Am 02/11/16 um 06:52 schrieb Dr. Michael Stehmann: > Am 01.11.2016 um 21:13 schrieb Erik Albers: > Am 01/11/16 um 19:54 schrieb Dr. Michael Stehmann: > >>> Wer die "community of FSFE" ist, weiß kein Mensch. >> >> Sie ist in der Tat und zum Glück nicht durch starre Regeln definiert. >> >> Aber in diesem Falle sind es alle lokalen Koordinatoren, Team-Koordinatoren, >> Länder-Koordinatoren, die GA, sowie das erweiterte Team. Das sind vermutlich >> über 100 Personen. Und du bist Teil davon gewesen - und hast sogar noch bis >> Sonntag Zeit deine Stimme zu erheben. >> > > Das sind gerade nicht alle durch diese Regeln potentiell Betroffenen. > > Meine Meinung, die Du hier abfragst, ist, dass derartige Regeln entweder > überflüssig oder im Falle einer Anwendung sogar schädlich sind, weil sie > Konflikte nicht lösen, sondern vielmehr (nur) geeignet sind, das > Austragen von Konflikten auf den Listen etc. zu unterbinden. > > Dann ist zwar "Ruhe" auf den Listen etc., aber eine Partei äußert sich > entweder nicht (mehr) oder ist draußen.
Ich denke es ist wichtig sich einmal zu vergegenwärtigen, dass es Menschen gibt die über viel Selbstvertrauen verfügen, keinem Konflikt ausweichen und gerne ihre Meinung einbringen selbst wenn es eventuell auf Kosten anderer sein könnte oder sie sich selbst damit angreifbar machen. Aber es gibt auch Menschen, die wenig Selbstvertrauen haben oder die Konflikte scheuen oder die ihre Meinung nicht äußern werden wenn die Gefahr besteht, dass sie dann angegriffen werden. Naturgemäß sind die erste Gruppe von Menschen viel lauter und sichtbarer (da die andere Gruppe nunmal scheu ist) und bestätigt sich gegenseitig darin, dass doch alles wunderbar funktioniert, ganz ohne Regeln und jeder für sich selber. Dadurch wiederum verschrecken sie die andere Gruppe noch mehr, die sich nicht traut auf einer offenen Mailingliste zuzugeben, dass sie sich eingeschüchtert fühlen. Auf diese Weise kann also ebenso ungewollt "Ruhe" auf den Listen einkehren, indem nur noch dieselben selbstbewussten Leute diskutieren und die anderen längst weggegangen sind. Um also beide Interessen miteinander auszugleichen helfen klare Verhaltensregeln und ein Modus was passiert wenn diese Verhaltensregeln verletzt werden. Je größer eine Gemeinschaft wird, desto heterogener wird diese normalerweise auch und desto notwendiger werden eben gemeinsame Umgangsformen. > Ich bin nicht der Meinung, dass dies die FSFE "stärker" macht, aber man > kann da auch anderer Meinung sein. was heißt denn "stärker" ? Für mich mindestens sympathischer. Auch kann man sich durchaus nochmal vor Augen halten, dass die Kommunikation auf Mailinglisten nur der letzte Teil des CoC sind. Eigentlich fängt er an mit dem Verhalten auf FSFE Veranstaltungen und Mitglieder sozial benachteiligter Gruppen legen oft großen Wert auf einen existierenden CoC bei Veranstaltungen. Ich persönlich auch. Oder Sponsoren. Mozilla beispielsweise sponsort kein Event mehr ohne einen passenden CoC. Beste Grüße, Erik -- No one shall ever be forced to use non-free software Erik Albers | Free Software Foundation Europe OpenPGP Key-ID: 0x8639DC81 on keys.gnupg.net _______________________________________________ FSFE-de mailing list [email protected] https://lists.fsfe.org/mailman/listinfo/fsfe-de
