Am Mittwoch, den 25.10.2017, 14:00 +0200 schrieb Dr. Michael Stehmann: > Hallo, > > der Präsident der FSFE hat gesprochen, die Presse berichtet: > > http://www.linux-magazin.de/NEWS/FSFE-War-das-Scheitern-von-Limux-uns > ere-Schuld > > https://www.golem.de/news/fsfe-war-das-scheitern-von-limux-unsere-sch > uld-1710-130763.html > > Dies wirft für mich Fragen auf:
Lieber Michael, Du hattest die Frage gestellt, deswegen antworte ich auch auf die ursprüngliche Email. Golem.de [1] präsentiert heute gleich 2 Artikel zum Thema LIMUX und liefert auch einen Link auf den (vorläufigen) Kostenrahmen, hier: https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/4740966.pdf Mal richtig lesen und bitte auch die richtigen Schlüsse ziehen. Aufgrund meiner Erfahrung mit Großprojekten komme ich zu dem allseits bekannten Schluss: "Money makes the world go round". Wo sehr viel Geld hin und her geschoben wird, fallen auch so manche Krümel vom Tisch herunter. Früher, als IBM das bekannte Protokoll 2780 (jetzt dürft ihr alle mal laut lachen :-D ) veröffentlichte, stand irgendwo eine Maschine, die wir heute als "Dinosaurier" bezeichnen, wärmte den Raum und erledigte alle rechnerischen Aufgaben. Der Mitarbeiter sass vor einem "dummen" Terminal und füllte Formulare aus. Heute in unserer modernen Welt klappt dieses Modell nach wie vor. Man nehme einen Server, der modernere Protokolle spricht, und stelle dem Mitarbeiter ein Arbeitsgerät zur Verfügung, dass besagte Formulare grafisch darstellt. Kurzum (drastisch, aber so sollte es jeder verstehen): Man tauscht jetzt ein Frontend LIMUX gegen ein anderes Frontend EDGE aus. Ich habe an der fachlichen Kompetenz der Sachverständigen aus der Finanzabteilung wenig Zweifel. (Meine Zweifel begründe ich aus der Erfahrung der Kommunalen Wasserwerke Leipzig). Ich denke aber laut, dass zur Lösung der "Probleme" mit LIMUX nicht unbedingt IT-ler befragt wurden. Das wiederum zeigt mir auf, dass IT- ler deutlich über den Tellerrand gucken sollten. Man trägt Verantwortung nicht nur für Technik, sondern darüber hinaus auch für eine gesamtwirtschaftliche und sozialpolitische Ebene. Diese Aspekte sind in der bisherigen Diskussion zu wenig betrachtet worden. Mit 89 Millionen Euro will man nun die Migration schaffen. Mir stellt sich die Frage, woher man dieses Geld nehmen will. Schauen wir nach NRW (mein Heimatland) und haben aktuell eine Steilvorlage: Sozialticket streichen, Gelder umverteilen. Ich bin mal gespannt, auf welche Ideen man im Heimatland unseres Digitalministers verfallen wird. Grüsse und bis demnächst Reinhard [1] https://www.golem.de/news/muenchen-tschuess-limux-hallo-chaos-1711- 131292.html https://www.golem.de/news/limux-ende-muenchen-beschliesst-90-millionen- fuer-it-umbau-1711-131302.html
signature.asc
Description: This is a digitally signed message part
_______________________________________________ FSFE-de mailing list [email protected] https://lists.fsfe.org/mailman/listinfo/fsfe-de
