Hallo Matthias,

bitte korrigiert mich, aber ich glaube nicht, dass es viel bringt, Dateien aus der Druckvorstufe des Verlags unter freier Lizenz zur Verfügung zu stellen. Dagegen würde der Verlag sich wehren und meines Erachtens zu Recht. Von dem Formatproblem ganz abgesehen. Hochwertiger Druck sollte - praktisch, wenn auch nicht rechtlich - Domäne des Verlags bleiben.

Mich hatten spontan die Änderungsvorschläge von Henning angesprochen und um die umzusetzen, bräucht man nur den reinen Text und die Graphiken. Weiterverarbeiten kann man das dann etwa in LaTEX und Calibre.

Wissenschaftliche Verlage haben mittlerweile viel Erfahrung mit CC/OpenAccess/OER, zB Thieme oder Spezialverlage wie KIT Scientific Publishing oder CroassAsia. Allerdings sind das auch besondere Bedingungen, weil öffentliche Förderung und Fachgesellschaften mittlerweile oft OpenAccess verlangen.

Der Beltz-Verlag hat das auch schon ein paarmal gemacht und der hat auch Kinder- und Jugendbücher. Beltz wäre mein Tipp gewesen.

Politische Verlage machen das bei entsprechender Ausrichtung auch: VSA Verlag. Metrolit vom Aufbau-Verlag scheint gescheitert zu sein, (https://irights.info/artikel/im-neuland-die-buchverlage-und-creative-commons/16874)

Viele Grüße
Ilu

Am 15.12.21 um 08:58 schrieb Matthias Kirschner:
Hallo zusammen,

(Ich konnte letzte Woche leider nicht arbeiten. Daher ist bei mir viel
liegen geblieben.)

* Eike Rathke [2021-12-11 13:32 +0100]:
Außerdem: Wenn es unter CC steht, sollte der Inhalt auch irgendwo zugänglich
sein, sonst ist CC ziemlich sinnlos.

Das ist ein Irrtum. CC-BY-SA erlaubt Weitergabe unter gleichen
Bedingungen, du darfst ein Werk (!) teilen, vervielfältigen und
weiterverbreiten, und bearbeiten. Es besteht kein Anspruch auf Zugang zu
Rohmaterial oder Verfahrensweisen.

Rein nach der Lizenz ist das korrekt.

Schön wäre es natürlich, wenn die Autorinnen eine Quelldatei zur
Verfügung stellen würden, die ebenfalls unter CC stünde.. :-)

Das ist auch unser Ziel, aber in der Verlagswelt soweit ich gerlernt
habe immer noch revolutionär.

Schon mal auf die Schnelle: Ich bin dabei mit dem Verlag dafür noch eine
Lösung zu finden (wir wollten das eigentlich früher klären, sind dann
aber von ein paar anderen Themen wegen der hohen Nachfrage überrant
worden). Ich möchte, dass der Verlag eine gute Erfahrung mit CC-BY-SA
macht, das Thema besser versteht und die Vorteile darin erkennt und das
nicht das letzte Buch unter der Lizenz ist sondern anderen Autoren die
das machen wollen, den Weg einfacher gestaltet.

Es gibt ja leider meiner Ansicht nach viel zu wenig Bücher unter
CC-BY-SA. Freie Werke außerhalb von Software sind ja nicht unser
Kernthema. Daher eine Sache, die mir gerade helfen würde:

Könnt ihr auch mal schauen, ob ihr andere Bücher von kommerziellen
Verlagen (also nicht Selbstverlag) findet, die unter CC-BY, CC-BY-SA
oder vergleichbar stehen und die Info schicken, welches Buch / ISBN
Nummer das ist, welche Lizenz und wo man die Quellen dafür bekommt?

Auch wäre es interessant zu sehen, wie die mit proprietären Quellformaten
umgegangen sind, die vom Verlag für die Produktion benötigt wurde (ich
möchte als FSFE keine proprietären Formate anbieten).

Daneben ist mein Hauptfokus gerade, dass wir einen Verlag für die
englische Version finden.

Falls wir uns nicht mehr lesen wünsche ich Euch noch ein paar gute
unhektische Tage und einen guten Start ins Jahr 2022.

Viele Grüße
Matthias

_______________________________________________
FSFE-de mailing list
[email protected]
https://lists.fsfe.org/mailman/listinfo/fsfe-de

Diese Mailingliste wird durch den Verhaltenskodex der FSFE abgedeckt.
Alle Teilnehmer werden gebeten, sich gegenseitig vorbildlich zu
behandeln: https://fsfe.org/about/codeofconduct

Antwort per Email an