Bücherei des Vereins zu besuchen", die
sehr umfangreich sein sollte.
Die Personalakten der Eisenbahner (Königsberg,
Posen, Danzig und Breslau...) sind inzwischen
Vergangenheit. Sie wurden von der neuen Bahn AG
bis auf die Akten des gehobenen Dienstes und
weniger Akten aus der unteren Ebene vernichtet.
(Es gab darüber im letzten Jahr reichlich emails
in dieser Liste).
Aber ich nahm die Einladung zum Besuch der
Bücherei an und bin sofort auch Mitglied des
Vereins geworden. Denn: auch Nicht-Bahner dürfen
bei der Forschungsgruppe der Eisenbahner Mitglied
werden.
Sie bezahlen allerdings einen etwas höheren
JAHRESBEITRAG von 18,00 Euro, gegenüber dem
Beitrag der Bahner (das sind die sogenannten
Spender) in Höhe von 12,00 Euro.
Nun hatte ich die Möglichkeit sämtliche Schriften
des Vereins für Familienforschung in Ost- und
Westpreußen..., also UNSERES Vereins, in den
Räumen der Eisenbahner einzusehen und konnte auf
diese Weise auch die hoffnungsvollen Bücher, die
es vom Verein inzwischen nicht mehr gab,
durchsehen!
Mir war auch hier in Norddeutschland keine Stelle
bekannt, an der ich diese Bücher hätte einsehen
können.
Nun hatte der Verein der Bahner natürlich nicht
nur "unsere Schriften". Folgende, für mein
Forschungsgebiet interessante Druckwerke sind dort
ebenfalls präsent: Salzburger Hefte, Salzburger
Auswandererverzeichnis, Wehlauer Briefe,
Samlandbriefe, die Hefte von Pr. Holland und Dt.
Eylau und andere "Heimatbriefe"..., alle Ausgaben
der Zeitschrift "Der Westpreuße" (bis etwa 2002),
einige Kreisbücher, einige Elbinger Adreßbücher
und vieles anderes mehr.
Da aber die Mitglieder des Vereins ÜBERALL
forschen, gibt es diverse Buchabteilungen für
Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen,
Hessen, Berlin/Brandenburg, Thüringen, Pommern,
Schlesien,- um nur einige zu nennen.
Dazu führt der Verein Bücher über Wappen, hat
viele Bücher zu den Grundlagen der
Familienforschung, auch das Standesamtsbuch mit
den sogenannten "W-Nummern" (z.B. hat Elbing w
50411, Elbing Land w 50431...), Abhandlungen
verschiedener Familienverbände und als einzige
Bücherei der Bahner das komplette FAMILIENARCHIV.
Warum schreibe ich Ihnen das?
Inzwischen bin ich seit einigen Jahren Bücherwart
in diesem Verein und weiß sehr gut zu beurteilen,
wie wertvoll unsere Sammlung für den Genealogen
ist.
Wer also im Raum Hamburg oder Schleswig-Holstein
wohnt, ist als Mitglied im Verein herzlich
willkommen.
Jeden ersten Montag des Monats findet eine
Versammlung statt, bei der die Mitglieder die
Möglichkeit haben, ihre Forschungsergebnisse zu
besprechen, Vorträge über über bestimmte Gebiete
zu halten oder einfach Rat und Hilfe bei Kollegen
suchen können.
Fast alle Mitglieder arbeiten übrigens mit dem
Forschungsprogramm Gen-Profi.
Herr Wilck, der für dieses Programm den Support
macht, ist auch Mitglied des Vereins.
Beginn der monatlichen Versammlung 15:45, Ende
etwa 17:45.
An diesem Montag ist die Bücherei bereits ab 10:00
Uhr bis zum Beginn der Versammlung geöffnet, aber
auch an jedem DRITTEN Montag des Monats ist die
Bücherei von 10:00 bis 13:00 auf.
Treffpunkt ist die ehemalige Bundesbahn-Direktion
in der Museumsstraße 39 im dritten Stock Raum
1305. Während der Öffnungszeiten: Telefon
040-3918-1212. Wer den Weg nicht findet, kann beim
Pförtner abgeholt werden.
Ich würde mich freuen, wenn Mitglieder des Vereins
VfFOW mal beim GFW reinschauen.
Günter Mauter
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