Hallo Johannes, 2009/3/8 Johannes Näder <[email protected]>: > gNewSense tritt doch gerade mit dem Anspruch > an, eine völlig freie Distribution zu liefern.
ich beschränke mich auf einen Punkt: gNewSense scheitert an seine eigenen Ansprüchen in der Praxis. 2 schnell nachrecherchierte Beispiele: 1. Der Free-Pascal-Compiler enthielt in Versionen < 2.2.2 ein Copyright-Infringement. Die Upstream- und Debian-Archive wurden im letzten Sommer kurzfristig bereinigt und enthalten keine alten Versionen mehr. Aber unter <http://heanet.archive.gnewsense.org/gnewsense/pool/universe/f/fpc/> liegt *heute* noch eine 2.2.0. 2. Saubere Dokumentation von Copyrights und Lizenzen ist m.E. besonders wichtig und dazu kann man sich mal ein etwas komplexeres Paket wie openjdk-6 anschauen. Den für diese Diskussion relevanten Teil des Diffs zwischen den den copyright-Dateien von Debian/stable und gnewsense habe ich angehängt. Auch hier sieht man, dass Debian gründlicher arbeitet. Beides sind nur 2 Pakete, mit denen ich selbst zu tun hatte. Selbst wenn man den theoretischen Ansprüchen von gnewsense anhängt (tue ich nicht), dann darf man diese Distro aus Sicht freier Software trotzdem nicht einsetzen, weil die Entwickler bei der praktischen Umsetzung versagen. Debian dagegen setzt die Ideale freier Software *in der Praxis* deutlich genauer um. Viele Grüße, Torsten
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