Hallo zusammen, Am 29.06.21 um 23:53 schrieb Roland Hummel: > On 6/29/21 3:49 PM, Bernhard E. Reiter wrote: >> https://www.kuketz-blog.de/element-messaging-ueber-die-matrix-messenger-teil7/ >> Aufgrund der verteilten Serverinfrastruktur (Föderation), wie wir sie aus >> der E-Mail-Welt kennen, ist der Einstieg für Anfänger zunächst etwas >> gewöhnungsbedürftig. >> >> Insgesamt hinterlässt Element bzw. Matrix einen durchwachsenen Eindruck. > > dass meine Argumente pro Matrix/Element öfter mit denen von Mike Kuketz > "kollidieren", hat eine längere Vorgeschichte [1]. ;) > > Kurzum: Mike argumentiert meinem Eindruck nach im Zweifel eher pro Sicherheit > (was in Bezug auf seinen Beruf auch nicht weiter verwundert), ich eher pro > Freiheit.
... >> Matrix-Protokoll ist nicht für die Vermeidung bzw. Schutz von Metadaten >> konzipiert >> Letzter Security-Audit (2016) liegt Jahre zurück >> >> Datenschutzerklärung lediglich in englischer Sprache verfügbar >> >> Attraktiv für Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste, > > Aus Expert:innensicht mag das alles zutreffen, ich halte diese Punkte aber > für die digitale Lebenswirklichkeit der "Normaluser" für völlig irrelevant, > wenn es mir darum geht, sie aus proprietären Kommunikationsnetzwerken so > herauszuholen, dass sie hinsichtlich Usability keine Nachteile verspüren - > und in Bezug auf Datenschutz bedeutet dies für mich lediglich, keinen > Telefonnummernzwang zu haben. Alles andere ist für die User, die ich > erreichen will und die durchschnittlich in einem Unternehmen arbeiten, nicht > nachvollziehbar (ein Audit kann eh nur eine bestimmte Elite nachvollziehen; > von juristischem Datenschutz - das Thema hatten wir öfter - profitiert auch > nur eine Elite, weil nur sie ihn effektiv einfordern kann und wie attraktiv > für Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste irgendwelche schweizer Firmen > sind, wissen wir seit gewissen "Crypto AGs"). Dem würde ich voll zustimmen. >> Insgesamt geht es jedoch um bestimmte Notfallsituationen, bei denen die >> privaten Leute noch (Mobil)-Netz und private Geräte haben. Dafür ist wichtig, >> dass sie die Anwendungen dann auch kennen und damit umgehen können, weil sie >> sie vielleicht auch außerhalb des Notfalls (der ja sehr selten ist) nutzen. > > Wie gesagt: Ich wüsste nicht, warum ich mich gerade in einem Notfall an ein > anderes System gewöhnen möchte, besonders beruflich. Warum sollte ich gerade > in so einer Situation nicht von einem Messenger profitieren, der ursprünglich > als freie Slack-Alternative konzipiert wurde? +1 >> Threema ist da an dem bekannten und leider sehr verbreiteten proprietären >> Whatsapp nahe und in der Verbreitung knapp hinter Signal, dafür aber >> datenschutzfreundlicher. > > ...und unfreier. Das kann man im Zweifel "hinten runterfallen" lassen wie im > Kuketz-Blog, dann entspricht das für mich aber keiner FSFE-Perspektive, > sondern eine Kuketz-Perspektive (und für die braucht es die FSFE nicht, denn > die liefert Mike Kuketz mehr als ausreichend und professionell). Das ist für mich das Hauptargument. Als FSFE können wir aus meiner Sicht weder Signal noch Threema empfehlen. Liebe Grüße Michael
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