Mir ist es wichtig, dass die Community nach wie vor definiert, was technisch gewollt ist und was gemacht werden soll. Nicht alles was man machen kann, entspricht unserem Freifunk Gedanken. Am Ende wollen wir weiterhin Freifunk bauen, nicht einfach nur Access Points.
Finde ich nachvollziehbar und absolut richtig. Allerdings widerspricht nach meinem bisherigen Verständnis das, was im Zusammenhang mit Flüchtlingsunterkünften nun beschlossen ist, schon jetzt dem Freifunk-Gedanken. Offensichtlich ist das bei der Frage der teilweisen Kommerzialisierung. Ich behaupte, dass diese Entscheidung ohne die moralische Zwickmühle, in der wir stecken, so nicht gefallen wäre. Wie richtig man eine Entscheidung im Plenum findet, bei der die Hälfte der Anwesenden zum ersten Mal und mit einer bestimmten Zielsetzung erscheint (ich zum Beispiel), wurde anscheinend schon diskutiert. Technisch stellt sich mir die Frage, was nach der Umsetzung in einer Unterkunft noch von Freifunk übrig bleibt, außer einfach nur Access Points und, ok, einem Störerhaftungsvermeidungsdienst. Es gibt zwei Gründe, warum ich darauf rumreite: Der mir zugegeben weniger aber eben auch wichtige Punkt ist, dass ich es falsch finde, dass FF-HH sich verbiegen und eventuell Schaden nehmen muss, aufgrund einer oktroyierten moralischen Verpflichtung gegenüber Flüchtlingen. Nicht jeder stellt diese bedingungslos über die Freifunk-Prinzipien. Wenn die Flüchtlingsaktion mit sich bringt, dass ein bedeutender Teil des lange aktiven Kernteams für lau und teils gegen eigene Überzeugung einen erheblichen Mehraufwand hat und/oder das Freifunk-Netz aufgrund des sprunghaften Wachstums performance-Probleme einkassiert und/oder technische Kompromisse gemacht werden müssen, die das gesamte FF-HH-Netz beeinträchtigen, erscheint mir das ungerecht und falsch. Der zweite Grund ist das Thema, warum ich nun mal zu Freifunk gekommen bin, nämlich geflohenen Menschen Kommunikationsmöglichkeiten anzubieten, mir egal wie, aber möglichst schnell und möglichst gut. Ich mache mir Sorgen, dass dieses Ziel darunter leiden könnte, dass wir Freifunk technisch und organisatorisch/moralisch erst mal verbiegen müssen. Wenn ihr mir sagen könnt, sei unbesorgt, in zwei Wochen kann die Firmware mehrere Kanäle, Trafficlimit per IP, VPN-Offload, der zwei VDSL-Anschlüsse auslastet, Autoupdate läuft immer noch, wir kriegen auf jeden Fall die zusätzliche Last durch tausende neue Clients innerhalb von ein paar Wochen geregelt und es wird dann nicht die Hälfte des Kernteams kein Bock mehr haben ok. Wenn nicht, könnten die Leute aus dem Kernteam, die das explizit wollen und die neuen Leute, die primär Flüchtlingen helfen wollen, für die Unterkünfte einfach nur Access Points machen. Wenn nötig, buchen wir halt VPN-Kapazitäten bei einem Dienstleister und stellen das der Stadt in Rechnung Erstma Matthias
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