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Hamburg 

Der Neue Ruf - Süderelbe, Neugraben, Neu Wulmstorf, Finkenwerder, 31.10.2015, 
S. 7 
Freifunk für Flüchtlinge
SPD-Politiker macht Furore mit Projekt 
¦ imk) Fischbek, Am 13. Oktober um 14.29 Uhr war es soweit. Fischbek hat den 
ersten Freifunk-Internetzugang. Der Fischbeker SPD-Politiker Henning Reh stellt 
seinen Internetzugang nun auch anderen Nutzern zur Verfügung. "Ich hoffe, dass 
dies ein Startsignal ist und auch mehr Menschen hier vor Ort einen Teil ihrer 
Internetbandbreite der Allgemeinheit zur Verfügung stellen", meint Reh dazu und 
ergänzt: "Da es für die Flüchtlinge meist die einzige Möglichkeit ist, Kontakte 
in die Heimat zu Verwandten in anderen Fluchtländern zu halten, ist Internet 
für sie unbedingt erforderlich, Wenn es in den Einrichtungen keine Zugänge 
gibt, können sie nur über offene WLAN oder per Smartphone ins Internet. Ohne 
gesicherten Aufenthaltsstatus, also im laufenden Asylverfahren, erhalten sie 
jedoch nur Prepaid-Verträge mit zum Teil erheblichen Kosten." Konkret hat sich 
Freifunk zum Ziel gesetzt, offene WLAN-Netze einzurichten und diese miteinander 
zu verbinden. Dies ermöglicht einen freien Datenverkehr "durch die Luft" in der 
ganzen Stadt. Dabei wird ein WLAN-Router mit modifizierter quelloffener 
Software an das eigene Internet gehängt und stellt Dritten einen Zugang zur 
Verfügung, ohne dass diese auf das private Netz Zugriff haben. Im Idealfall 
sind die Freifunkrauter so flächendeckend aufgestellt, dass sie ein eigenes 
vermaschtes Netz bereitstellen und somit miteinander kommunizieren und so die 
Bandbreite des Internetzugangs nicht zu sehr strapazieren. "Wer sich mehr dafür 
interessiert, kann sich unter www.hamburg.freifunk.net informieren oder sich 
direkt mit mir in Verbindung setzen", bietet Reh an. "Die Kosten sind sehr 
überschaubar. Ich habe für das komplette Einrichten einschließlich eines guten 
Routers knapp 45 Euro und eine Stunde Arbeit aufgebracht. Allerdings sehe ich 
die im September vom Bundeskabinett verabschiedete Reform des 
Telemediengesetzes sehr kritisch. Hier wird zwar die Störerhaftung für Anbieter 
solcher Dienste eingeschränkt, das gilt aber nur, wenn der Anbieter sich von 
jedem Nutzer bestätigen lässt, dass dieser sich auch gesetzestreu verhält. Das 
ist so, als wür de man von jedem Straßenbenutzer eine schriftliche Erklärung 
verlangen, dass er nicht bei Rot über die Ampel fährt." Reh ist per E-Mail 
unter [email protected] erreichbar.


Besten Gruß


Torsten
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