Günter,

Thank you. I had google do a translation and think it was fairly clear. Do 
you know if there are any stones or markers? or when the Jewish population 
left the city?

Carolyn Lea


----- Original Message ----- 
From: "Günter Mauter" <[EMAIL PROTECTED]>
To: "Liste Elbing" <[email protected]>
Sent: Saturday, March 25, 2006 4:35 AM
Subject: [Elbing-L] Jüdische Gemeinde Elbing...


> In Beantwortung der Frage von Clea möchte ich
> folgenden kleinen Abriss geben. Meine Kenntnisse
> der englischen Sprache bewegen sich mehr in der
> Richtung, dass ich unseren philipischen Matrosen
> früher technische Anweisungen geben konnte. Für
> kulturelle Abhandlungen fehlen mir einfach die
> Worte.
>
> Zur Jüdischen Gemeinde in Elbing möchte ich einen
> kleinen, aber wirklich nur kleinen Bericht geben:
> Als Elbing 1772 bei der "Ersten polnischen
> Teilung" preußisch wurde, hatte Elbing noch keine
> jüdischen Einwohner. Erst 1783 wurde dem Moses
> Simon der Aufenthalt als Garkoch und Dolmetscher
> mit Einschränkungen (um den reisenden Juden
> Verpflegung und Verständigung zu ermöglichen.
> Keinesfalls durfte er selber Handel treiben)
> gestattet. Erst nach 1800 wurde noch weiteren
> jüdischen Familien, die ein Schutzprivilegium für
> den ganzen Staat hatten, der Aufenthalt in Elbing
> zugestanden. Das Edikt vom 11. März 1812 gewährte
> den Juden endlich gleiche bürgeliche Rechte und
> Freiheiten wie den Christen und führte eine
> gänzliche Umgestaltung ihrer bürgerlichen
> Verhältnisse herbei. Sie nahmen mit ihren Familien
> auch bürgerliche Namen an. Nach Inkrafttreten des
> Gesetzes "über die Verhältnisse der Juden" vom 23.
> Juli 1847, einer Revision und Erweiterung der
> bestehenden Vorschriften, wurde die Boldung von
> Synagogen-Gemeinden zur Pflicht gemacht. Vorher
> hatte die damals "Israelische Gemeinde" genannte
> Gemeinschaft nur einen losen Zusammenhang.
> Eine Synagoge für die anfangs noch sehr kleine
> Jüdische Gemeinde wurde 1823/24 in der Sturmstr. 9
> gebaut. Aber auch vorher gab es Gottesdienste in
> einem Hinterhaus in der Wollweberstraße.
>
> Der Jüdische Friedhof befand sich m.E. im Norden
> der Stadt, etwa in Lärchwalde. Vielleicht weiß
> jemand mehr darüber?
>
> Wochenendgrüße
>
> Günter Mauter
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