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From: "Dierk van den Berg" <[EMAIL PROTECTED]>
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Sent: Thursday, October 21, 2004 1:44 PM
Subject: Re: [Megillot] Qumran archaeology (Ben-Ami; Thiering)
> cp Aaron's role in Le 16.2 and Eleazar's inauguration of Joshua in Num
> 12.6-8.
Please read instead
"cp Aaron's role in Le 16.2 and Eleazar's inauguration of Joshua in Num
27.12-23."
For most of you (hopefully) read German I have added the corresponding
comment on the Torah-Constitution of Israel acc. to the Priestly Tradition
by Johann Maier from: Johann Maier, Die Qumran-Essener: Die Rollen vom Toten
Meer, Band III, UTB Munich 1996, p. 20
4.2 Die Verfassung Israels nach der Torah der priesterlichen Tradition
Der Pentateuch schildert Moses aus dem Stamm Levi als ideale F�hrungsfigur
mit sowohl milit�risch-politischer als auch priesterlicher und
gesetzesprophetischer Kompetenz. Diese "drei �mter" des Mose werden mit der
Kultgr�ndung am Sinai bereits geteilt: Aaron und in der Folge die "S�hne
Aarons" �bernehmen die kultisch-priesterliche Kompetenz in erblicher Folge.
Mose bleibt weiterhin Anf�hrer der Israeliten und erh�lt im Zeltheiligtum,
das Aaron nur zu den rituellen Terminen betreten darf (Le 16.2), bei Bedarf
laufend Torah Anweisungen, nicht per normaler Prophetie (durch Tr�ume oder
Visionen), sondern auf einzigartige Weise (Num 12.6-8). Den prinzipiellen
Herrschaftsanspruch f�r Levi setzt auch die Einsetzung des Joshua insofern
voraus, als dieser in Num 27.12-23 durch den Aaron-Sohn Eleazar eingesetzt
wird und von Mose seine Anweisungen empf�ngt. Bemerkenswert ist, dass Joshua
als geistbegabt hingestellt und das ihm eine gewisse Torahkompetenz
zugeschrieben wird.
Dies h�ngt bereits mit k�nigsrechtlichen �berlieferungen zusammen, in der
die richterliche Funktion des Herrschers mit der
h�chstrichterlich-torah-prophetischen Kompetenz des in De 17-18 als
Amtstr�ger vorgesehenen "Propheten wie Mose" erg�nzt wird, so dass beide
Amtstr�ger �ber eine Torahkompetenz verf�gen, die vom Hohepriesteramt so
nie ausgesagt wird, mit der aber eine weissagungsprophetische Funktion
verbunden worden ist. De 18.18 wurde f�lschlicherweise nur als Verhei�ung
eines endzeitlichen Propheten verstanden, der Kontext setzt aber einen
Amtstr�ger voraus. Dementsprechend gibt auch Josephus in Ant iv.218 in
seiner Wiedergabe von De 17-18 als Mitglied des H�chstgerichts ausdr�cklich
"den Propheten" neben Hohepriester und Gerusie an. Ein Torah-Anweiser bzw.
"Prophet wie Mose", d.h. von un�berbietbarer Offenbarungsauthorit�t, war
somit nach dieser Tradition fester Bestandteil der durch die Torah
vorgeschriebenen Verfassung Israels. "Lehrer der Gerechtigkeit", genauer:
"Rechtsanweiser", war also ein Amtstitel [1]und nicht blo� Bezeichnung einer
einzigen historischen Gestalt. Das hei�t aber nicht notwendigerweise, dass
der in der Damaskusschrift B (col. xix-xx) genannte "Lehrer (bzw. Anweiser)
der Einung" [2] und der in den Qumrantexten erw�hnte "Lehrer der
Gerechtigkeit" bzw. "Rechtsanweiser" nicht identisch waren, oder dass man
aus anderen Gr�nden mehr als eine Person hinter den erw�hnen Titeltr�gern
vermuten m�sste. Der chronologische Rahmen l�sst einen einzigen solchen
Amtstr�ger durchaus als plausibel erscheinen, wenn man die
verfassungsgeschichtlichen und parteipolitischen Wandlungen in Rechnung
stellt.
notes
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[1] Here I'd prefer, at least for technical reasons the more general term
"Doresh ha-Torah" as authoritative, Mosaic "office" instead; the designation
ToR would then remain as unique as the designation "Mechoqeq".
[2] Einung: yahad
NB. The beeyard of the queen Stephen is talking about is hardly a good
place for a serious scholar that is no beemaster to share opinions with
remote
controlled drones that have to defend their honey .
_dierk
ich bin der geist
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der stets verneint
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